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ANZEIGEB

FÜR KUNDE DER DEUTSCHEN VORZEIT.

Neue Folge.

ORGAN DES GERMANISCHEN MUSEUMS.

Achter II a n d. Jahrgang 1S(>1.

Nürnberg, im Verlag der literarisch -arti tinohen \v tall >!<•* germanischen Museums

»ARY

Redaction des Anzeigers:

Freiherr II. v u. zu Aufsefs, Dr. jur. et philos., erster Vorstand des germanischen Muse s

\ ag \ Eye, Dr. philos. Vorstand der Kunst- und Alterthumssammlungen. Georu Karl Frommann, Dr. philos., Vorstand der Bibliothek.

Freiherr K. II. Roth v. Schreckenstein, Dr. philos., zweiter Vorstand des germanischen Museums und Vorstand des Archivs.

Beiträge

zu vorliegendem Bande haben geliefert:

Adler, F., Baumeister, in Berlin.

Baader, Jos., Conservator am k. Archiv in Nürnberg.

Barach, Aug-, Dr., fnrsil. fürstenbergischer Hofbibliothekar,

in DonntHsi'liiiii;' D. Bartsch, Karl, Dr.. Professor an der Universität zu Uostock. Bauer, II.. Dekan, in Kfinzelsau. Bube, Adolf, herzogl sttchs. Archivrath, in Gotha. Cramer, Heinhold, Kreisgerichtsdirektor, in Butnw. Euler, L. H., Dr., Advokat u .Notar, in Frankfurt a. H. Falke, Johannes, Dr.. Conservator bei der Bibliothek des

german. Museums. Friedländer, Jul., Dr.. in Berlin.

//./. r, II., Dr.. Professor an der Universität 7.11 Greifswald. Hektar, Enno. I. Sekretär des german. Museums. Berschel, Archivar, in Dresden. Borand, Adalhcrt. in Wien.

Kaufmann, Alexander, Dr.. fttrstl. archivrath, in Wertheim. Ledebur, Leopold Krhr. v. , k. pr. Hauptmann a. D., Direktor

der k. Knnstkammer etc. in Berlin. Luch, Fr., Dr., Archivrath, in Schwerin. Lochner, (>. W. K., Dr., qu. k. Sltidienrektor, in Nürnberg. Ludtmann. J.. Pastor, in Osnabrück.

i»'iir. Iran?., Dr., Professor an der Universität zu München. Märcher, Tr., Dr., k. pr. geh. Archivrath und Hausarchivar.

in Berlin.

Marmor. J. praktischer Arzt, in Konstanz.

Mauch, Oberrentamtmann, in Gaildorf.

Moor, Conradin von, in Chur.

Mooyer, E. F., in Minden (f).

Müller, Johannes, Dr.. Conservator hei der Alterthumssamm-

lung des german. Museums. Sebel, Wilhelm, Pfarnr, in Dreieichenhain. Niedermayer, A., in Frankfurt 11. M. Odebrecht, Tb . k. pr. Kreisgericblsdirektor, in Berlin. Ölte, II.. Pfarrer, in Frohden. Rettberg, R. von, in Mönchen.

/.' ufs, Fr. A , Dr., qu. k. Professor, in Nürnberg. Sthmidt, lt., Dr., Professor an der theol. Faeull.1t zu Slrafs-

bnrg. Schonhuth, (Itlmar. Pfarrer, in Edelfingen. Schwab, Erasmus, Dr., in Kaschan.

chweitier, C. A . Stadtpfarrer, in Bamberg. Simon, G., Oberpfarrer, in Hichelstadt. Sommer, Gustav, k. Baninspektor, in Zeitz. Stier, (i.. Oberlehrer am Gymnasium in Wittenberg. Voigt, Johannes, Dr., k. pr. geh. Regierungsralh und Professor

an der Universität zu Königsberg. Wagner, Jos. Mar., in Wien. Zahn, Joseph. Professor an der Universität zu Presburg.

NÜRNBERG. Das Abonnement des Blattes, welches alle rheint.

wird ganzjährig angenommen and betragt

: allen Postän

ncL Oestreicbs :JH. Ji: kr. im M B. i Lcr STblr. ]

Pur Irnnlreirli abonniert man in Btrafsburg bei C F.Schmidt, in

r deutschen Bachhandlung \on F. Klincksleck, Nr- IL rae de Lille, oder

ANZEIGER

bei drin Postami in Karlsruhe; fiir Eng- tmid bei w llllanu & *• Hen-

rletta-8treetCovent-Garden Ln London; für Nordamerika bei den Postämtern Bi und Hamburg.

Inserate, welche mit den Zwecken des An/- gei - und dessen « liebem G Ln Verbindung stehen,

nmen und der Kaum ei- ner Columnenzeile mit 7 kr. berechnet

Uli Kl \iii: »Ell

Neue Folge.

(861.

ORGAN DES GERMANISCHEN MUSEUMS.

JW1.

Achtel* Jahrgang.

Januar.

Wissenscliafllicüe Miüheiluiiffcn.

Geschichte. Pcrsoncn- geschichle. Genealogie

T a r » m |i.

Eine h i s l o tische Skizze. Von Conradin v. Moor in Cliur.

Demjenigen, weither die ralische Geschichte im Mit- telaller verfolgt, wird die Thatsache nicht entgehen, dofs, so lange das mächtige Haus der Victoriden') weltliche und geistliche Gewalt im Lande übte, und auch spater noch, so lange die Kaiser unmittelbar von sich aus zur Wi wallung des ratischen Gebietes Grafen ernannten, eine Mai htentwickluiig der begüterten Geschlechter bis zum Grade von Dynasten nicht möglich war.

Wenn dann auch nach Aussterben'1) der Vicloridcu das Bisthum Cur vermöge seiner weitaus überwiegenden Macht, wenigstens de facto die Stelle derselben einnahm und später auch diejenige der allen Grafen, deren Ein- setzung durch dns Reicbsoberhaupt seit Hütte des eilflen Jahrhunderts ungefähr unterblieb, somit noch immer eiu

') Ohne Zweifel ein fränkisches Haus, das um das Jahr 600 mit der fränkischen Hcrrsohnfl nuflnnchl und seinen Namen von Victor I., Präses In Knin-n, erhielt. Hie Grafen von Cur dürften ein anderes Geschlecht ge- wesen sein.

') Mit Bischof Tello, welcher nach Bichh., rpisc. Cur. nm 24.Scpi. 77.!. nach der Synops. Annal. Diaert. am glei chen Tnge 784 starb.

Gegengewicht gegen das Aufstreben einzelner Familien vorhanden war, scheint jenes dennoch immerhin, zumal seit die Lehen erblich geworden3), nicht machtig genug gewesen zu sein, um sie in der bisherigen Abhängigkeit zu erhallen.

Dieses ist die Zeit, in der die Vaz, Uazuus, Matsch, Sax und Andere zuerst urkundlich erscheinen, nämlich die Mitte des zwölften Jahi hunderts4).

Jenseits der Berge, nämlich im Engadin und Vinst- gan, waren neben dem Bisthum Cur hauptsächlich die Herren von Tarasp im Besitze von Land und Leuten, Zehnten, Gefallen und Beeilten aller Art. Obschon die- ses Geschlecht seit seinem ersten urkundlichen Aufholen in Italien kaum SO .Iniire blühte, verleihen immerhin der ge-

heimuifsvolle Schleier, welcher seine Vergangenheit deckt, das tragische Geschick, das seine Glieder zwang, auf Macht und Keichlhiim zu verzichten und entsagend in's Kloster ZU gehen, sowie endlich das noch stehende, ih- ren Namen tiagende Schlots im Untercngndin hinlangli-

') Durch Kaiser Conrad II. und »war 10.17 in lialien und das Jahr darauf in Alemnnnicn und liiirgiiml, nls sein Sohn die hronc des letzteren Reiches erhielt S Seewis, gesanim. Schriften, herausgegeb. von Conr. v. Moor. S. I7.r> n. Nolc I

') Genauer UtiO. S, Cod. dipl. zur Gesch. d. Bep. (irnu- bunden, I. Nr. 186.

3 Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit. 4

rlii, Interesse, um Hie wenigen zerstreuten Nachrichten Leibeigenschaft enlliefs und ihnen das Recht Cur'scher

über dieselbe gesammelt vir Augen In legen, Ministerialen erlheiltc. Die Bedingungen waren eigen-

Noeh die Bemerkung, dab ich als Uauplquelle für IhQtnlicher Art. So sollte bei Absterben jedes Einzelnen

diese kleine Arbeit Goswinus, des l'iiurs zu Slaiienberg, von ihnen, sowie ihrer Nachkommen, dasjenige Stück aus

Chronik benuttte, aus dem Latei iarben in'l Deutsche der Hinterlassenschaft, sei es an Pferden, Waffen, Klei-

■beraelxl von Joieph Roggel und enthalten im ersten Baude dem oder Viehhabe, das dem Verstorbenen am 1 1 < l> t <- n

der von dem Perdiuaudeum berausgegebeueu Beilrage zur gewesen, der Kammerei zu Jlarieubcrg zufallen Im Per-

Geaehickle, Statistik et*, von Tirol und Vorarlberg. Inus- neren hatte diese Freilassung nicht zu gellen, sondern

brück, IS. i die alte Leibeigenschaft wieder einzutreten, wenn Einer

Der erste dea Namens v. Tarasp, welcher urkundlich von ihnen außerhalb der Angehörigkeit des Klosters oder

genannt wird, war Eberhard, Stifter des Klosters zu eine Unfreie heiraten wurde M)

Schall im Uutereugadiu aTscharuer und Röder5) ver- Der in dieser Urkunde erwähnte Ulrich v. Tarasp, Käst-

setzen die Gründung desselben indasJabr 1104; da aber, vogt des Klosters Marienberg, war nach Goswinus, ein Sohn

wie Goiwio'j ui.lulut, Bberhard'l Bruder, Bischof L'l- Gebezo's oderGebhard's von Tarasp, Bruders Eberhard's und

ruh II von Cur, diese Stillung durch sehr bedeutende nach dessen Tode nach dem Ei bfolgerecht Schirmherr des

Vergabungen unterstützte uud laut Angabe des St Gal- Klosters in Schuls geworden. Kurz darauf verzehrte ,aus

ler Nekrologs7) schon am Ii'.' Aug IDBä Btarb, mufs Gottes Yei hnngntfs ,4j das Feuer die Kirche", welche im

wohl die Errichtung des Klosters Schills in die Zeit vor Jahre 1131 durch Bisrhnf Conrad zu Cur von Neuem

diesem Daiuni verlegt werden. geweiht wurde. Bei dieser Gelegenheit wählte Gebhard's

Die Veimuilin gen einiget Schriflaleller, zumal Albert Sohn, Ulrich, den wir mit Ulrich I. bezeichnen, im Ein-

jager's8), dafs sowohl Eberhard, als sein Bruder Ulrich, versländnifs mit seinen Brüdern, Friedrich und Gebhard

Bischof zu Cur, dea Geschlechts v. Montfoil gewesen den oherwahnten Albert zum Abte1''). Gebhard pil-

leien, mfl sen wohl dem Zeugnisse Goiwin'i weichen, gelte kurz darauf in das gelobte Land, voiher noch der

der, im II Jahrhundert lebend, jener Zeil um so Vieles Abtei Schills einen Theil seiner Habe zur Sühne seiner

naher stand. UeberdieS spricht eine Ui künde vom II Sünden vergebend. Er kehrte nicht mehr zurück und

Harz llött9) ausdrucklich gegen jene Annahme. Mine beiden Bruder, Ulrich (I) und Friedrich, schenkten

Biachol Dlrleb II wat Im Kloster zu Disenlis erzogen zur Sllll""ff seines Anniversariums die Alp Asta lß) dem

und spalerPropil daselbal geworden. Im Jahre 1075 zum Kloster z" Schuls.

Abt von Jlun erwählt, resignierte er 1082 auf diese Geraume Zeil später wandten sich Abt und Kastvogt

Winde und kehrte nach Diseulis lurQck, WO er von dem niil der Vorstellung nach Rum, wie „gar arm uud un-

lea Jabra an und bis zu seiner Wahl als Bischof ru,li" lli(' Brüder zu Schuls leben mülslen", und baten

von Cnr, 1089, die AblSWQrde bekleidete ,0J gleichzeitig um Versetzung der Abtei nach St, Stephan,

Eberhard v. Tarssp, kinderlos, dotierte mit seinem noweil Marienb"8 '»> Vinstgan, was ihnen dann auch

ganze,, Erbe »j «las ueugesliftete Kloatei lu Schuls. U„- v0" P8P8,EuKe" im Jil'"'- ««« gewahrt wurde'"), ,

ki ii Eigenen, welche ei jenem geschenkt balle, ge- nul" """,ler vier •li'1'"' sP8ler< a,lf ",'"'' Bil,en hin- lli'-,

horlea n dei Polge .....■!. Vitalii de Slamuti") t sein Erl"nl""fs auf ""tenherg seihst, au e m noch geeig-

Bruder Cbao o, welche tlberl, Abi zu Harienberg, in ".','"'" <''"' '"' Klo8,er '" crl"""'" """' dann von St-

J k ll i l i i «i ..... Stephan dorthintlhcr ZU Ziehen SO entstand die Rene

■Jet Oben I I de >"m II Slmz 1150, mit ' cmaionu uie oene-

«... iL, ii, in u i dlktinerabtel Harienberg im Jahre 11. vi

Halb des KlltVOgll dei Abtei, llnib- v laia-p, der •■«»«.

Nach UOSWl'n hauen die Herren von Tarasp (in seiner Chronik Grafen" genannt) Ihren Stammsiti nur Kaatel- '( Dei I anl. Graubonden, hialorl i I. , gener., itatfstiich

und die allen Ritterburgen und llerg«c hti.sM-r in Hu | ,SI quis eorum •■ \i i :i clientelam clauatri nostri oel extra

henrl 9 bl. liberlatem mairimoniom contraxeril, praesens aibi pri-

' •' "■ vilegium i ri 1 1 n in lim et in poiealate abbaiia alt, ni eum

i .i,i. "in. Bpisi Cur. 71. ad im -iiiuiin MTviiinin cogal ei,-. Cod. dipli l .Ni 184

•) In nirr eigenen kleinen Abhandlung. 'I llnuli BliUtlrnhl.

'i Codes iii|d I. UI. 'i im Jahre 1180. Goawinna, 7-J.

' i Blchhora i B 10. ") Kohn noch den btmlichen Namea und liegt inhfnderal

") I...-WMI. t iirnn im Scarlth

N ll ll .. lil lt.iin.il/ I It. lim. 'I QosVI ni I, .i ll

Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeil. 6

latz18), einer Burg oberhall) des Jlarienherges. Wann sogleich den Bau beginnen und als das Schlofs vollen- das Schlofs Tarasp von ihnen erbaut wurde, darüber dct war, nnnnte er es Tra-spcs, als sollle es bedeuleD spricht sich Goswin sehr unklar aus. Der Eingang der sein hoffnungsloses Harren, vom Pejuri verfolgt, vom Chronik19): „Es hauseteu auf Taraspo, einer stattlichen Freund verlassen ; oder sollte es zeigen, dafs er auTdiese Burg, vier Bruder: Eberhard, Ulrich, Gehezo und Eguo" Feste seiner Hube letzte Zuflucht setzte? oder sollte das lafsl allerdings schliefsen, dafs das Schlofs Tarasp schon rauhe Land, wo Ulrich aus Italiens Gefilden hingeworfen bei Lebzeilen aller vier Bruder, also jedenfalls vor 101)5, war, seiner Schweimulh solchen Namen abgenOihigl ha- stund. Aber dafs Bischof Ulrich von Chor, der eine die- hen ? Von dieser Burg sind er und seine Biuder die 6er vier Brüder, auf Tarasp gehaust habe, hat gar kei- Trasper geheifseu ; er vergabte sie spater der b. Jung- nen Sinn. Hau milfste also entweder annehmen, dafs es frau zu Chur."

noch früher, vielleicht eine oder zwei Generationen ruck- (Fortsetzung folgt.)

warts, vier Bruder dieser sammlluhen Vornamen gege- ben habe, was ziemlich unwahrscheinlich ist; oder es lafsl sich dieser Passus Gosw in's mit demjenigen, wo im lel>er de" |,r,,Pru"« de" W»r«>« Tom*- Zustände.

Verlauf der Chronik die Erbauung des Schlosses Tarasp *'■■>» «"»«■ «"• l»oi..mer.elll*el.e Hand. Sprache und

,i, Schrift.

durch Ulrich v. Tarasp erzählt wird2"), nur dadurch in »f»»e. N,mfB.

Einklang bringen, dafs mau statt des als einen der obi- Von Rein»old Cramer, hreisgcricblsdircktor, in Butow. bedeutua«. gen vier Biuder angeführten Ulrich (welcher der Bi- Unter l'omerellen , d. h. Klein- Pommern, wird derje-

schof sein mufsle) einen der nachfolgenden Ulriche, also nige Theil des allen Pommerlaudes verslanden, welcher

einen Neffen, substituiert, und hiezu eignet sich offenbar nach dem Absterben des letzten Herzogs von Pommern

am Besten Gebezo's oder Gebhard's»Sobu , der oben als Üanziger Linie. Meslwin II. (+ I29JJ, durch Kauf und

Kastvogt von Blanenberg aufgeführte Ulrich, hier mit I Eroberung seit 1310 unter die Herrschaft des deutschen

bezeichnet Dafs die Erbauung des Schlosses Tarasp Ordens in Preufsen, i. J. 141.6 durch den Thorner Fiie-

dann noch zu Eberhard'* und Gebezo's, vielleicht auch den jedoch mit Ausschluß der Lande Lauenbuig und

Bischof Ulrich's und des vierten Bruders Egno, Lebzeilen Butow, welche an die Herzoge von Pommern-Slellin fie-

staltfaud, ist allerdings nicht unwahrscheinlich, da Eberhard len -- unter die Oberhoheit der Könige von Polen und

doch wohl nur durch Bewohner der dortigen Gegend zur endlich bei der ersten Theilung Polens durch den War-

Stiflung eines Klosters in Schills sich veranlagst finden schauer Vertrag von 1773 an die preufsisi he Krone ge-

koil,lte laugt ist in welcher Zeit der Name „l'omerellen" zu-

Ueber die Erbauung des Schlosses Tarasp selbst er- erst entstanden oder in Gebrauch gekommen, wird jetzt

zahlt Goswinus, dafs ein Gemälde in Ulrich's Schlafge- schwerlich zu erweisen sein.

mach es noch ( nämlich damals) vorstellte, ..wie der Graf Gralalh nimmt in .seiner Geschichte Danzigs (Th I,

von Born nach Hailand zog, dort aus Haffl vertrieben 8. 32) an, dafs die Bezeichnung Pomerellen erst um

wurde, (wie sich oft heutzutage uorh die Lombarden ein- <lie 81ltlc <l,,s lo Jahih. aufgekommen sei. Er slulzl

ander meuterisch bekriegen und veirathen), und wie er sicn al,f <le" pommerschen Geschichtschreiber Eichsledi.

dann auf seiner Flucht in das Engadin gekommen, im ^r m8£ s'' " BU< '' lnl1 die preufsische Chronik des lier-

Dorfe Vetlan ein staitlich Haus gebaut, wo er EU Got- »Og'ich preufsischen Hofgericbtsralhs Lucas David berufen,

tes Ehr« und unserm Nutzen einsam lebte." Lucas David sagt (lid. III, S. 60. Bd. \l S 22, 64 und

r- . . . , . _ 65) : „Das Lau i, welches der deutsche Riller-Orden von

.Es begab Sich eines Tages," fahrt die Chronik ™) , ' ... ,

, , .... ' ... d,;r" i'larkgialeu \\ iildcmar zu Bi a uileiibui g 1310 (rekaufl

rort, „dafs die Milien seine Schafe auf einen Hü-'el dies- ,

. ,«,., ^ hat, das zwischen der l.eha. Ostsee, Weichsel umllliahe

seits deslnnstroms1*) zur Weide trieben. Der Graf folgte

.. . . , . _. . belegen ist. und welches die polnischen Geschichlschrei-

ihnen und fand den Platz für eme Burg bequem Ei liefs . ,

her Lromer und Hecbovila Nicdei Pommern nennen, heis-

... „. „„ Bei itio P irellen." In meiner Juhelschrifl (Geschichte

) I liron. 82,

„. r . cl dei lande Laueuburg und Ituinw, I ii l, s ||) habe n h

\ * 1 1 1 > \ \ IM Di *

«0) (|,,,,,, 36 "'"'r "«chgewiesen , dafs dei N Pomerellen sei n

2|) Goswfn 86. '■'• ■•"hihuinii irl hei den deutschen Rittern im Gebrauch

") Von der Lage Barienherg'i ans gesagt, Von Vetlan ge- f'"|,M'IL ■l'1" habe ich eine Urkunde aufgefunden,

rechnet, wo der „Graf Itobet sich ein Mau- gebaut, welcher hervorgebt, dafs der deutsche Orden sich auch

liegt Tarasp jeuieiu dei Inn«. In dei amtlichen Staats- und Urkunden-Sprache der llc-

Dis ist <li voreyuunge des homeistera »od seyoer gebi-

tiger mit den pomerellero am läge exalloliunis sancloe

i ucil im xlj jar.

7 Anzeiger für Runde der deutschen Vorzeit. 8

Dennung Pomcrellen bedient hat. Diese Urkunde ist zu suchen dirkennen nacli gote vnd rechte, dis entscheiden

■arieobnrg am Kreuzi n I lOhuogstage ( 1 1 September) IUI vnd hinlegen sollen dabey es denuc sulle bleiben vnd

ausgestellt; sie wird von Baczko, Th. III, S. 210, Aom. vorder nicht gesucht werden.

7 und von Voigt, Bd. VIII, S 22, Antn 2 erwähnt, von Von sunderlicher guust wellen wir ah13) cyngerley14)

Voigt auch dem allgemeinen Inhalte nach korz mitgetheilt; gutter von den berorten riltere vnd Unechten an vna ir-

gie ist aber nirgends abgedruckt. Da sie für die Rechts- stürben*5), darinne alleyne J un cfr a u vve n hieben, so

des n" i Wichtigkeil ist, so will ich das eyne danon nianbar were, welchem erbaren knechte

sie hier vollständig wiedergeben; sie nennt sich: vnd vnsera dienern Ir ebenmessig der geburt vnd Crom

Pomerellische Bandvesle "ir deoue aie "'"'l,'ri' mit der ■■■!»■«■ Jnncfranwen

geben wellen. Sn wellen wir der juncfiauwen neslen

Fronde eyiierj czu vns lassen komen zcn jm sprechen.

deme diener welle v\ir die guttere mit der junefrauwen

geben, daweder her nicht sulle sprechen suuder dnhey

(Original .m geheimen Archiv za Königsberg in Preolsen, su|, cs b|ejl)e|1 derseM)c diener die alldern .,„„, fr()llw ,„

Schuhlade LH 77 llo.hmeislc, - IWgistrant X. S 10, „„„,, ¥ormogen dcr gutter Vsrichten sulle. weren aber

P' J alle sulche Juncfrouwen noch unmanbar so solle der herre

\N ir hruder Conrad um Kilingsh 0 W sc n homei- des gebiets dnrvnder sulche gueter gelegen sein, der ne-

ster dewtsches Ordens Tl kuulh vnd ofTinbar das vns Sttn frunde eynen darezu nemen, jm die gueter beuelen,

vnser lieben getreuwen riltere vnd knechte vff po- der mit wissen der herschaft vor semliche gutter rathe

merellen mit fleysse vnd nndcchticlich gebeten haben vnd dauon alle jar vor dem herren des gebiets reche-

da.i wir en ') was von kw 2) vnd sweiu bisher vnd in «unge thun sulle, so lauge das die junefrawen manhar

der czweytracht vorsessen vnd nicht gegeben were, vmh werden, so man sie denne in obengeschrebener vveyse mit

Irer gelruwcn dinste vnd Belssigen belbeu3) willen zeu eynem manne besorgen sulle.

geben vnd diilnssen4) weiden, vveme denne luv5) vnd Beynamen '") so haben wir vnsern lieben getrauwen

rwein geborlhe*) zeu geben vnd von alilers") gegeben rillern vnd knechten alleyne jm dirssa weher17) gebiede

bette, die Soldea sie auch im vorlan als sie vormals gelhan das haber rechens das in vnser vorfar diilassen hatte,

betten geben, vnd das wir en ouch di gerichle7) vher auch in craffl disses brifTs diilassen.

Ire lewlbe8) bynneo Iren grenicl7.cn zeulassen vnd vor- Daivher so etzlichc von den vorgemellcn rittern vnd

weiden, wen sie die gerichle ouch von alters0) knechten in Vorgängen czeiteu czweifecke leibgedinge

gehabt betten So haben wir angesehen Ire Deissige neu K e w e i b e u haben vorschreben aso mit nameu 18).

belbe3) vnd getreowen dinste die sie rnserm Orden ge- liehe In gut in der Ee erben die des valers tot gelebe-

thau haben » i >l in zeukomftigen czeiten noch direzeigen ten l9) so sulde die frauw czu leibgedinge dreyb lex!

sullen vnd haben < u ' | alles was von kw3) vnd swein mark haben gewonnen sie aber nicht erben ader storben

bes v IT dessen lag der gebunge disses briOs vorsessen9) die erben vor deme valere das die guelere an die her-

vnd nicht gefallen ist. czu gegeben vnd Min sonderlichen Schaft komen suhlen, so sulde die frauw haben vunl'huu-

gnoden dirlasscn vnd dirlassens en') In < rn (Tt disses brifTs derl maik adir in eyucr andern dergelu heu weise was

So bescheidenllich doch das alle, die die Kw :i vnd swein im vor dei gebunge disses brielTs darione gescheen ist,

vormals gegeben haben vnd von alders her pOichlig sein, das haben wir \ m Irer belhe willen en czugesagt, ader

E mi.li vorlan, als sie vnrmnls haben gellinn ane'")" vorliui sull es ju Bulcher vorgese hrebeiieu weise nicht

allen ■■ ch lallen geben »od »ich dawedir nicht meh gescheen Sunder alleyne eynlüczlich vnd wie denne

vorschreben wirl an die kinder so sull es muh vnerho-

Von ■■aderlichen gnaden vorleyn «ir muh vnd geben gel*0) komen «m es irslirbt an die berschaft. Idnchdns

en') allerlei gerichle*) beide im- vnd dein vber die vorschreibunge der liebgediuge gesehen ja luruoch

Ire l'w he »od bynaea Iren greallczea, alleyne Strassen- enei weyse Wea eyoer der egeaaalen Riltere

gerichle'1) inen das wir vuser berlichkeil zco ader knechte vff pomerellco seynem Ecweibe eyn leibge-

rithirn willen behalden Sniuler oh ymands von Iren dinge In seyne gucler,e vorschreiben wil, so sal her zeu

i i. will. ii bedearhle, das ent voa teyme dem herren ader gebieliger lies gebiets, darinne her be-

herien sder Junckhern gewall ader viirechl geschrgn, aesseji ist, fugen en bitten das her es jm gunne vod sein

' lachea teu dirkentnisse nn vns will« sey, das her icmlicb leibgedinge möge vorschrei-

n als an . ; Gl ' .haii") su wir lolcbe Ix u sn sal dei Gebietiger ader heue des Gebiets spre-

irjllltTplJtirtkiiilt pmttjn'rontiHirtiiitTniitfr^umtntiiüiittrm Uirmxn^iftncflirlxn ^ixirüirtimwit

tfc titenatf TMrrij'?in f^xXtXrontorbatqelcM tPtn) Vtr nimmt m& wtoi}-'3fW>i|?mtf tofrirr

>S>fT /lllmrrtym qmirlK Jrr.^lt frtn gottic^f ,3armt)flßtq(m «luDujnicDm uuttutn)Ui). c^x^r-^

9 Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit. 10

eben her gunne es im von des homeislers wegen wol. gers für Kunde deutscher Vorzeit vom Jahre 1857, und

sunder das her seyn erbe nicht zeu sere beswere vnd in Nr. 3 desselben vom Jahre lÖJÖ interessante Nach-

seyne kinder nicht erbelofs mache, vad damit sulle oller- richten Über die Künstler der im Eingange erwähnten

ley ezweitraebt vnwillc czuspiache -') vnd scheluiigen'") Werke gegeben. Em glücklicher Fund, welchen ich in

wie sich die bisher ciwusschen vds vnserm ordeu von der jüngsten Zeit im hiesigen städtischen Archive machte,

eynem vnd den fachgedachten M) vnsern lieben getrauwen setzte mich in den Stand, manches Zweifelhafte, wie ich

vom andern teile diilouffeu vnd gemachet haben, gutllich glaube, iu"s hellste Licht zu setzen.

vnd (randlich hingelegt vnd entscheiden sein, der vorder nerr j)r Schneegans hat Heister Nicolaus von Leycu

vnd ewiglich nicht meh czu gedenken. oder von Leyden, bekannter in der denlschen KiinMge-

Des czu merer Sicherheit vnd ewigem gedechlnisse schichte als Nikolaus Lerch, als Vei fertiger der Chor-

habeu wir vnsir Ingesegil au dissen biilF desgleichen sie stuhle und einer geschnitzten Tafel im hiesige,, Dome,

vus weder vnder Iren Ingesegeln haben gegeben lassen sowie Simon Haider als jenen der Domthüren bezeichnet,

hengeu der gegeben ist uff vnsers Ordens hubthawse Jla- später aber (in Nr. 12) seine Angabe in erstem- Bezie-

nenburgk am tage der iihehuuge des heiligen Creweis hu„g wieder als irrlhumlich zurückgenommen. Meine

jm vierezehn hundersteu vnd Im eyn vnd vierczigslen Jar. jetzige Aufgabe ist, den Beweis zu fuhren, dafs die bei-

Geczeuge disser dinge sint die Ersome vnd geistliche den Genannten au besagten Werken ihren Anlheil haben,

vnsers Ordens lieben brudere hans von Hemchingen, Grofs- un(j zwar Meister Nikolaus als Bildhauer, und Simon Hay-

komplhur, kylian von Exdoiff, oberster inarschalk, heu- der (so jst dessen Name mehrere Male ganz deutlich in

rieh Rewscze von plauweu 24) obirsler Spiteler vnd czum der Urkunde geschrieben) als Tischmacher oder Tischler.

Elbiug, Wilhelm von belffenstein obersler trappier vnd ,o obe|| 0Ilgcgebellcr Nr 12] S 39, sprich, sich Herr

czu Cislburgk kumpthur Lirich eysenhoeffer Trefsler. Dr SchneegBlls foigeudermafsen aus : Johann von Benhawseu zeu Thorun. niclas postar czu Dantczk. hans von Schauwenbergk czu Brandenburg, Ger- lach Mertcz czur Me«e Komplhur. her Andris Ituperti

„Dieser Kunstler (Simon Hayder) könnte so- mit, wie bis dahin behauptet worden ist, ganz wohl auch der Verferliger der Chorstuhle gewesen sein; allein es

lerer der heiligen schlifft pfarrer czu dauezk, her Silve- ,,,"., . . n

handelt sich nur iminer nvch aarnm, die be

ster vnser Canplan, W'iliich von Werder voilh czu dir- ,. ., .

11 rechligu 11 g dieser allerdings seh rwalirscnein-

sow helfrich von seibot. Golhardl Iiodestogk vnser Kum- . ' , . .

liehen Behauptung durch irgend einen urkuud-

pan Martinus vnd Johannes vnser Schreiber vnd vil an- ,. . . , , ...

r liehen Beweis gehörig bestimmt und erwiesen

der trauw irdige a\. , . . , D ., . . .. . „.. ,

0 ' zu sehen. In jedem ralle müssen jene herrlichen Ihu-

■) ihnen. ') Kühe: eine alte (slavisch-cassubisch-polnische) ren ej|ien hocnst beacnteoswerlben Anhalts- und Verglei-

Natural-Abgabe. 3) Bitten, nicht Gebet. ') erlassen. 5) ge- , , , _, _ _._•• 1 ,

b , , t. chungsoiiiikt gewahren, um, wo möglich, zu erkennen, bürle. 6i ab antiquo, von alten Zeiten her. ') Gerichtsbarkeit.

, , ob beide Kuustweike nach Slil und Charakter von einem B) Leute, Hintersassen, Untersassen, Unterlbanen. ) versessen,

... . .„ .. 10. , .., , , ,. , , i,,i„ und demselben Bildhauei 'herzurühren scheinen, oder nicht .'' verfallen, rückständig. 10) ohne. ") bochnolhpcinliches llals-

gericht, Blulbann. '») Oberster Gerichlsherr. ,s) sobald- Diesen verlangten urkundlichen Beweis, dafs beide

'*) irgend welche. l5) uns anerstilrbcn , durch Tod zufielen. Künstler, (wenn man Simon Hayder als Tischmacher so

l6) Namentlich. ") Dirschau. 10) etwa folgendermafsen. ,9) nennen darf) zusammen die Thuien uud CI101 stuhle im

erlebeten. ,0) unerhoht. 2|) Ansprüche. ") Scheelsucht, Dome verfertiget haben , glaube ich durch die von mir

Hifsgnnst. !') mehrfach gedachten. »*) Heinrich Heuls von aufgefundene Urkunde führen zu können

Flauen. 35) Als Zeugen werden nur Beamte des Ordens auf-

Dieselbc betrifft einen Spruch des Bürgermeisters und

geführt, nicht auch Abgeordnete des poirercllischcn Adels.

f.. ,, , •,.„..«, , 1 Itnllis der Stadt ( oslcnutz vom St. Bai ihnlomaus -Abend

Die Urkunde nennt sich eine Vereinigung, vergleich; sie ist

aber eine landesherrliche Verordnung, ein Landesgcselz. 149°- «» Streitigkeiten der Zunft de, Kaufleute tum Thur-

gau (Trinkstube derselben) und der Zunft der Schmiede, Binder, Zimmerleute und Tischmacher, wegen Aufnahme Kumt. VmUer die Verfertlier der Thüren am eines Bildhauers, Meister Peter Bodler, der jüngere, in Bildende Kanal Dom« BD KODStBIII null il«-r « linrnlülile eine dieser /.Unfle.

|,|aslik- '" *em«el»en. Dje Kaufleuteznnfl behauptete nämlich durch Ihren

Von.). Marmor, prakt. Arzte, In Konstanz. Fürsprecher: „dafs die Bildhauer und Haler in ihre Zunft

Der verstorbene Dr. Ludwig Bchneegnns, Stadtarchi. gehören, die Tischnracher hingegen in die Scbmiedezuuft."

var, in Strnl'sburg, hat in den Nommero 10 12 des Aii- Letzten- widersprach dies und suchte darzolhun, dafs

11 Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit. 12

beide Gewerbe zu ihr zünftig seien Als Beweil führte verschiedenen Zeilen darüber ahgefnfsten Verzeichnissen,

sie an: ohne dafs n Ixt ihr Verbleiben Auskunft gegeben wird.

,.l>er seelige Kumeler sei aurh ein Tisehmaeher und Die Verkaufe sind gröfateiilheils genau verzeichnet, und

Bildhauer gewesen, und beben ihm das (die Kaufteule- es ist anzunehmen, dufs, was unter diesen sich nicht auf-

zunfi) nichl gewehrt, beb« oucli Knecht gehebt, die das geführt und auch spater nicht mehr verzeichnet lindet,

gebraucht haben; desgleichen Heister HsilB Riehlmsier durch die Zeit oder Unglui ksfalle zu Grunde gegangen,

im Hafslin, und die haben einander geholfen weihen; oder wenigstens so schadhaft geworden sei, dafs man es

def-u I i > h c n SO sy« S.yntOU Haider seelig och nicht mehr für der Mühe Werth hielt, es noch aufztizeich-

a i u Tischmacher vml Bildhower gewesen, »od neu. Es wird namentlich Ober die in der Sammlung

habe k u e c li t gehept, die It 1 1 il g e h u w e n babint, befindlichen Wassermalereien geklagt, dafs sie im Laufe

als er da* geslQl zu den l h u m a I h i e zu Co- der Zeil sehr schadhaft geworden. Zu den letzteren ge-

stenntz gemacht hab. Er habe auch die Tafel hört ein Bildnils Kaiser Maximilians [., von welchem der

in dem Chor gemacht, d a i i n u denn auch ge- erste bekannte Besitzer. \V [mhof, in seinem Tagebuche

hu» in' Bild sigiiilj d ef.-g I ic heu b r u c h e ouch angibt, 'dafs es ,.von Albrech I Durer gewislich gcmaltl"

das II in ns Haider sin S u u c ; denn was mit der sei (s. a. a Ü. die Uebersichtslafel Nr. 8). Das Ge-

Axl, mit dem Byel v n il Hobel gemacht worden malde findet sieh noch im luveutare der Erben Imhofs

sig, das sye Inen nit gewerl worden " v.J. löbO, sowie in dem Verzeichnisse, welches die letz-

(Schlufs folgt.) teren au Kaiser Rudolf schickten. Doch in der Aufzah- lung von DUrer\-chen Arbeiten, welche die Söhne des Hans Inihof d j 16J8 dem KuiTUrslen Maximilian von

M*lrrfL t'ebrr einige BJCIIC Kr« erbimiceii für die Bayern zur Auswahl vorlegten, sowie spater, kommt es

«^«•■iialilpHiiiiiiiiliiiiK ile* sermaiiiNrlieii nicllt mehr vor.— In der oben erwähnten Versteigerung,

Nuseami. fur die kein Katalog ausgegeben wurde, fand sich nun ein

(Mit Abbildung.] Bild Haximiliau's in YVassermalcrei, für welches die Vermu-

Bisher war die Gemäldesammlung des germanischen thung, dafs es von A. Durer herrühre, sich sogleich auf- Museums der vrihaltiiifsmafsig am schwächsten vertretene drängte. Leider befand sich dasselbe in einem Zustande, T h 1 1 u ler den Sammlungen desselben Kundige wissen, der sogleich mich klar machte, warum man in letzter wie schwer es in jetsiger Zeil halt, ein bedeutenderes Zeit das Bild unberücksichtigt gelassen hatte. G ilde 7u erlangen, und dafs cui Erwerbung eines sol- Dasselbe ist noch vom alten Rahmen, umgeben und mit eben Summen gehören, wie sie das Museum, das nach .so diesem :i8" hoch und TZ" breit. Auffassung uud Zeich- neten Beilen bin seine Kräfte zu richten hat, auf den innig des Bildes deutet die nebenliegende Copie in stem- Anhaof eines einzelnen Kuuslgegeustaudes noch nicht ver- druck an, woraus sogleich auch deren Aehulirhkeit mit \v iden kann. - Vor einiger Zeil aber kam zu Nürn- dem bekannten Holzschnitte und dem Oelgemilde zu Wien

: der letzte Best der ehemaligen Imhorschen Ssmm- ersichtlich wird. Von der alten Haierei ist wenig mehr

lang zur Versteigerung, welche bekanntlich aus den von Übrig Die Leinwand hatte verschiedene gröfse Hisse,

Wilibald Pirkbeimei zosammengchrai hien Kunslschstzen die indrTs mit Geschick ausgebessert Bind', Minder glnck-

Ibren Ursprung genommen, und von dessen Bnkel, Wi- lieh sind frühere Versuche der Ueb'ermalurig; doch he-

libeld linhof. sosebiilich vermehrt, ja eigentlich ersl zu Bchrftnken sich dieselben gröfstenlheils auT Hintergrund und

m Konstksbiueli erhoben, gegen Bude des 16. Jahr- Gewandung Gesicht und andere Tlnile. wo eine reinere

Bonderti aber such bereits wiedei zersplittert, den Samm- Zeichnung vorlag, sind mehr geschont, tbeils ganz unberührt

In g o Kaiser Budolfs, sowie im 17 Jahrhundert eng- geblieben. Viel mehr snhadatderju Bilde ei» Firnifs, derer*

1 1 - fi * ^ i and niederländischen Sammlern die reichste sichtlich ersl gauz neuerlich darüber gestrichen ist Doch

Ausbeute gewahrte Man kann nach den erhaltenen hal mau mit diesem glücklicher Weise such das Gesicht

hi dschrifllichen Nachrichten die Geschichte der ImhoT- verscl t und weni slens die schwarzen Umrisse desselben

sei lung bis m's Btnzeluste verl l von aintiiioob vollkommen erkennbar, Die Zetchnueg, namens-

Bye, Leben nnd Wi keo \ Dürer's, 9 182 B i Trotz lieh Im Gesichte, i-t ;h nrrglefeh feiner eis beim Nohs-

i. r grofaea Verkinfs erhielt sich immer noch ein Best, schnitte; der tusdruck infsersl sprechend I eberhsupl Isl

damnier seil bedeutendere Gegenstände, die bis das Bild auch in seiner Zerstörung immer nöcih ein kost-

IS Jaliih so vei verschwinden bsrei bchslz, und bis jetzt von keinem Kenner sugezwei-

•ber such ms dei Sammlung, oder rielmebi ans des so feil l ebei dem Haupte des Kaisers ial in der ganzen

13 Alizeiger für Kunde der deutschen Vorzeit J4

Breite des Bildes ein Pergamentstreifcn mit einer Inschrift Bugii. Poyoi) wanderte, wie bekannt, von den Golhen

aufgeklebt, welche unsere Abbildung ebenfalls gibt. aus seinen Sitzen am GeSItde der Oslsee verdrängt (Jor-

Vou nicht geringerem Interesse sind zwei anderere- danis*), de rebus gelic. IV), gegen Süden, wo es plolz- malde, die Bildnisse eines Mannes im 39. und einer Frau lieh, im Gefolge des lluuuenfui sleu Allila in Gallien ein- im 24 Lebensjahre, auf Holz in Del gemall, die urspiuug- dringend, erscheint und sich durch seine ungestüme Knm- lich eine zusammenzulegende Tafel ausmachleii. Eine pfeslusl auszeichnet. (Sidonius Apolliuai is, VII, 319: solche wird im letzten Verzeichnisse über die ImhoP- pugnax Bugus ) Sobald sich der Sturm, den Allila er- sehe Sammlung v. J. 1705 noch erwähnt und die Por- regt hatte, mit seinem Tode legle, und, durch das Bei- trats als die des Hans Straub und seiner Frau Barbara, spiel des Gepiden Anlarich angelockt, sich die bisher einer jüngeren Tochter W. Pii kheimer's, augegeben. Eine unterworfenen Volker gegen ihre Herrn, die Hunnen, er- auch nur obei flachliche Prüfung der vorliegenden Bilder hohen, befinden sich unter den nach Freiheit liingeuden genügt, um deren Identität mit dieser Tafel darzulhun. auch die Bugen, (Jordanis, de reb. gelic. 50.) Von der Auf der Außenseite der vorderen Platte befinden sich in hunnischen Herrschaft befreiten sie sich nun wohl, aber einem Kranze die Wappen der Straub und Pirkheimer; nur, um in die golhische zu füllen. Doch hallen sie, die Frau tragt ein goldenes Halsband, welches aus den wie schon unter Allila (Bugi cum propriis regulis ; Hi- Wappenbildern ihres Valers : einer Birke, und ihrer Mut- tor. misc. 15. Buch bei Muratoii, T. 1 Script, rer. ilal.), so ter : der Bieler'scheu Meeijuugfrau, zusammengesetzt ist. auch unter der Oberherrschaft der Golhen, ihre nationalen Auf beiden Platten ist über den Häuptern der dargeslell- Herrscher. (Vgl. die Vila S. Severiui von dessen Schuler ten Personen die Jahreszahl 1525 und dazu ihr Alter an- Eugipp). Bei Jordanis nun, der Über diese Kampfe und gegeben. Die Frau, welche 24 Jahr alt, mufste dem- Veihallnisse berichtet, stofsen wir hier auf die rälhsel- nach 1501 geboren sein, was mit der Geburtszeit der haflen Worte (capul 50): „Bugi vero aliaeque uatioues Barbara antrifft, Die Bilder sind. mit der alten Umrah- uounullae Biozimelas Scaudiopolim ut iucolerent peli- mung 23" 3"' hoch und 18" 6"' breit, wohl erhallen uere." Unser grofser Forscher Caspar Zeufs (die Deut- und haben in der Behandlung etwas von A Durer's Tech- scheu und die Nachbarslämme, S. -48 1 ) versucht diese nik, obwohl sie augenscheinlich, wenn auch von einem Stelle, in der er slalt Biozimelas ,,Bi/.im" selzl. so zu tüchtigen Kttnstler, \ou seiner Hand nicht herrühren. Die erklären: es wäre nur ein abgerissener Haufe von liu- Malerci ist dünn mit lasurarligen Fai heu aufgetragen, und gen gewesen, der vielleicht vor dem Gesammlvolke nach mau sieht an manchen Sielleu die Zeichnung der Umrisse, Süden zog, weist ihnen aber das rechte Douaiiufer (un- selbst schriftliche Bemerkungen, die der Künstler für sich tere Donau) zum Wohnsitze an. Die meisten andern Aus- machte, durchscheinen. Haar und Pelz sind in der bekann- leger dieser Stelle helfen sich, indem sie die Lesarten ten feinen, gestrichelten Weise behaudclt. Doch sind die für conumpierl erklaren. Es liegt stich sicherlich in Farben der Gesichter kompakter aufgetragen und mehr der Kulhselhafligkeil dieser höchst wahrscheinlich verdor- gemischt, als Durer sie anzuwenden pflegte benen Lesart eine dringende Aufforderung zur Heraus-

Diese besprochenen drei Gemälde sind vom germani- Sabe eiuer krilischen, emendierlen, den Ansprüchen der

scheu Museum erworben worden. Auf dieselbe Verstei- Wissenschaft unserer Zeil genügenden Ausgabe des Jor-

gerimg kamen noch ein Haupt Christi und das Brustbild da"is- Dennoch erlaube ich mir, einen etwaigen E.kla-

des Jakob Muffel, welches bekanntlich auch in der Gal- rnngsversuch jeuer Stelle vorzuführen. Es ist bekannt,

lerie zu Pommersfeldeu und im Besitze des Großhändlers d"fs B^aili n"1 llulle derjenigen Gefolgschaften unserer

Merkel tu Nürnberg vorkommt, beide mit dem Mono- deutschen Vorfahren, die in seinen Dienst traten, die mei-

gramme Dure.'s versehen, aber, obgleich trefflich' gemalte sU'" 'eWer s"'-'' "' lU'" ers'«" ■hnrhuüderleu des Mit-

Bilder, offenbar von der Hand eines seiner Nachahmer Malters erfochten hat; dnf« z. li Heruler das Vi alen-

vom 17 Jahrhundert. Dieselben blieben unverkauft. ,""' (l"s 0»*olbodreioh i sr byzantinischen Fahnen, mit

andern germanischen Stammen vereint, zum Fall brach- ten (s Aschbach, Heruler und Gepiden). Heruler, Tur- cilinger und Minen werden immer zugleich genannt mit

Kur t. <-<iii-ii( .■ der linken. den Rügen; sie scheinen mich meist zusammen gezogen

,, ,,,. i, , . ... ZU sein. \\:ne et nun nullt denkbar, «In f> , sowie die Von A d a I DO) l II " r .in il m \\ icn.

Heruler, muh eiuzelne Theile des rugiseben Volkes in Das gothisebe (nach Tacitus, Germ 13 Prokopif bel- lum, goth. III, 2) Volk der Bugen (litigier, Bugi, auch *) Vulcnnius Lund. Batav. Maire. 1617,

1 | Anzeiger rar Kunde der deutschen Verseil 16

diu Sold der Byzantiner getreten und von diese . Wohn- sonten Raod8chriri aus dem Schlafs des XIV. oder Anfang

sitze in ßiotimeloe und polie erballen hatten? Die desXV. Jahrb., das aus 20 Blättern von starkem Papier, mit

N er Städte deutee weuigsti auf griecbi- vielen Federzeichnungen besteht. Uns erste Blatt ist mir

sein- (byzantinische) Besitzungen ; vielleicht wird diel.es- ein Bruchstück; auf dem zweiten Blatt ist ein Geschütz

ait Biozimelae, durch die Naebrichl dea Prokoplus (de mit 2 entgegengesetzten Laufen auf einem Gestell abge-

eedili iil 1\ i von einem Kastell BirCtäcue* iulllyrien, das bildet; darunter die Schritt:

Joalinion reala fei, eiklan Dar aberTfaeile der ))Diß buchsen sint in ain schissen gut

, mit Byinm iu Verbindung gekommen seien, IM So m;lil slricnell, BchuU darvß „lt

. sich seht wohl glauben, wenn nun, weife, wie die By- Es ist al„ geTUSl vf aj|iell ,,.,,,,„ gchibn

zantiner mit so vielen germanischen Völkern Verträge zu Man mag sj vbcr hüd| vml mdt.r llib„u gegenseitiger ßiindeshulfe abschlössen, z.B. milden Fran-

Das W( irlaseii wir, daß in den Kämpfen A,,f der Kehrseite wieder ein einfaches Geschütz auf

nach Allil.i's Tele Byzenl immer die SchwacherU ger- einem Geslell "»' <ler Unterschrift:

maiiischen Volker ««n die stärkeren in Schutz nahm, n ,, , j i .

„I)i|5 buch|i amen sunder sin hat

dnfa es z. B. den Slullliultci von lll\iieiim anwies, den r> . j

' Der swanlz ju dem turnen stat,

Stammverwandten dei Bugen, den Skiren nämlich, gegen ,. , , , .

Der Schussel sin mensur sol hau

die Golben ausreichende Hülfe zukommen zu lassen (Tri- ... ,. , ,

\\ il er maisteilich vnd wol stau.

scus, in dem 17. Abschüttle der Excerplc ; Bonner Aus- gabe, 8, 160 ) Auf dem zweiten Blatte, Seite a, gleichfalls 2 Ge-

Dief Ist freilich nur eine Hypothese; gewifs aber ist schütze, das eine auf einem Gestell, das andere mit 2

i>. data die Wohnsitze des llauptstockcs des rugiseben Uündungen, oben und unten. Auf den folgenden Blattern

Volkes nach den Kämpfen gegen Allila's Söhne (vielleicht sind Kriegsmaschinen», StreitlhOxme u. dgl. abgebildet,

auch schon IiiiIhi) ..;i um. liehen Donauufer gelegen unter andern eine Figur wie ein Igel; Unten die Schrift:

vom böhmischen Walde gegen die Horch, in den ^ ■• ygfi, sa|||J s|)jsen

Gegenden, wo einst die Quaden safeen." (Zeufe, die Vl|d •„, vers]anen mit ygen _

D cheo.) Diesem Lande im Norden der Donau, wurde Den wurf man och spiseu sol,

Ro*'1' •-" ueiPa«'«« Diaconus, im Pro- H(lles, du dicL vün jnen be(Jen (,7 kumt (ij,. wo| ..

log i Gesetzbuches vom König Kolbaris; auch; ßu-

goruni paliia, Rogaland, lliiguland) zu Tbeil. Ferner linden wir unter den freilich nicht sehr kun.-t-

Vot illgem Interesse dürfte vielleicht die Notiz sein, reich gezeichneten Figuren mehrere Boote und kleine

daf* noch im 10. Jahrb. der Ausdruck „de Bugis" zur Schilfe mit Geschützen. Endlich auch eine Katze, die

I telchnung des ehemaligen Rngilondes gebraucht wird, emSchwanz ein Sacklein hat, aus welchem Feuer hervor-

nachdem das Geschlecht der Bugen langst ausgestorben geht, unten die Schult:

war Jene Worte (de Bugis) finden sich naniluh in einem ,,,.,

„Willu wissen am andren satz

uim a. 90li in den .llouumcnlis boieis, \WI1I, P II, . . _ , .. .

' So vach vif am lehent katz

' " Die v|i der slat komen sy

Mach iiiii fürsäklin daby

Btaauscfaots. A»<«- Krleajamawehlneii und Geeehittze. Vnd bind dz der katzen an den swantz

w.nvr Von Ottmar 9ch0nhutb, Pfarrer, in EdelCngcn. |,h verstand im wol disen lanlz." Kri. „' ibedmxi

Die Bibliothek rlrs historischen Vereins für das wir-

lembergische Pranken besitzt dasFrogmenl cioer iuteres- (Mii einer Beilage.)

\ ir.uiiu oi tliche Redacllon :

Di iri-ih v. n / intfaefs, l>r. \. r. Byo. Dr. (!. h. Fi lann, Dr. Freih, Roth v. Schrcckcmir in.

Verlag der literarisch -artistischen Anilall dei germanischen Museums In Nürnberg,

d'Khi BBchdniclMMt,

BEILAGE ZUM ANZEIGER FÜR KUNDE DER DEUTSCHEN VORZEIT.

1861. J\° 1. Januar.

Chronik des in-nuauisclini Musculus.

Wenn wir in unserer letzten Jahresnummer von 18(iU, wo wir ein Klagelied über unsere beschwerlich« Banschnld von 50,000 fl. anstimmten, schliefslich in Hoffdang auf Ab- hulfe ausriefen: „unser Muth soll nicht sinken, wenn auch nicht Alles sogleich nach Wunsch gehr', so hat sich wah- rend der kurzen Zeit diese Hoffnung wohl gerechtfertigt, in- dem wir in dem den 'Standen vorgelegten Finanzgesctz des Königreichs Bayern lesen, dafs 10,00011. ßa u k o s t c nbei- trag für das germanische Museum aus den Staatscrnbrigiin- gen verwendet werden sollen, neben den 2500 fl. jahrl. Zu- schufs. Dafs die bayerischen Kammern bei ihrer deutschen Gesinnnng und der schon für unser Nalionalunlernehmen be- zeugten Theilnahme eher noch dazuthun, als sireichen, darf wohl nicht bezweifelt werden. Möchten nur auch die Kam- mern Preufsens und Hannovers, die einzigen der grölseren deutschen Staaten, die noch keinen Zuschufs bewilligten, bald nachfolgen, dann würde auch unsere Schuld bald getilgt sein, und dem Etat seine reine Rente zur Bestreitung der lau- fenden Bedurfnisse bleiben.

Der nun fertige Jahresbericht zeigt aus diesem Grun- de, sowie auch wegen hoher Porto- und Druckkosten, noch immer ein Deficit, obgleich möglichst gespart wird, und im Vcrhältnils wenig angeschafft werden konnte. Der Verwal- tungsausschuls bestimmte daher auch, dafs der Jahresbericht nicht so ausgedehnt wie der letzte gedruckt werde, und nur von 3 zu 3 Jahren ein so umfassender erscheine, der stets ein paar tausend Gulden mit Versendung in Anspruch nimmt. Dagegen wird die Chronik des Museums nachhelfen und, wie bisher die Geschenke für die Bibliothek und anderen Sammlungen, künftig auch die neu hinzukommenden Geldgeschenke und Jahresbeiträge monatlich anzeigen, auch in einer Extrabeilage für Februar nachtragen, was im J. 18t>0 gezeichnet wurde.

Die vor zwei Monaten erwähnte, vom Frauen verein in Berlin zum Besten des Museums veranstaltete Lotterie ist jetzt vollständig erledigt. Der Reinertrag, nebst innerhalb

des Franenvereina eingegangenen Beitragen, ist mit insge-

siiiiiuil 111 l'hlr. pr. dem Museum iiberiniltelt wordin. Die

vom II ii I r.sverci n fur dieses Wintersemester vorbereiteten, gleichfalls bereits erwähnten Vorlesungen werden, wie

folgt, jedesmal an einem Mittwoch gehalten werden: den 6.

Februar 1861 von Baumeister Adlet übet Baugeschichte Ber lins, den 13. von Fi muri hrnt. Irlirn. \. Lgdebui übet die Bitten nnd kunstgeschichtliche Entwicklung üer llcrnldili den 20. von Prof. Hr. Paulus Cassel aber den Fackeltenz, den 27. von Hofrath l. Schneider übet die Burgen und Stadiebefesti gnngen des Hittelaltet (al Forlsetzung), den 6 Mari von Dr. jur Tranlwein \ Belle abei du Dentschthnm des Elsas-

ses, den 13. von Ernst Koth über das geistliche Schauspiel des Mittelalters.

Neue Pflegschaften wurden errichtet in Dortmund, El- bo gen (Böhmen . Uadonilz (Böhmen), Ludwigsburg, Tuttlingen.

Seit Beginn des neuen Jahres 1861 sind, wie wir dan- kend hieniit anzeigen, nachstehende Ja hre sb eit rage ge- zeichnet worden :

Aus öffentlichen Kassen : die Städte Andernach 3fl. 30 kr., Bockenein (Hannover) 1 fl. 45 kr., Brauusberg (Preulsen) 8 fl. 45 kr., Breslau 5ÖThlr., liurgstadl (Sach- sen) 2 fl., Corbach ( Waldeck i .1 II. 30 kr., Darmstadt 2011., Dillingen 5 fli, Edenkoben 3 fl. , Ei sieben 7 fl., Esch wege 511., Ettlingen 5 II.. Pranken birg (Sachsen) 8fl. 45 kr., Gehren (Schwarzb.-Sondersh.) 1 fl. 45 kr., Gun- delfingen 511., Güstrow 8 fl. 45 kr., Iph o f r n Miltelrran- ken 4 fl., Meiskirch (Baden) 511.. Munchberg 5 fl., Ne- ckarsulm 3 fl. (einmal), Neuh al de nslebe n 3 fl. 30 kr., Neul's (Preulsenl 7 fl., Nossen (Sachs.) 5 fl. [5 kr. (einm.), Pfaffenhofen 3 11.. Potsdam 17 fl. .J0 kr., Koda (Sachsen Altenb.) 3(1. 30kr.. Markt Rosenheim 3 fl.1, Schweinfurt 10 fl., Stadthagen 3 fl. 30kr., Vaihingen 5 fl., Vilsho- fen 211., Weil 311.: die Amtsversammlung Göppingen 15(1.; ferner: der l.clnerverein desEllwanger Schulbezirks 3 fl. : die Harmonie-Gesellschaft in Gotha 8 H. 45 kr. (einm.).

Von Privaten: In Augsburg: k. Adv. Dr. Karl Barth 1 fl- 45 kr. : Biberach: Dr. med. Wiedcnmann 1 fl. 10kr.; Crefeld: Hermann v. Beckeralh 3 fl. 30 kr. (einmal), Hör. v. Brück 311. 30 kr., Willi, leniges 1 II. 45 kr., L. Kamp 2 fl. 20 kr., Dr. Marklin 111. 45 kr.. II. ter Mur IB. ]5kr.. Beal- schuldir. Dr. A. Kein 1 II. 45 kr., Heinr. Scheibler 3 fl. 30 kr., P. Schrick 1 fl. 45 kr., Dan. Schrörs 1 fl. 45 kr., L. Seyffardl sen. 111. 45 kr. , 0. C. Sohmann 1(1. 15 kr. ; Dortmund: Stadtrath Dr. Hasper 3 11. . 311 kr. : Gaildorf: Oberamtsrichter Franz llertling 111. 15 kr . Gerichlsakluar Beul, 111.; Hau- sen a. Koth: Pfarrer Kiene 111.: Ingolstadt: Schönfärber Gustav Arauner 111. 12 kr., k. b. Major v. Berg 1 11. 12 kr., Leihhnusbesilzer .1. Dietrich 111. 30kr., Haler II. Hanbensack

1 fl. 45 kr., l.elikiichiier Bcrthuld Karl 1 fl, 12kr.. Conditor II.

Leygeber 1 il. 30 kr., Huf- n. Waflenschmiedmeister J. Lonoer Ml. 12 kr., Handlungskommis B. Paurl fl. 12kr., BealiUtenbet.

L. Schwarz 2 fl. 42 kr.. Kupferschmiedmeister J. /.ml 1 II. u kr. .

Kempten: k. Adv. Ed. Lang 1 fl. I5kr.: Landshut: k.

Adv. Jos. Götz 2 11.; Ladenscheid: Kaufm. Fischet 111. 15 kr.. Kaufm. Turk 1 fl. 45 kr. ; M n n , I, , n : k \,h. h;)rl Aldosser Ml IT» Kr., k. Adv. Dr. Fr Buchner 111. 15 kr., k. \.U. M.iv Forster III. Mir., k. Adv. Karl Kienhöfei Ml. lökr., k \,i,. Gg. Fr Kronlng Ml. [5kt k. \d% IM Bit tei *. Sedelmair Ml 15 kr. ; Presburg: Kantot Volkmar s< (iuris I II. 13' l kr. (frfthi r 36 kl I : Schnai Itac h k. lt.' \ ierforster Kühlw ein 9 II ^ ernigei o d e Bat ■•■ 1 1 D. Herzer 1 II. 15

P i I" cheinigen \m dankend den Empfang det nach

stehend aufgefOhi (et benke

I. Für diis Archiv. Dr. Diotz. I'imI. ioi und prakllscbei vwt. in Nürnberg 1925 193* 18 i in M i. uii.i. n * Gericbtibriefe Narnbergei Schullhi ifsen, ! Kaufbrii f< eh l

t'l

Anzeiger flr Kunde «Irr deutschen Vorzeit.

•20

[938 1962. 6 Pap. Urkunden ». 1631 1645 u. 9 Abschrif- ten, 1570— 16 Stephan Wagner, Kaufmann, u Nürnberg: 1 95 Erlab des Kaiaen Pei dinaud 166 1 Pap. (964 Schreiben d. Ph. v. Lindcnfeli. 1676. I'ap. Brlab dei Sauen harl VI. 1713. Pap Dörr, Kaaaiei d< s german. Museums:

Rerert d. L. Schnell, Pflegen /. Lichtenau, f. d. Ka- tli .iiiii.i K l.i-tt r zu Nornberg. 1542. Pap.

II. Für die Bibliothek.

Dr. Anton Springer in Bonn : 10,064 l>' r> iknographiache Stadien. 186 1 Simderabdr.

Magistrat der Stadt Nordhausen: 10,065. I.esser's histnr Nachrichten r. d. Stadt Nordhausen, umgearb. u. forlgcs. v. Korslciuann. 1860. 4.

Adelh. Baronin v. Zwierlein, geh, r. Stnlterfoth, in Ellville (Hheingau) : 1 1. . ,. Mfred, roaanuepiachea Gedieht 3. Aufl. ls40. 8. 10,067. L)n\-.. theiaiache Lieder u. Sagen. 4. Aufl. 1869. 8.

Schweighauser'-i he Verlagahdl. in Hasel: 10,668. l.ui/, Basleriackea Borger-Bach. 1819. B.

10.069. Munch, d. BeersOge des chrisll. Europas wider die U-inaoen. 3 Ihle, 1823 u. L'3. 8.

10.070. Lutz. Rauraos. Kin Taschenbuch 1827— 31. 12. 111,1)71. Broumicl, d. Kampl d. Römer mit den Kimbern u.

Teutonen L829. 1. l'rgr.

10y072. Bankert, Abrib dei Scbweiaerhialorie. 1830. 8.

13. Andres, die Schweiz u. ihre Revolutionen. 1. u. 2. Mit. 1884 -v

10.074. Tacitoa, Germania. Text, Ueberselz. u. Erläuterung.

3 Abthigo. 1835 17 B.

10.075. D. goldene Altartafel hmter Heinrichs II 1836. 4.

10/176. Gelser, d. 3 ernten Jahrh. d. Scbweizergeaeb. 1840. 8.

10.077. Viaeher, nbei die Benutzung d. alt. komodic als ge- tchichll. Quelle 1840. Prgi

10.078. Slockmeyer u Beber, Beitrage xnr Baaler Buchdrucker- l .|,,,ln. 1840. 8.

10.079. Utte, Scbweizer-Sagen. Dil ue Samml. 18-42. 8. Micbelel u Quinet, die Jesuiten. 1843. 8.

10,081 Herzog d Leben Job. fjkolampada. 2 Bde. 1843 - M H itti »oi dem ewigen Bunde v. 1291.

1844

10,088 H d * i - 1 1 s,u ui.iriesi d, Schlacht bei St.

Jacob 1844. l

lim- ! Dl I dil Sl bl II bl Ol i St. Jacob. 1844. 1.

I iasaisch< Neojahnblalter. 1844 18. B. 10,086 Brommel, genealog. Tabellen mr Geachichle des Mit-

telalli n bia z. J. 1-73. qo. 2. 10,087. Baohart, Brzihiungen am dei Schweiaer-Geichichte. i Bde. 1846 17. - choren d rOm Pfandrecht, I Bd. 1-17. 8. 10,089. Boiiorf, d. < bronil ». d. Stillung dei Karlhauie im lindert n Baal I. 1847. 8.

/. n. I, der rom. Könige 18 19. I

10.091 Piai ber, loh Heynlin, g< n I iplde. 1861. -s

10.092 D I ! n Dienalmannenrechl » Basel, hrag « «I kernagel. I- i2 t

Upenroiei af d. J. lt v. I roblli b

leyi i li rian d n hweii II böte I Bd

I rdi ,i I egenreformi in den Vogteien Zwin- gen

10,09 Barganderkriegen 1866. 8.

10,097 i - Kindi r- a. Volksrcimi 186'

D ßerii btaordoang ». Baal i 1467 0. J. 4.

\\ ,i. ili.i, I, ,„ \\ n ., i,l i , , 1 101 l.i

H. I». Brönuer, Buchhdl,, in, Frankfurt a. M

lt.,, I,, li >. .1 Pfali in 1861

Dr. Adelb. v. Keller. I'niv.-Prof., in Tübingen: 10,101 Den., Nachlc-c zur Schill. -rliteralur. 1860. 4. Naturforschende Gesellschaft in Görlitz:

10.102. I'"- ÜJhaodlungen. 10. Bd. 1860. 8. Dieterlch'sche Bocbhdl. in Gotiingen :

10.103. Müller, Uenkmtler d. alten Kunst, bearb. v. Wieseler. Bd. 2. II ft. 1. 1860. u.U. 2.

10.104. Philologna; hrsg. v. E. v. Leulsch ; 16, 4. o. 17, 1. 1860. 's-

Fr. Kackhorst'scbe Behbdl. in Osnabrück .

10.105. Brovlcrmann's sammtl. Werke, brsg. v. Wedekind. 1840. 8.

10.106. Abalard und lleloise. Tragödie in 5 Akten. 1831. 8. Eduard Anton, Bnchhdl., in Halle :

10.107. Leo, zwölf Bucher niederländischer (ieschichten ; 2 Thle. 1832 u. 35. 8. '

10.108. Ders., d. malbergische Glosse -, 2 Hfte. 1842 u. 45. 8.

10.109. Ders., reclitudines Singular, personarum. 1842. 8.

10.110. Dera., feriensehriften ; 2 hefte. 1847 u. 52. 8. Adolf Bacmelster in Reutlingen :

10.111. Freidanks Bescheidenheit, neudeutsch bearbeitet von Ad. Bacmeister. 1861. 8.

IT. v. Urbanstadt, k. k. Finanzbei. -Kommissar, zu Eger :

10.112. Kirchme\cr, uralter Kuckucks-Brunn. 171S. 8.

10.113. 44 Stuck landesfursll. böhm. Mandate, 18. Jahrh. 2.

10.114. Geschichll. Notizen uber Falkenau, Dotierwies, Kobyla, Mayersgrün etc. Hdschr. 2.

10.115. Ermold, histor.-topogr.-statist. Erzähl, v. Graslitz. 1860. 8.

10.116. Statuten d. Bolzscbitlzen-Vereins z. Graslitz. 1853. 2.

10.117. General-Auschreiben der Ko. Ku. Ma. an alle Stenndt des Königreichs Behem. 1547. 4.

10.118. Königlicher Maj'Schrciben vnd Mandataetc. 1547.4. Hs. Dr. Rudolf Köpke, Univ. -Prof. , in Berlin:

10.119. Den., d. Gründung d. k. Friedrich-Wilhelins-Univers. /u Berlin. 1860. 4.

L. Metayer-Masselin, lnspecteur etc., in Bernay :

10.120. Dir-.. s.'-|iiiluir.s antiqaes decouvertes dans les ruines des bains Rom. a l'lasnes. 1860. 8.

Karl Köhler jun., Bachhdk, in Darmstadt :

10.121. Buchner, deutsche Ehrenhalle: LI». II 17. 4. £. Bechtold, Gymaaaiallehramtacand., in Harmstadi:

10.122. Ariatolelli ei Xenophonlis ethica etc. 8. 10,128. Bruchstücke e. Ist. Breviers. I'gnj. 16. Jhdl.

Dr. W. Buchner, Direktor d. höh Toehteraoh. in Crefeld't 10,124 Bucheoaa, ttber Barcard Waldia. 1858. 4. Prgr. 10 135. Tauben, de vita el Bcriptia P. Schedii Heliasi. 1859. 8.

10.126. r.Hageu, Ob. Jeao Faul.« Aafenth. in Bayreuth. 1857. 8.

10.127. Mandat dea Ruths an Frankfurt a. H. 1609. 4.

10.128. Drei fliegi ade Blatter a. d. J. 1848. 3. Franz Palacky, k. k. Uiatoriograph, in Trag:

10.129. Den., Geach. v. Böhmen. Bd. IV, 2. 1860. 8. Dr. Tr. Märcker. k. pr. geh. Archivrath etc., in Berlin:

10.180 Den | die enten Tage von Chnrlollenhtirg. ikho. s. J. C. Hinrichs'-clu- Buchhdl. In Leipzig

10.181 II bock dei Geographie und Sialiatik etc. Bd. 2,

i i.- 3 i, Bd. 4 Lrg. 3. 1860 B

Weidmann'., he Buchhdl., in Berlin:

10.182 Zeil ehr. f. deulach, Uterlhum, hrsg. \ Uanpt, XII, i. u. 2. im. 1860 B.

Herder», he Verlagahdl, in Preiburg: 1.0,133 Frischün's hohenzollerische Hocbseit, brag. A. BirUa-

60 8. lo,l I Programm .1. k, l>. Gymnasiums in Feldkirch [enlh i rkundenhuch i. Gesch. d. Edlen v. Emba. 1860. B.

Dr. Joh. Ncpom. Vogl, jub. nicd.io leir. Land-chalt- tgenl, in \\ i. ii 10,186 Di is . Blattei n. Trauben. 1843. 8.

21

Anzeiger für Kunde der denischen Vorzeil

22

10.136. Ders., Balladen, Romanzen, Sagen n. Leeenden. 3. Aufl. 1851. 8.

10.137. Ders., poet, SylvCBier-BochleiB. 2. Aufl. 1856. 8.

10.138. Ders., Blumen. 2. Aufl. 1857. 8.

10.139. Ders.. Volkskalender. 1861. 8.

(0,140 Ders., >i erste Besuch in den Wiener-Katakomben im 1H. Jahr*. 8. K. k. Direktion d. administr. Statistik in Wien : 10,141. Dies.. Mittheilungen, 8. Jahrg. u. 9. Jahrg. 1. Hfl. 1860. 8. Adolf Müller, Buchhdlr. u. Stadtrat!), in Brandenburg: 10,1-12. Seidel u. huster, Bilder-Sammlung. 1751. 2.

Dr. Fr. Thudichnm, Privatdorent a. d. Univ. Gleisen: [0,143. Ders.. (1. vormalige Reichskammergerichl u. seine Schicksale. 8. Gustav Frhr. v. Bonstetten in Bern: 10,141. Ders., Supplement au recueil d'antiquiles Suisses. 1860. 2. Verein f. Gesch. n. Alterth. Schlesiens in Breslau :

10.145. Ders., Zeiisehrifl ; 3. Bd. 1. Hfl. 1860. 8.

10.146. Codex diplomat. Silesiae. 3. Bd. 1860. 4. Historischer Verein f. d. Niederrhein in Köln:

10.147. Ders., Annalen. 8. Hfl. 1860. 8. nebst 6. Bericht. Historisch Genootschap in Utrecht

10.148. Dies., Codex diplomat. 2. ser., 4. d. , 2. afd. (bl. 13 19.) 8.

10.119. Dies., Kronijk; 16. Jaarg. 1860. (bl. 1—13.) 1860. 8.

10.150. Dies., Berigten; 7 decl (bl. 6—8.) 8.

K. Schaff er. k. Eisenbahnmasrhincnmstr., in Saarbrücken :

10.151. Zober, Gesch. d. Belager. Stralsunds durch Wallen- stein, im J. 1628. 4.

10.152. Homann'sche Landkarten. 4 Bde. 1700 80. 2. Dr. Brenner-Schäffer in Neustadt a. d. Waldnaab :

10.153. Pegius, Dieiiktbarkhaiten Stattlicher vnnd Bawrischer Erbaigen etc. 1560. 2.

10.154. Ders., de jure emphyteutico. 1559. 2.

10.155. Ders., de jure et privilegijs dolium. 1559. 2.

10.156. Henrer, von Forstlicher Oberherrligkeit etc. 1560. 2.

10.157. Memorial an ein hochpr. Corpus Evangelicor. etc. 1746. 2.

10.158. Ausführl. u. Artenmals. Species facti etc. 1743. 2.

10.159. Imploratio pro reslitutione in integrum etc. 1759. 2.

10.160. Staats-Archiv d. k. Cammcr-Gerichts. 3. Thl. 1759. 4.

10.161. Desing, Reichs-Historie. 1767. 2.

10.162. Loco replicarum abgenOthigt - unlerthanigsle Beleuch- tung etc. 1791. 2.

10.163. Schutze, d. Geschichte v. Hamburg. 1. Thl. 1775. 4. Slebigk, herzogl. Hauptni. a. D., in Dessau :

10.164. Tholosan, die Begebenheiten des Keldzuges in Sach- sen etc. 1758. 4.

10.165. Kunik, d. Berufung d. schwed. Rodsen durch d. Fin- nen u. Slawen. |. u. 2. Ahlliril. 1844 f. 8.

10.166. Leopold v. Anhalt-Dessau, Selbstbiographie v. 1676 1703; hrsg. v. Siebigk. 1860. 8.

Jos. Joh. Lenhart, jnb. Bürgermeister, in Karlsbad:

10.167. Der-.. Fortsetzung d.Heniorabilien Karlsbads. 1860. 8. Dr. Heinrich Leo, Univers.- Professor, in Balle:

10.168. Der-., quae de ic ip o Cynevulfos poets Anglosaxoni cus tradiderit. 1857. 4.

Dr. L. A. Burckhardt in Basel :

10.169. Ders., d. Hofrodel von DinghOfen Baselitcher Lottcs- hAusei etc. 1860. s.

Das Cantonsbibliothekariat zu Zarich :

10.170. Fritzsche, Catalog d. Bibliothek der Cantonal-Lehran-

stalten in Zürich. 1859. 8.

Sondermann, k. Landgerichts \-^--s,>r. in Manchberg:

10.171. Luther, deudsch Catechismns. 1565. 8.

10.172. Bugenhagen, d. Leiden vnd Auferstehung vnsers Herrn Jbesn Christi. 1567. 8.

10.173. Luther, d. ZwelfTle Capitel Danielis. 1560. 8. 10,171. Christliche Vermanungen etc. 1567. 8.

10.175. Vier Christliche Loh Gesänge etc. 8.

10.176. Algemeiner Noth vnd Kirchengebett, 1620. 8. S. Höhr, Bnchhdl., in Zflricb :

10.177. Siitermeisier. schweizerische Hatrsspruche. 1860. 8. Ottmar F H. Schönhuth, ITarrer. in Edelflngcn:

10.17S. Ders., d. Burgen. Kloster, hirchen u. Kapellen Würt- tembergs; 3. Bd., 7. 10. f 1 lt. 1860. 8. C. Kehrer. grall Erbach. Archivrath, in Erbach

10.179. Verschiedene Schreiben, den Bauernkrieg betr., Waf- fensrliaii; Einladung der Stadt Strafsburg zu e. Schei- benschießen. Hdsch. 4.

10.180. Die Franzosen unter Melac in und um Heidelberg, lldschr. 4.

10.181. Cometen, Propheten. Hdschr. 4. Mährischer Landes -Ausschufs in Brunn:

10.182. Ders., codex diplomat. Moraviae: VII, 1. 1858. 4. Literarischer Verein in Nürnberg:

10.183. Ders., Album für 1861. 8.

Friesch Genootschap etc. zu Leeuwarden:

10.184. Dies., de vrije Fries; 2. deel. 2. u. 3. st. u. 3. d. 1. st. 1860. 8.

Historischer Verein in Mittelfranken in Ansbach:

10.185. Ders., 28. Jahresbericht. 1860. 4.

H. R. Sauerländer. Verlagsbnchh., in Aarau :

10.186. Argovia; hrsg. v. Rochholz u. Schroter. Jahrg. 1860. 8. Verein f. Heimathsk. d. Karkreises in Wittenberg:

10.187. Ders., 4. Jahresbericht. 1859—60. 4. 2 Expl. Dr. J. Gg\ Ad. Hübsch. Pfarrer, in Naila :

10.188. Ders., Gesees u. seine Umgebung. 1842. 8.

G. Schönfelds Bnchhdl. (('. A. Werner) in Dresden:

10.189. Petzholdl, n. Anzeiger f. Bibliographie -. 1860. Hft. 9 12. 8.

F. A. Stocker'schc Verlagshandl. in Frick :

10.190. Die Schweiz: 3. Jahrg. 8.-12. Heft. 1860. 8. Trowitzsch & Sohn, Hofbnchdr., in Frankfurt a. 0. :

10.191. Monatsschrift f. d. Städte- u. Genieindewesen: hrsg. v. Piper. 6. Jahrg.; 10.— 12. Hft. 1880. 8.

M. Du Mont-Schauberg'si :he Buchh. in Köln :

10.192. Organ f. christl. Kunst etc. 10. Jahrg. Nr. 19 24. 1860. 4.

L. Frhr. v. Ledebur, Direktor etc.. in Berlin :

10.193. Wochenblatt d. Johanniter-Ordrns-Balley Brandenburg, hrsg. v. L. Frhr. v. Ledebur, 1860. Nr. 1 12. 4.

Architekten- u. Ingenieur- Verein in Hannover:

10.194. Ders.. Zeitschrift: Bd. VI. 1. [860. 2. Gesammtverein der deutschen Geschichts- u.

Alterthums-Vereine in Stuttgart:

10.195. Ders., Correspondenz-Blalt. BJhrg. Nr. 12— 15. 1860. K. Böhmisches Museum in Prag:

10.196. Dass., I'amalkj arehaeologicke : IV. 1. 1S60. I.

Jos. Zahn, Professor, in Presbnrg:

10.197. Ders., niederöaterr. Bannlaidingc. ISiIO. S. Sonderahdr. A. Emmert. !>• d. I>. k. Prfltur in Riva

10.198. Statuti delPorfanotrofio fomminile di Trento. 6, Meyer'-<h> Hofbuchhdl. in Detmold:

10.199. Preufs u. Falkmann, lippischi Regesien; LH 181 Hugo Suringar. Buchhdlr., in Leeuwarden:

10.200. Essai dune bibliographie de la litter. Frisonne. 1 B

J. K. Schuller, K. k. Statlhalterreiralh, in Uermannsladl : Der-., das Todauslragen u. .1. Huorlef. 1861

Franz Streber. Dir. d. Munzkab. u. Prof., in Hanchen: 10,202. Ders., flb. d. sog Regenbngenschasselchcn; l 181

J. C. Hofrichter. I. k. Notar, in Windisch-Gras : 10,208. Insichten ■! Sti li i k; 11 o l.' Hft, qu. 2.

tuceiger für Kunde der deutschen Vorzeit.

24

Statist Bureau d k Minist d Innern in Drcsdn: 10,204. Da*., Zeitschrift, 6. J ;• h ri^. 1860. :;r. B 10,205 SOsscd, lli-t- 'l Stadtgena KOnigalein. 1756. 8.

10.206. Gercken, HiaL d. Stadt u Bergvea tnog Stolpen. L764 8

10.207. Richter, Chn :ad SladtChemnilz. 2Thle, 1764- 67. I.

lo.-ji - hisior Beschreib, einiget merkw. Stldte in

Erzgebdrge. 1. Tbl. 1776. I.

10.209. Beytrag au e. Geach. d. Stidtlein Geringe walda. 1777 t.

10.210. Bergnei Beachr. ■! Scbloaaei u Städtchen* Schellen- berg. 177& 1.

10.211. I rainua, in » 1 1 . r . Untersuchung der hm In- n. d. hlo- iti i . St Ura im dei Stadl Hei len. l . -<

10,212 Goiaiager, Geschieht! .1 w Uohnatein. 1786. 8.

10.213. Dietmann, Kirchen- n. Sehnten -Geach. d. Schönbnrg.

ei in Meifaen. 1787. 8.

10.214. Hunger, Denkwürd. a. Fiuanzgescb. i Saehaen. 1790.8. 1 1 > . _• 1 r. lonrnal lur Saehaen. 1. Bd. 1792. 8.

10,216. Leonhardi, Erdbeachreib. d, chnrf. u. hcrzogl. saebs.

Lande. I Bde. 3 Aufl. 1802- 6. 8. 1H.-.M7. .V Lauaila. Magaain; Jahrg. 1821—26; 28—34. 8.

10.218. Dietrich u. Weber, Uebereichl d, Geach. d. Bergbaues im k. ilcbi Erzgebirge, 1822. s.

10.219. Beiträge tut Geach. d. Cultur der Wissensch., Künste ii. Gewerbe in Sachsen, 1823. 8.

10.220. Rohlfeldt, d. 3. Slknlarfeiei d. Einführung d. Refor- mation in Dreaden. L839. B.

Dr. Andresen, i H i:iim gennan. Museum:

10.221. Iiiiiu|i|i. d. 5 Ordnungen in Portalen etc. 2.

Dr. H. Zöpfl. Uofralh n Univers.-Prof., in Heidelberg: ln.."j_'. I >. i - . Uli trtbümi i d. deutschen, Reichs n. Hechts. 2. Bd. 1860 - Cb. G Ernst am Endo, BucbhdI.j in Dresden : 10,223 v Biedermann, aber d. Pflichten u. Rechte d. Hitter- goUbe*(U>er. 1860. B.

10.224. II' ink . denkwürdige Momente au* Napoleons Aufent- halte in Sa< haen I B60. 8.

10.225. Rcnlaach, Gewerbefreib. u. Inizugigk. 1861. 8. 10,221 p Sitzung d. volkawirihichaftl. Gesellschaft f.

ii. aieb*. Lande am 8. Ocu 1860 im Dreaden. 4. !7, Manilius. Andenken and. Festung Köuigstein. isiiO. 8. Polytechniacher Verein in Worzbnrg: 10,228. Dt-. Wochenschrift. 10. Jhrg. Nr. 40— 62. 1860. 8.

III. Für die Kunst- und Altei'thums- sammlung.

Dr. Andreaen, Conaerv *m germ. Mnaenm:

Ahm. hi der Karthause an Nürnberg, Rdrg. v. G.Adam. Dr Beeg, Rector '!■ r Gewerbscbule au Pflrlh :

n, 2 poln. Mflnaen v, L640n, 1590.

Frlmbs. Rechtsprakükanl, in Regenabnrg:

Siegelstock v. iK Jhdt., 3 Lackabdrdcke von solchen umi venetian SilbermOnae v. 13. Jlult. v. Neumann, Platzadjutant, in Regenabnrg:

3539. - Lackabdrdcke \. Alteren I neueren Siegelstocken.

Essellen, Hofrnth, in Hamm :

2 Hnfeiaen v. Maulthieren. wahrschein), a. beidn. Zeit. Oelsner. I*. pr. Steuerinspektor, in Hof: 8541. Prtgstock I <-. Medaille des Georg Volkamer.

3542. Säbel mit eingraviertem dsn. Wappen, v. 18. Jhdt, N. v. Urbanstadt, k. k. Finanzbea.-Kommiaaa'r, inEger:

3543. Wappen de* F. Hentaler, Kpfalch.

3544. - Lacksiegel der Stadt Heinrichsgrün.

3545. 22 Abdrücke von filteren u. neueren Siegeln. Ungenannter in Nürnberg: t

3546. Facsiniile einer Handzeichn. v. A. Ddrer, Kupfcrst. v. M. C. Prestel.

3547. Hunder Holzschnitt v. Auf. d. 16. Jhdt*. zum Bekleben eines Schachteldeckels bestimmt.

C. Heffner, Magiatratsralh, in Würzburg:

3548. 140 (ivpsabgusse v. mitlelalterl. u. neueren Siegeln. Prof. Butters, Direktor des Gymnas. in Zweihrucken :

3549. Grofse Silbermedaille auf d. Hubertsburger Frieden. C. Kehrer, grafl. Erbach. Archivrath, in Erbach :

3550. (irnl'ser verzierter u. vergold. Gürtelhaken v. 18. Jhdt. Dr. A. v. Nitschkc in Braunschweig :

3551. Ein bei Rardorf im llzgth. Braunschw. gefundener Keil von Feuerstein.

3552. Ililiksheiiner Zweipfennigstück v. 16. Jhdt. Prof. Dr. Bürger in Straubing :

3553. 2 auf dem üstcrfelde bei Straubing gefundene Pferde- gebissc v. 17. Jhdt.

3554. Kfirnten'sche , Weifsenburg. u. Augsburg. SilbermOnae \. 16. u. 17. Jhdt.

Schäffcr, Eisenbahn -Maschinenmstr. , in Saarbrück : B55 Keil von Feuerstein. Siebigk. b. Hauptmann a. D., in Dessau :

3556. Broncemedaille a. d. Vermähl, d. Erbpr. Friedr. a. Anhalt. Sondermann, k. Landger.- Assessor, in Münchberg :

3557. 10 kleinere Silbermflnzen n. 12. 17. Jhdt.

3558. Messingjeton u, 2 Kupfermünzen v. 16. n. 18. Jhdt. 1 Magdeburger halber Thaler v. 1629.

1560. Regensb. Silberjeton v. 1610 u. eiserne Medaille v. 1823.

Cyprian Pescosta, Caplan, zu Castell Thnnn : 3561. Abbildung zweier reichverzierten Pulverhörner v. 16. Jhdt. und mehrerer Siegel v. 15. Jhdt.

Prof. Dr. J. D. C. Brugger in Heidelberg .';M',l.'. Christus am Kreuze, Holzschnitzwerk i 18 Jlidt.

Frh. v. Bernewitz, k. sfiebs. Hauptm. e. D., in Nürnberg: 356 I. 6 Zeichnungen nach mittelalterlichen Burgen.

I lii'iniii, der historischen Vereine.

Zeitschrift für die Gi und Alterthums-

künde 1 Im Namen des historischen Yereiu* fur

Ermland i eben vom Domkapilular Dr. Eicbhoru.

Zweites Hefl i von Frau/ Kirchheim.

I raprong und Bedeotnns, nnnmeni Elektron,

w.n Prof Di. Beckmann Da* Verhlllnifi de* Blachob Lu- H Irode tum deui i bi n Orden \i t. I v on Prof. Dr li.. Geschichte dei erinllndiscbeo Bi 'ii"i<

I lulai Dr. Eil hhoi d.

Uebei den Ni n Preufsen, von Oberlehrer Dr. Bender.

Nachtt ige v . n demselben. - Nikolaus Koppernik, ein Deut- Von Prol Dr. Wnllericb. Chronik de* Verein*, von Prof. Dr Thiel.

Drittel Heft, 1860: Da- Verhaltnifs de* Bl»ch. Luc* i Watzclrode etc, v II Geschichte der ermlfind. Bischofs

Wahlen. (FortSClZ.^ Zur preul-l -i hi-ll Hl aelralenklllldr. VOn

Oborlehrei Dr Bender. Hünengräber bei Laulern, von Ge richtsassesioi Brcyei Uebei den iltpreufiisch titanischen

25

Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit

26

Bernstcinnamen Gentarcs oder Gintnras, von l'rof. Dr. Beck- mann.

M ii hu m en ti historiae Warmienais. 1 Alilh. Co- dex diplomaticBa Warroienais, oder Kegesien und Urkunden zur Geschichte Ermlands. Gesammelt und auf Veranlassung des hi- storischen Vereins für Ermland herausgegeben von C. P. Wölky, 'Donmkar in Frauenburg, u. J. M. Saage, Sekr. u. Archivar bei der bischoflich ermlaiidiscben Curie. Zweite Liefe-

rung. Regeelen, Bogen 3—7. Diplomata, Bogen 13 21. Dritte Lief. Kegesteiv, Bgn. 8 13. Dipl., Bgn. 22 32 etc. Mainz, 1859. Franz Eirchbeim.

Verhandlungen der gelehrten estnischen (le- se lisch a f t zu Dorpat. 4. Band. 3. Heft. Kalewipoeg, 3. Liefer. 1859. '. Heft. Kalewipoeg, 4. Liefer. 1859.

Verein für Lübeckische Geschichte und Alter- t Ii u in sk u n de. Codex d i p lom a t i cu s Luhecensis. Lu- beckisches Urkundeobuch. 1. Abtheilung. Urkundenbuch der Stadt Lübeck. Erster Theil. Zweiter Theil. 1. Hälfte. Lübeck, Kriedcrich Aschenfeldt. 1858. 2. Hälfte 1859. (Ur- kunden bis 1300). 4.

Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Ge- schichte und Altert h u msk u nd e. Hft. 3. Lübeck, 1860.

Die staatsbürgerliche Stellung der Handwerkerkorporatio- nen in Lübeck, vom Staatsarchivar Wehrmann. Aus den Aufzeichnungen des liibeckischen Bürgermeisters Henrich Bro- kes (Fortsetzung) von Oberappell. - Halb Dr. Pauli. Caspar Hülste, Prediger an St. Petri ; vom Oberlehrer Sarlori. Die ehemalige Sangerkapelle in der Marienkirche , von Staatsar- chivar Wehrmann. Die Backer zu Lübeck in den Hunger jähren 1545 47, mitgeth. von Oberapp.- Halh Dr. Pauli. Misccllen: Aeltere Slraferkenntnisse aus dem nicht mehr vor- handenen über judieii. mitgetlieilt von dems. Ein Recept aus dem 13. Jahrh., mitgelheilt vom Slaalsarchivar Weliriuann. Zwei Iteisi-passr aus dem 15. Jahrb., von dems. -— Heidni- scher Steinbau bei Blankensee, von Pastor h. Klug. Ge- schichte des Vereint wahrend der J. 1855 59.

Jahrbücher und Jahresbericht des Vereins Im M e k I e n b u r g i s c h e Geschichte und A 1 1 e r t h u in s k u n - de, herausgegeben von G. C. F. Lisch und W. G. Beyer, SekreUren des Vereins. XXV. Jahrg. 18tJ0.

A. Jahrbacher iur Geschichte. Widmung. Ge-

schichtliche Nachrichten aus dem Kloster Wienhausen über das meklenburgische Fürstenhaus, I VI, von Dr. Lisch. Daa Kloster Wienhausen, von dems. Elisabeth von Wen den, rochier Borwin's I., von dems. Hechtild von Lüne- burg, Gemahlin Heinrich's I. von Celle, von dema. Marge

reibe min Lüneburg, in inalilin Heinrich s II. von Meklenburg

Stargard, von dema. Jutta vonMoya, Gemahlin Johann'a IV. von Meklenbnrg-Schwerio, von dems. Helena > < > ■■ Rogen, Ge mahlin Johann's III. von Meklenburg, von dema. Uebei

das Begrabnils Nikolaus des Kindes von Rostock, mhi dems. Uebei dii Nachkommen des Porsten Pribislaw von Richen- berg, von dems. I aber das meklenburgische Wappen und besonders Ober den ilargarrt. Ann- \<m dema Hil drei lioli schnitten. Nachtrage. Die Besitzungen dei Grafen *"n

Schwerin am linken Elbufer und der Ursprung der Grafen, vom Staatsminister a. D. Freiherrn von Hammerstein zn Ver- den. Mit drei Steindruektafeln und drei Holzschnitten. Die Bewidmung des Klosters Keinbek. von Dr. Lisch. Ur-

kunden-Sammlung, von dems.

B. Jahrbücher für Alterthumskunde. I. Zur Allerthums- kunde im engeren Sinn. 1. Vorchristliche Zeit. a. Zeit der Hünengräber, b) Zeit der Kegelgraber. (Jeher die ehernen Wagenbeken der Broncezeit, von Dr. Lisch. (Nachträge] Ueber das Kegelgrab von Petersberg, von Pastor Masch zu zu Deinem. c. Zeit der Wendengräber, lieber den Wen- denkirchhof zu Wotenitz, von Dr. Lisch. II. Zur Ortl künde. III. Zur Baukunde. 1. Zur Baukunde der vorchrist-

lichen Zeit. Ueber die Burg und das Land Gotebant, von Dr. Lisch. 2. Zur Baukunde des cliristl. Mittelalters. Ueber die Kirche zu Frauenmarh , von dems. Ueber die Kirche zu Ludorf, von dems. - IV. Zur Wappenkunde. Ueber das Wappen des Geschlechtes von Knuth, von dems. Mit einer Steindrucklafel. V. Zur Geschlechterkunde. Ueber das Geschlecht von Koppelow, von dems. VI. Zur Münzkunde. Siebenunddrei fsigster Jahresbericht der sc hl e- sisehen Gesellschaft für vaterländische Kultur. Enthalt : Arbeiten und Veränderungen der Gesellschaft im J. 1859. Breslau etc.

Zeitschrift des Vereins für Geschichte und VI- terthum Schlesiens. Namens des Vereins herausgegeben von Dr. Richard Röpell. Dritter Band. Erstes Heft. Breslau, Joseph Max u. Comp. 18G0. 8.

Charakteristik der schlesischen . besonders Breslauer Ar- chitekturen. Mitgelheilt von Dr. Wilhelm Weingärtner. Die Chronik der Augustiner Chorherren zu Glatz. Vom Ar- chivar Dr. Wattenbach. Spitaler für Aussätzige in Schle- sien. Von dems. Zur Geschichte von Breslau im .1. 1741. Von Dr. Eduard Cauer. Paul Winklers Selbstbiographie. Mitgelheilt von Prof. Dr. August Kahlerl. Schicksale der im Kreise Plefs belegenen königlichen Domänen-Amls-Dörfer Imidin, Chelm und hosztow, vom Regiernngs-Rath Schuck in Oppeln. Ueber die Einwohnerzahl Breslaus gegen Ende

des sechszehnten Jahrhunderts. Vom Regiei ungsrath Dr. Ber-

ir i n - in Breslau. Einleitung zur Geschichte der evangeli- schen Kirche in Brieg. von Kreisgerichtsrath Moller daselbsl

Misi eilen, vom xn'hiai Di. Wattenbach. Feuerordnung vom J. [840 zu Liegnitz. Mitgeth. von Dr. Sammler.

Codex diplomaticus Silesiae. Heransgeb. N<>m Vei eine fur Geschichte und Alterlhum Schlesiens. 3. Band. Rech onngsbflcher der Stadt Breslau. Breslau, t. Max u. Comp, 1860.

Henricus Pauper, Rechnungen der Stadt Breslau von

135s. nebsl zwei Ralionarien von 1886 u. i.'i^T. dem über lui|ieri. iuris vom J. l : ; 7 7 und di n Rlti sti u Breslaoei Statuten. Namens dea Vi n ina i Ii hi rausgegi ben >'>n Dr, Colmai Grün bagen, Privatdokenl eic. 1.

Variscia. Hitlbeilungen aus dem Archive dea \ landischen Allerlhumsforschenden Vereines, herausgegeben von Fr. Alberii. Pfarrer tu Hohenleuben, Sekrets* Vereins.

Fünfte Lieferung Mit einei fafel lilhographischei Vbbildun-

Anzeiger Für Kunde der deutschen Vorzeil

28

gen. Im Selbstverlag, des Vereinet. Gnu. In r, Immission bei Ouo Henning.

Zweite und dritte Fortsetzung dir Bruchstücke aus der Chronik Gera') ron Herrn K. Farbringer, llofralh und 0 bflrgermeister in Gera. Fortgesetzte Beitrfge zu Reufs-G

beii Sitten . huliur- und Religionsgeschichte, von dcms. Dil Sueven oder die Flufavolker de» allen Germaniene, \ OD II Pfarrer Fr. Volkmar Resch in Tschirma. Die Bcrg- \ i. i k< r dei alten Germaniena, ron deme. Die aweite -nrln -i Im Grenzmark, ron Hofbibliothekar F Bahn tu Gera. Bruch- ■lOcke in einer Schilderang dei kirchlich-religiösen Zustan- dej unterer Gegenden am and »01 dei Zeil der hirchen- rerbeaterang, vom II. Pfarrer kapbabn. Jahresberichi bei

,|,i Hauptversammlung in klein-I)racli9dorf über das Vereins- jahr 1855 56, v,m II. Cand. Oschatz. Desgl. 185G 57, 1867 58, ron demt. Urkunden, mitgelheilt von Dr. Her- zog. — Jahresbericht von 1859. - Hittheilungen aus dem Archive von Dr. Schmidt. 1. BegrSbnifskoaten des Amtahaupt- manm Caspar von Thol's in Uobenleuben. '2. Gemeindeord-

nung von Heinrich 1. Grafen Rebifs. Ermordung des Lieu- tenants Boble. Miseellen aus den Archiv-Repertorien, von Dr. Schmidt. Auszüge aus dem Gemeine-Brief des Dorfes End- ■chatz. - Die Bezahlung von 30 Pferden. Urkunden, mit- gelheilt und beglaubigt von dem Freiherrn von Heitzenstcin in Manchen. Fortsetzung des l'atalogs der Bibliothek des Voigtlandischen Allerthumsforschenden Vereins.

\ a e li r i c h i e n.

liilrrutiir.

Neu erschienene Werke.

I knaleeta Norroena. Auswahl aus der islandischen um! norwegischen Literatur ilc> Mittelalters, herausge- geben von Theodor Nullius. Leipzig. Hinrichs. 1S.V.L - \|V. J19 Sin.

Seltaamei Weite hauen fast tu gleicher Zeil drei Sprach- gelehrte: Mobius, Luning (Edda) und Pfeiffer (.Lesebuch), ohne Verabredung die Idee, vermittels! der Presse die Deut-

i n, it dem tllnordiacheu rertraut zu machen. Seit dem

nicht mehr genugenden Dietrich'sehen Lesebuch war wenig dafür

geschehen, und 10 mttg denn dei dreifache Segen willkommen

,ii «erden. Das Meiste I, ringt Mohius, der liehen den

An.ilekien noch eine Sacmunds -Edda herausgegeben und für

beide Werke ein Worterbach nebtt Grammatik erwarten lafst.

Die Analekta beschranken sich auf die Prosa und enthalten ..in charakteristischer, lur Grammatik und Wörterbuch mog-

lichsl I rgi( I igt i l'iirm und in zuverlässigen Texten" vollstän- dig Yoglülga laga (ans lleimskringla) , Islcndingabiik und

Gunnlaugs tage, lerner drei Interessante, bithei angedruckte

Stink, und in grOfserem l'mfange Auszug! Snnrra-Kdda,

Ni I hnlii .ig; lialalhingtlOg

u. « »v . wogegen ani leichter luglnglichen Saga ausgaben kein,- Entlehnung stattfand Deberall wurde die in den neu- rrn nordischen Ausgaben abliebe Orthographie sngewendel

Um Leaei tach mil der Orthographie dei H I

i nl />. mal heu , ,si aiih.H.i Ine chrono

ordni ie Beihc »"n Probt n idi» hi d und nor-

Handtchriften dei 12. 15. Jbdla, gegeben worden, Anmerkungen tu den eingettrenten Vei . ,iii,in richtigen Leien dertelben kurz dit Qut Den, welchen die milgetheillen Pro- ben entnommen sind, gibt d.i> \,,iw,,ri Auskunft. Brllnle i.i"- ii rorbehalloB.

2) Edda Saemundar hin9 Pro da mit einem Anhang zum Theil bisher ungedruckter Gedichte herausgegeben von Theodor Mohius. Leipzig, Hinrichs. 1860. 8. Will, 302 Sin. Der von Munch 1847 zu Christiania herausgegebene Text der altern Edda liegt dem sorgfältig revidierten der vorliegen- den Ausgabe zu Grunde, und die daselbst befolgte Normali- sierung der Orthographie wurde nicht nur beibehalten, son- dern noch strenger durchgeführt. Nur die Slrophenfolge der Voluspä wurde in die der Raskischen Ausgabe verändert, nm in frühem Werken vorkommende Verweisungen auf dieselbe nutzbar zu machen, aus welchem Grunde auch eine Verglei- chungstafel der eint ' mit der andern Ausgabe für die ganze Edda am Schlüsse beigefügt ist. Andere Abweichungen ver- zeichnet das Vorwort, das zugleich literarische Erläuterungen gibt. Zu den von Munch mitgelheilten Fragmenten eddischer Poesie sind hier noch drei hinzugekommen. Der Anhang ent- halt zunächst die den Edda-Ausgaben gewohnlich beigefügten liedichte : Hmgaldr, FiAlsvinnsmäl , Hralnagaldr, Sdlarliodh . e9 folgen : Haraldsmal, Eiriksmal, llakonarmäl, Thrynilur und Rimur al'Vnlsungi hinum ohorna. Sodann werden Baldrs drau mar und Vnlnspa, letztere zweimal, noch in möglichst getreuem Abdruck ihrer Handschriften mitgetheill. um ein Bild der ur- sprünglichen Schreibweise und Fassung zu geben. Zur hes- sern Beurtheilung der Voluspä sind aufscr den Abweichungen der Strophenfolge auch die Lesarten von fünf Pergamenthand'

Schriften zusammengestellt. Zu der Edda oebll den ersten fiel Gedichten dei Anhangs gehurt ein beigegebenes Namen regisler. Das noch i m -kslandige Glossarium .Niiimenum soll

au, b den Worttchati dieier Edda -Ausgabe amfBtten.

.;) Wörterbuch der tltmtrkiich plattdeutschen Hnndarl von Johann Friedrich Danneil. Sali wedeL, i D Schmidt L859. B. MI, 300 Sin.

Dei in dietem Idiotikon niedergelegte Wörterachati ge

hört nur der lebenden Hnndarl in und schlielsl aulscr Ge

29

Anzeiger fur Kunde der deutschen Vorzeit.

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brauch Gekommenes aus. Die Etymologie ist sparsam ange- wendet, beschrankt sich auf das Zunachstliegende , gebt na- mentlich auf das Altsächsischc und Gothische zurück und lal'sl sich auf Conjunkturen nicht ein. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Synonymie geschenkt und lobenswerlhe Berück- sichtigung fanden die Kinderspiele, Volksreime und sprich- wörtlichen Redensarten. Von den letztern finden sich viele Zusammengestellt unter dem Worte „Sprfikworl" und in den Zusätzen unter „Sprekwör". Der Zusätze und Berichtigungen (S. 253 281) ist, wie es bei dergleichen Werken zu gesche- hen pflegt, eine grolse Zahl nachgeliefert worden. Die Or- thographie sucht in einfacher Zeichensetzung die Aussprache, über welche die Vorrede nähere Angaben macht, möglichst getreu wiederzugeben. Bei den stark biegenden Verben fin- det sich der Ablaut im Präteritum und Partizip bezeichnet: das Geschlecht der Substantive ist nur ausnahmsweise hinzu- gefugt. Das angehängte Register der hochdeutschen Wörter, durch welche die plattdeutschen erklart sind, wird Vielen eine willkommene Zugabe sein.

4) Sagen, Gebrauche und Märchen aus Westfalen und einigen andern, besonders den angrenzenden Ge- genden Norddeutschlands. Gesammelt und herausgege- ben von Adalbert Kuhn. Leipzig, F. A. Brockhaus, 1859. 8. 1. Theil : Sagen. XXVI, 376 Stn. - 2. Theil : Gebräuche und Härchen. XII, 316 Stn.

Der rühmlichst bekannten Sammlung „Norddeutscher Sa- gen" von Kuhn und Schwartz schliefst sich die obige, eben- falls zum grölsten Theil mundlicher Ueberlielerung entstam- mende, reiche Nachlese ergänzend an. Hier, wie dort, wur- den die Sagen nach den Fundorten zusammengestellt, indem mit den Gegenden nördlich der Gebirge des linken Weser- ufers begonnen, zum Alnnsterlande, der Grafschaft .Mark, dem Südcrlande und Sicgcnschen, dem Paderbornischen, Lippe- schen und Ravensbergi>chen übergegangen und mit den Ge- genden zwischen Weser und Elbe, Pommern und der Mark ge.M blossen wird Die Gebrauche dagegen wurden nach den durch die Mythologie gebotenen Gruppen geordnet. Den ein- /• Inen Ueberlieferungen, von welchen auch einige in nieder- deutscher Mundart, folgen Anmerkungen, welche den mytho- logischen Inhalt darthun, zur Verglcichung fremde Mythen heranziehen, literarische Nachweise, etymologische und an- dere Erläuterung n »eben. Ein Verzeichnis der in den An- merkungen benutzten Schriften und ein vollständiges Sachre-

I fehlen nicht. Dal's die von einem unserer kundigsten Mythenforscher veranstaltete Sammlung fax die deutsche My- thologie und Sagenkunde wieder als ein reicher Gewinn sich ergibt, bedarf keiner näheren Ausführung; beispielsweise »ei hier auf die reich vertretenen .Schiiiicds.-igen, die Sagen vom König Weking (Wittekind), die \\ MI. -wiw I i »kÜle . die letzte

Schlacht, dii Stiersagen nnd die Sagen vom Dilsgrahen hiu- gewicsi ii.

5) Sagen, Märchen und Gebrauche an- Tirol. Ge- sammelt und herausgegeben von Ignaz Vineeni Zin- gerlc. Innsbruck, Wagner. 1869. B. NM 196 Stn.

Eine Sammlung von nicht weniger als 7(14 muhischen und geschichtlichen Sagen, Legenden u. dgl.. 6 Kirchen und einer Anzahl Gebrauehe und Meinungen, die frühem Sammlun- gen des Herausgebers fortsetzend und vervollständigend. Die Sagen mythischen Gehalts wurden nach dem Inhalt geordnet, unter Zugrundelegung der Grimmschen Mythologie. Um jedoch auch der Eintheilung nach den HeimatsUtten ihr Keehl zu ge- ben, wurde ein alphabetisches Verzeichnis derselben mit llin- weisung auf die vorkommenden Sagen dem Buche beigegeben. Ueberdies ist am Schlüsse jeder Sage der Ort des Vorkom- mens und, wo nicht aus mündlicher Ueberlieferung geschöpft wurde, die Quelle bezeichnet. In Anmerkungen wird auf die mythische Bedeutung und zur Verglcichung auf die Literatur einzelner Sagen hingewiesen. Aufser einem Inhaltsverzeich- nifs und dem schon erwähnten Verzeichnifs der Ortschaften ist auch noch ein Sachregister, sowie ein Verzeichnifs der benutzten Werke mit Angabe der Abkürzungen, welchem noch verschiedene Berichtigungen und Zusätze folgen, angefugt. Dal's der fleifsigc Sammler den Werth des Milgelheiltcn durch übel angebrachte Ausschmückungen nicht verringert, sondern das Ueberlieferte einfach wiedergibt, haben seine früheren Sammlungen schon bewiesen. Seiner Thätigkeit auf dem Ge- biete der Sagenforschung werden wir wahrscheinlich noch weitere fruchtbare Ergebnisse zu verdanken haben.

6") Zur Urgeschichte der Donauländer zwischen Na ab und Theifs. Vom Justizrath Robe. Nebst zwei Karten. Breslau, bei Georg Philipp Aderholz. 1859. 8. 132 Stn.

Der Verf. erklärt im Nachworte, „dafs er kein Gelehr- ter sei, und sich deshalb der Beigabe von Beweisstellen ent- halte, die dem Laien doch nichts nutzen, und die der Gelehrte ohne dieses aufzufinden wisse; des Buches Zweck sei kein anderer als, vom Nachbeten zur Prüfung zu fuhren, gleich- viel ob sie verwirft, annimmt oder ein besseres Drittes findet.'- Man mufs dem Verf. zugeben, dafs er in den ältesten 0"el- len der deutschen Geschichte Belesenhcit und mit den Gegen standen, die er hier behandelt, eine durch langes Nachden- ken gebildete Vertrautheit besitzt, wenn wir auch mit seinen abweichenden und oft kühnen Behauptungen, wozu wir auch z. B. die Erklärung Behemis als des Bienenlandes rechnen, uns nicht immer einverstanden erklären können Die einzelnen

Abschnitte behandeln und beurlhcilcu die \nsichten des Geo- graphen Ptolciiiaus ober die Weichselquellen, über die Sude ten und Gabreta, die Hiltheilnngen Slrabo's and der Geschieht- Schreiber, des l'liniiis, l'asars Donniihii c\ nia , die Ansichten des Aristoteles und Dm tussius, weitere Untersuchungen end lieh über Böhmen und dessen Älteste Grenzen und Namen

und die anderen der Donau anliegenden Volker und Lander.

7) Grundlinien der Lobischen Geschichte oder: Kleine Lobische Chronik. Von Heinrich \- ui us. Erste I .leierung. Lobeck, ls.''.' Diltmer'sche But bhandlong - IV n 108 Stn. ..Diese Grundlinien lind," isgi die Einleitung ,in der

ersten Hälfte eine /weile, aber gänzlich umgearbeitete und

Anzeiger im- Kunde der deutschen Vorzeit.

vermehrte >ui! . 1884 erschienenen „Leitfaden inr

Lobiscben Zweck derselben 1-1 in geregeller

Form eine allgemein« l ebersichl aller vaterstadtischen Ereig- gebenheilen, Sagen etc. zu geben und '«« >"n der Gründung Lübecks bis um J. 1800 in gedrängter Korse, von ,l.i iber Im- .ml die Gegenwart ausführlich. Dasu bietet diese Chronik Neuei eine rollsMndige Ralhalinie and eine

S igt ii -.i rn m I ii n g.

Ha n / i l'-- I bell ii I Ii in '' ii il '• in i i I Ig '■ 'I '■ t II :| " I e

_ i ii i bristian II. mn Dlneraark. Ein Beitrag zur banseatisch-scandinai ischen Geschichte des XVI. Jahrh. Naeh l rkunden des Dansiger Bathsarchires. 1 kb- ii \ an 1! Bo nssoei m eny. I. 18 Stn.

Diese kleine Schrift, deren (weiten kbschnitl der Verl', bald möge folgen lassen, bietet einen sehi brauchbaren Bei-

eine Sammlung von Programmen bei Leichenbeslatlungen, summ die In-' in mm ii von Grabsteinen und Epitaphien.

Eleonore d'Olbreuae, die Stammmutter der Königshäuser von England, Hannover und Prenfsen. Ermittlangen zur Geschichte ihrer Heirath mit dem Herzoge von Braunschwiig Celle und der da- maligen Zeit, in besonderer Beziehung auf Ebenbürtig- keitsheirathen von J. F. Neigebaur. >1 1 1 dem Bild- nisse der Herzogin Eleonore. Braunschweig. Verlag der Hofbuchhandlung von Eduard Leibrock. 1859. 8. IV u. 220 Stn.

Heinrich Karl, Fürst von Tarenl Tremnuille, 1S20 gehö- ren, hatte eine la Tour d'Auvergne zur Mutter, die eine Btrenge Protestantin war und fest an dem evangelischen Glauben hieng, obwohl ihr Mann katholisch geworden war und ihren

chichte der Hanse und bildet eine Ergänzung zu Sohn von den Jesuiten in Poitiers erziehen liel's. Dieser floh von II. Handelmann herausgegebenen „letz- ten Zeilen hansischer Uebermachl " Der hrirg gegen Chri- stian II gibt den letzten glänzenden Beweis hansischer und insbesondere lobischer Handels- und politischer Herrschaft über die drei Reiche des Nordens; „Zwei Könige Guatai \\ i i edrich II.] haben wil nn;.,ii/i und den dritten

(Christian II. i verjagt," rahmten tieb die Lübecker. Die Stadt Dansig, nach Loheck die machtigste Stadt der Ostsee, anter- StOUte damals Lflbeck mit Eifer und den Antheil, den diese Stadt am Kriege nahm, ichilderi uns der Verf. dieser Schrift

in klarer, angemessener llar.-lclliing uns Urkunden des Dan-

den Brieted det Konige von Däne- mark, Schweden and Polen und det Vornehmen dieser Reiche, kafserdem dienten noeb besonders die libri kflssivaram Sena-

lui Gedanensis, welche die I upnen der mihi Danzigcr lliilh

.in Forsten u. a. erlassenen Schreiben enthalten, die Acta In

lerniintiorum civitatis in variis rei|iul>licai- negotii, von 1515

nach Holland zu seinem Grolsoheim, dem Prinzen von Orn. nien. 11)47 kehrte er nach Frankreich zurück, wo ihn seine Mutter mit der Prinzessin Amalie von Hessen -Cassel verhei- rathete. Seine Gemahlin hatte in ihrem Gefolge ein so schö- nes, wie liebenswürdiges Fraulein, Eleonore d'Olbreuse, die Tochter eines Schlofsherrn in Poitou, der ebenfalls zu den von den Jesuiten verfolgten Anhängern des evangelischen Glaubens geborte. Eleonore war lt>39 geboren und 2t> Jahre alt, als Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig- Lüneburg- Celle sie 1665 am oranischen Hofe in Breda kennen lernte und sich mit ihr in demselben Jahre zur linken Hand ver- mählte. Ihre Tochter Sophie Dorothea wurde die Gemahlin des Sohnes von Ernst August. Herzog von Braunschweig-Ilnn- nnver. Georg, 1630 geboren, des spateren Königs Georg I.

von England und dadurch Stammmutter des grofsbrittanischen

und preulsischen Königshauses. Die Geschichte von Mutter und Tochter, welche letztere wegen ihrer Abenteuer mit dein

-1528 und die Mm Slenzel Bnrnlnch gesi elten Kezessc Grafen von Königsmark in Celle gefangen gehalten wurde,

von 1 (20 B6 ■>!- Quellen.

'.i ) i . . im alogische und biographische [Nachrichten

r LObeckische Familien aus allerer Zeit;

von G. W, Diltnier, b. II. Dr., han/lei Sekrel.ii und

\eiplln litcti in lieuealogen eli, Lübeck, 1859. Im \fr

lag der Dilliner'schen Buchhanillung. 8. IV u. II:; Mn

In Lobeck, sowohl zur Zeit, da diese Stadt Haupt der

.null in der spAteren Zeit, hat sich In den

eren und Inneren Verhlltnissen der elben eine bedeutende

ailien und Männern I ioflufa and N i

„,. n Sa diesen Familien g< hören \ »r allen die

Brom Bt •■ Dorne Hoveli Lflnebnrg, Plonnli

\> , bei •■•• cht dit vorliegende Schrift, In alpha

lonng dir Namen, eine kuahl kursgefafsler,

im dl irerlbvollei Hillbeilnngen enthalt,

, Mit bis Register benOltl

I ikob I "li Melle if 1 7 l. i

ii. <ii, i ii, ii- \ -rn Um in , ui» rn fi aen i ordi n «ind; sodann

behandelt diese Schrill.

11) Die nordfriesischen Inseln vormals und jetzt. Eine Skizze des Landes und seiner Bewohner. Zunächst bestimmt für Badegaste in Wyk aul Fohr. »Mit einer Karte der Insel Fohr und der nordfriesischen Inseln vor- mals und jetzt. Von G. Weigclt. Hamburg. (Mio Heil - s. 8. 180 Stn.

Die ' Schriftchen beschreib) uns in anschaulicher und

m/11 hendet Darstellung Natur und Bildung der nordfriesischen Inseln F"lir. kmrum u. S\lt mit den Dunen und schildert zu-

gleicb die Bewohner In ihrer \rt und Arbeit, in ihrem haus

liehen und sittlichen Leben. I" einem weiteren Ibschnftt ll\ i incht dei v,it. die Gestalt der alten fries. I thlande, von denen diese Inseln nur zerbröckelte Rainen sind, zu beschrel bin, ichilderi dann Ebbe und Flnth in Ihrer Erscheinungs- weise und ihren Wirkungen an dieaen Kosten; thelll dann mit. was im. > > ii Naobrichlen Ober frühere Fluthen und de reu Zerstörungen erhalten i-t und schliefst mit einet karten des biet etngesiedelten Volksstammei and einer

:;;

Anzeiger für Kunde der deutschen Voreeit

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vollständigen und gelungenen Charakteristik desselben, Ge- naue henniiiils vnu Land und Volk . üclescnheit in den ge- schichllicln n Uucllen, Liebe zum erwählten Gegenstand zeich- nen diese Schrill BUB.

12) Die Grafschaft Mark. Denkschrift zur Feier des aweibundertundfünfsigslen Jahrestages ihrei Vereinigung mit der Brandenburgisch - Preufsischen Monarchie. Von

Dr. Gustav Natorp. Iserlohn, Verlag von Julius Badeker. 1859. 8. IV u. 67 M».

Die Keier, welche der Jahrestag der Vereinigung der Grafschaft Mark mit dem brandenhurgischcn hurstaate veran- lafsl, gab dem Verf. die \nrcgiing zu dieser Schrift , welche die Verhältnisse, unter denen der Heimfall der Grafschaft an die brandcnhurgisch-prculsische Monarchie erfolgt ist, und die Folgen dieses Ereignisses fiir die Grafschalt Mark wie für den hurstaat darstellt. Die Schrift ist in entsprechender Kurze und Klarheit geschrieben, geht in der Darstellung bis auf die neuere Zeit und verweilt nur mit etwas grösserer Ausführlichkeit beim J. 1609, dem Jahre des Ueberganges an Kurliraudi nburg. Zu diesem letzten Ereignifs und den da- durch veranlnlstcn Streitigkeiten sind verschiedene Aktenab- drücke und (juellenauszüge beigegeben worden.

13) Ueber die sogenannten Hegen bogen -Schussel- chen. Erste Abtheilung. Von der Ileimalh und dem Alter der sogenannten Regenbogen -Schusselchen. Von Franz Streber. Mit 9 Tafeln Abbildungen. Aus den Abhandlungen der konigl. bayer. Akademie d.W. I. Cl. IX. Bd. I. Abih. München. lÖbU Verlag der k. Akade- mie in Commission bei G. Franz. 4. 112 Stn.

Die vorliegende Abhandlung ist eine erfreuliche Erschei- nung auf dein (iebiele der Munzgeschichtc , und der vielfach verdiente Verfasser hat sich mit derselben einen neuen An- spruch auf Anerkennung erworben. Die nächste Anregung gab ihm der bekannte bei Irsching gemachte Fund, der aller- dings in seinem Reichthume und in Verbindung mit den übri- gen im Munchener Kabinet aufbewahrten Stucken dieser Art ein vortreffliches Material darbot. Neben diesen monumenta- len Quellen hat der Verfasser auch die geschichtlichen heran- gezogen, soweit daraus zur Beleuchtung der vorliegenden Mün- zen irgendwie geschöpft werden konnte. Leider sind sie nur zu dürftig. Wir müssen uns beschranken, die Ergebnisse der ganzen I uiersuchung nur in den Hauptpunkten zu berühren

da der geschlossene Gang derselben und der Mangel in Itauin in diesem Blatte ausführlichere Andeutungen nicht gestillten.

Die sog Regenbogen Schflsselchen sind nach dem Verrat ei geschlagen vor dei Eroberung Vindelicieni durch die Römer: es sind keltische Gepräge, und /war rühren die Budlich der obern Donau gefundenen von den Vindellkern, die nördlich derselben gefundenen von den Tektosagen, Bojen und Helve- tiern also sflmmtlich von Kelten her. Rucksichtlich der nahem Bestimmung des Uteri der Regenbogen Schüsselehen

entnimmt der \.il im \nha 1 1 - j !, te in gleichet Wei

aus den schriftlichen \ul/en ■hnungeii , wie um dei BN chal

fenheit der Miiu/en seihst, und entscheidet sich wenigstens für die Mehrzahl derselben für das fünfte Jahrhundert vor Christus.

In einer zweiten Abhandlung werden die Typen der Re- genbogen -Schüsselchen besprochen werden.

14) Geschichte Altenbergs und der alten Veste bei Fürth, sowie der zwischen Gustav Adolf und Wallenstein im dreifgigjahrigen Kriege bei der alten Veste vorgefallenen Schlacht. Nach den urkundlichen Quel- len bearbeitet von Dr. G. Tb. Chr. Fron mtillcr. Fürth, 1860. J. I.udw. Schmid's Buchhandlung. 8. IV u. 89 Stn.

Ueber die Geschichte der beiden Burgen, Altenberg und Altcnveste, sowie über die hier vorgefallene blulige und be- rühmte Schlacht herrschten noch bis beute, selbst bei namhaf- teren ( ieschichlsforschern. mannigfache Irrlhiiiner, und es ver- dient deshalb der Verf. den ungeteiltesten Dank, dals er in dieser Schrift mit sorgfaltiger Benutzung von Urkunden und Akten, die er aus Nürnberg, München, Wien und Stockholm sich zu verschallen wulste, diesen Gegenstand vou den Irr- thilmern gereinigt und festgestellt hat. Die erste Abiheilung behandelt die Geschichte der beiden Berge und Burgen und des alten llerrengeschlechtes von Berg, dessen ältester und erster Sitz auf Allenberg war, dann zugleich auf der alten Veste, und das sich in die Grilndlacher, HenfenTelder und Lehminger Linie tbeilte. doch schon im Laufe des 14. Jahrh. erlosch. Die zweite Abtheilung enthalt die Geschiebte der Belagerung und der Bestürmung des wallensleinischen Lagers, dessen hauptsächlichsten Stutzpunkt, aul den auch Gustav Adolf die ganze Wucht des Angriffs richtete, die neu verschanzte alte Veste bildete. Der Anhang enthalt Regesten und Urkunden, und beigegeben sind der Schrift Abbildungen von Siegeln des Geschlechtes der Berge und von einer gleichzeitig verfaulten Zeichnung des Lagers.

15) Ueber Aeneas Sylvius in seiner B ad e u t n n g f ti r die deutsche Rechtsgeschichte, von Dr. Hein- rich (iotllried Gengier. Erlangen, Druck der Uni- versiMts-Buchdruckerei von Junge u. Sohn. 1860. 8. VIII ii. 108 Stn.

Die rcchtsgeschichllichen Studien führten den Verf. auf die Schriftwerke des Aeneas Sylvius, deren Bedeutung als Quelle der inneren deutschen Rechtsgeschichte eine genügende Würdigung noch nicht gefunden hat, Das gab dem Verl die Anregung /u diesei Schrift, die aus den Werken des aeneas Sylvius die Stellen enthalt, welche sich aur das Mittelalter liebe Rechtsleben des deutschen Volkes beliehen mil incssenen Ei lautei u ng i in begleitet, lies \ m ■• e - Standpunkt ist abei Kein ii in ji i ndern der kulturhistorische

halb die ersten \l. schnitte dei 'siliilll 'iniis SnImiis merst

als Politiker und Rechtsgelehrten, dann als Kulturhistoriker überhaupt und als Kulturhistorikei Deutschlands insbesondere darstellt n l He Folg mden M hnitte bi h indi In deutsche Kulturgeschichte wichtigsten Schriften, < ehmlich

tauiger Cur Kunde der dentsohen Nm-zeit.

.;.;

die „Germsnia':, geben die Skizze eines deutschen Knlturbil- des aus diesen Schriften und dann seine >1 i llhti liinpcn über dir Hechlszustande Deutschland*, hie letzten Abschnitte be- handeln die deutschen Ethnographen des Wl. und XVII. Jahr- hunderts, als .Nachahmer des Arn. S.. und die Begründung einer Ouellengeschichle dc> deutschen Rechts durch Hermann Con- ring. -

16) li esch ich tliches aus und über Isselburg, nebst einigen geschichtlich« n Nachrichten über die evangeli- sche Gemeinde daselbst. Gesammelt von Wilh. Fi- scher, evangel. I'farrer in Isselhurg. Wesel. 1860. Druck von A. Bagel. 8. VI u. 35 Sin.

Das Schriflchen, welches der Gemeinde von Issclburg ge- widmet, und dessen Reinertrag fnr die Instandsetzung einer Kirchenuhr der evangelischen Gemeinde daselbst bestimmt ist, enthalt mancherlei interessante und brauchbare Mittheilungen aus ier Geschieht! dieaea kleinen Ortes, der an der Issel. nahe der Grenze des Munsterlandes, gelegen ist. Eine umfassende Ortsgeschichte zu sein, beansprucht natürlich das bescheidene Buchelchen nicht.

17) Das urgeschichtlich Schleswig-holsteinische Land. Ein Beitrag zur historischen Geographie von Dr. v. Waack in Kiel. (Abdruck aus der Zeilschrift für allgemeine Erdkunde.) Mit einer Karte. Berlin. Ver- lag von Dietrich Reimer. 1860. 8. 59 Stn.

Der Verf.. seit Jahren mit den Vorarbeiten zu einer Ur- geschichte der Schleswig holsteinischen Lande bis zu Karl dem Grofsen beschäftigt, kam zu der Krkcnntnifs, dals eine solche Urgeschichte gar nicht möglich sei, bevor nicht die in histo- rischen /.. itrn .stattgefundenen, bedeutenden Veränderungen seiner physischen Bodenbeschaffenheil aus den zurückgebliebe- nen geologischen Spuren und Thatsachen im genetischen Zu- sammenhange erkannt wurden waren. Mit Hülfe der Geolo- gie und Archäologie, der Topographie und Philologie mufsle der urgeschichtliche Schauplatz der sclilr-w-linl-t Lande re- stauriert werden. Die Resultate dieser Forschung gibt die vorliegende S< hrifl, welche sich durch groise Klarheit in der Darstellung. Fülle und Gründlichkeit der Studien, vertrauteste Bekannt-.' hall mit dem dargestellten Stoffe auszeichnet. Der Lr-.tr verfolgt mit höchstem Interesse die Darstellung, die ihm ein sehr anschauliches Bild von dem Entstehen der Festlän- der, Inseln und Küsten der deutschen Heere u'ihi und \m rth

volle Beitragt inj InfkUrung der ältesten Geographie diesei ■den und der fitesten hier rorkommenden Namen, s, B. der Nerthusinsel, Thule, Baaileii etc. enthalt.

1-1 Dil Quecksilber Bergwerk Idria. von seinem

i-_ t uji ! /m Gegenwart Geschichtlich dargestellt ron l'eter Bitsinger, Deehanl und Pfarrei "i kdeli l.erg Nach Schriften dei Bergwerks krcbivei nnd en- det n Qm ll( n Mii . im in Plane de I I "!'■" h 1860 Drui k und Verlag ron Ign. Kleinmarr u. F. Bant

MII

Dil knllndung des Qneckiilbererxligen n Lina nach

Valvasors Erzählung im I \ : bah ibei Wohl wahr

scheinlicher nach des Verfassers Meinung im J. 1490. Seit dieser Zeil war das Bergwerk bis heute in Betrieb, der nur zeitweilig durch Unglücksfalle, wie durch Grubenbrand, Ein- bruch von Tagwasser etc. gestört wurde. Die erste Periode der Geschichte, wie der Verf. sie darstellt, behandelt die Auf- findung des Quecksilbererzlagers, Beginn und Forthetrieb des Bergwerkes unter mehreren Gewerkschaften vom J. 1490 1578, die zweite Periode die Uebernahme des ganzen Queck- silber-Bergwerkes durch den Erzherzog Carl und Korlbetrieb desselben nach verbesserten alteren Methoden vom J. 1580 1747, die dritte die neue Einrichtung des Quecksilber- Berg- werks durch die Kaiserin Maria Theresia und Korlbetrieb des- selben nach neuen wissenschaftlich begründeten Methoden vom J. 1747 1859.

19) Kaiser Ludwig der Bayer und Konig Johann von Böhmen, mit urkundlichen Beilagen von Dr. Friedrich von VVeech. Inaugaral-Disserlation. Mün- chen. Chr. Kaiser. 1860. X u. 136 Sin.

Diese Schrift, die sich durch Klarheit und Einfachen der Darstellung auszeichnet, gibt zu der immer noch in so man- chen Partieen dunklen und von einseitiger Parleiansicht ge- trübten Geschichte Ludwigs des Bayern einen sehr willkom- menen Beitrag. Indem der Verfasser das Verhaltnifs Lud- wigs zu dem eben so talentvollen und rastlosen, wie wunder- lichen König Johann von Böhmen in den Vordergrund stellt, behandelt er in den verschiedenen Abschnitten der Schrift das wittelsbachisch- luxemburgische Biindnifs gegen die Habsbur- ger, die Schwankungen in der Politik Ludwigs 1322 1335, das bayerisch - österreichische Bündnils gegen König Johann im kärntnischen Erbfolgestreit, die Bündnisse des Kaisers Ludwig mit dem Auslande und die letzten Jahre Ludwigs und Johanns, die Kampfe zwischen Wiltelsbachern und Luxem- burgern. Aulser den schon bekannten und auch von andern Geschichtschreibern benutzten Quellen, auf welche der Verf. überall gewissenhall verweist, standen ihm aus den königl. bayerischen Archiven bisher noch unbekannte Urkunden zu Heimle, von denen ein Theil in Abdruck beigegeben Ist, wie auch einzelne Gelehrte den Verfasser mit Material unler- l totsten

20) Untersuchungen über die Empörung und den

\ I. lall der Niederlande von Spanien von Mat- thias Koch. Leipzig. Voigt u. Ganther. 1860. 8 XII ii. 219 Sin.

Dil Verf. spricht in der Vorrede aus, dals kein Theil der neueren Geschichte durch n biete \nffassnng mehr entstellt. oder durch Parteimanover mehr gefBliohl iei, all dieser, dem er seine \ uti imii Illingen gewidmet hat ..Die Gerechtigkeit heischt, dafi man Jedem nach Gebühr tein Bechl lasse, »« er <* bal Dai nun eben geschah bei Philipp IL biaher nicht,

ja ei geschieht noch Immer nicht. Im Gegentheile rahrt n

mit der hirnlosen rodUchlagerei in einem l«rt . plannt! ii n .1 weil man " i> darin gefallt und des Beifalls gewiaaer Coterien lieber Ist. Im Gegeneatee tu Philipp II bal diese

n

Anzeiger für hunde der deutschen Nur/.cii

18

Partei einen Wilhelm von Uranien geschaffen, der nie exi- stierte, sondern ein Geschöpf der Einbildungskraft ist. Aus seinen Keden und Handlungen finden die Leser in diesen Un- tersuchungen den wirklichen heraus.1' Benutzt sind neben den allereu (Quellen die neuesten Publicationrn aus den bel- gischen, hollandischen und spanischen Archiven, Gachard, KeiflVnberg, l'rinsterer. Von deutschen Archiven gaben das Darinsladter und Frankfurter, von den schweizerischen das Züricher und Genfer Archiv Beitrage.

21) Histoire du Chapitre de Saint-Thomas de Strasbourg pendant le moyen-äge suivie dun recueil de chartes par Charles Schmidt, Professeur a la Ka- culte de Ihlologie et au S^minaire prolestant de Stras- bourg, membrc correspondant de l'Acadlmie des sciences et lettres de Montpellier etc. Strasbourg. C, F. Schmidt, libraire, rue des Arcades, 44. 1860. 4. 480 Stn. u. 6 Tafeln.

Dieses mit grofser Gründlichkeit und Geschick gearbeitete Werk enthalt in der erslen Abiheilung die Geschichte dieser Kirche von seinem ältesten dunklen Anfang bis zum Zeilalter der Keformation und zeichnet sich aus durch die Vielseitig- keit der Darstellung, welche mit der Entwicklung der äulsern Verhallnisse und Beziehungen des Stiftes auch die gesamm- ten innern Zustande desselben umfalst. Nach einer zweiten, kürzeren Abtheilung, welche Noten und Zusätze zu der Ge- schichte der Kirche enthalt, folgt in der dritten der Abdruck der benutzten und noch ungedruckten Urkunden und Akten- stücke, deren jedes mit kurzer Ueberschrift und Zeitbestim- mung versehen ist. Diese Abtheilung umfafst in 127 Num- mern die Urkunden aus dem Zeitraum von 1143 bis 1517. Beigegeben sind 6 Tafeln mit Abbildungen von Siegeln und künstlerischen Darstellungen aus jener Kirche.

Aufsätze in Zeitschriften.

Ausland: Nr. 48. 49. Die mittelallerl. Missionen in Afrika. Nr. 50. Ringgeld.

Biblio theque univ. : Nr. 35. La revolution des Pays-Bas au seizieme siede. [Böget.)

Der Bund: Nr. 340. Vom Calveiser Thal. Die h. drei Kö- nige. Die Pfarrkirche zu Ilernielschwyl. (Bunge.)

Regensb. C on v e na t ionsb I a tt : Nr. 3. Die alte Kirche tu Schonfeld in der Oberpfalz. (Weininger.)

Damaris: .Nr. I. Marienklage. Tristan und Isolde.

Dioskuren: Nr. 52. Zur alten Architekt« Oslpreufsens.

Europa: Nr. 50. Die Faitnachtagebranohe in Deutschland Bai b ihrer hiajoriichen Bedeutung.

Ulm trirtet Familienbach: M. F. I, 2, S. 46. Die Zi- geuner. (Simon.)

Grenzboten: Nr. 52 Neujahr in Belgien,

Wester manna illuslr. d. Monatshefte: Jan. 1861) Nr. 52, S. 370. Jakobfla von Baiern- Holland (loher) Die alte Kirche in Schonfeld in d oinrpi.il/. (Weininger.)

Baltische Monatsschrift: II, 4. Ueber den Zusammen- hang d. antiken Architektur mit d. christlichen hirchenbau.

Palatina: Nr. 103. Notiz zum Munzfund bei Schwarzenacker.

Augsburger Postzeit ung : Nr. 295. Restauration der St, Moriz-Pfarrkirche in Augsburg.

N. Preufs. Provi n z ia I -B I a it t e r : VI. 1, 2. Die llexen- prozesse der beiden Sladle Braunsberg nach den Criminal- akten des Braunsberger Archivs. (Lilienthal.) Gustav Adolph und die preul'sische Regierung im J. 1626. (Loh- mayer.) 3. Kriegsordnung vom Herzoge Albrecht von Preulscn. (Hoburs;.)

Deutsche Reichszeitung: Nr. 303—9. Das germanische Kriegswesen der Urzeiten.

Revue nu mis m a t iq ue : V, 3. Monnaies öpiscopales trou- ve'es pres de Wageningen. (J. W.)

Würzburger So n n t a g s b 1 a 1 1 : Nr. 50. Wie die Mariahilf- bilder und die Mariahilf-Erzbruderschaft entstanden sind. Der ehrwürdige Lihorius Wagner, des heiligen Glaubens willen von den Schweden gemartert am 9. Dec. 1631.

Königsberger Sonntagspost: Nr. 47-49. Das Zunft- wesen in alter und neuer Zeit.

Augsburger Tagblatt: Nr. 3. Die Ableitung des Orts-Na- mens Pfersce.

Ueber Land und Meer: V, Nr. 12. Aus der Alterlhümer- sammlung im Königsbau in Stuttgart.

Unterhaltungen am hausl. Herd: Nr. 63. Luther und Frau Cotta. Nürnberger Geschichten : 1. Nürnberg zur

Zeit der Reformation. (L. Otto.)

Wochenblatt der Johanniter-Ordens-Balley Bran- denburg: Beil. zu Nr. 1. Die Patrone des Wehrstan- des [Hanritini, Sebastian, St. Georg). (Krummacher.)

Zeitschrift für S taa ts wiss ens cha ft : Nr. '2. Zur Ge- schichte der Münzwissenschaft und der Werlhzeichen. (Carnap. i

Illustr. Zeitung: Nr. 912. Weihnachten im Schmucke des Volksbrauches. (Rochholz.) Das Weihnachtsfeit in Oslpreufsen.

Landshuter Zeitung: Beiblatt Nr. 1. Eine Anekdote über den Gründer des alten steinernen Hochaltars zu St. Mar- tin in Landshul.

Neue M ii ii i li Zeitung: Abendblatt Nr. 4. Eine Geschichte der deutschen Nation. (Bensen.) Nr. 5. 6. 7. Zur Re- stauration der Liebfranenkirche in München.

Wiener Zeitung: Nr. 216 220. Skizzen ntu den öster- reichischen Alpen. (R. P.) Nr. 292. Erwerbungen des k. k. Münz- und Anlikcnkabinrts im J. INGO.

* «-nnl-rlii «■ Yurlirirh i eil.

li F.vangrliM-hc i iei.sthchc in iW.w-York haben 'ii Bei tragen fflt dai Luther Denkmal in Wormi aufgefordert! und der Aufruf Bndel allgemeinen Beifall.

'2 Hein holländischen Dichtet Jooitvanden Vondel,

geh. 1587 In holn, wird in Imsterd ein Denkmal e r

Anzeiget im Kunde der deniseben Vorseil

40

richtet. Dater den dam gespendeten Beisteuern l" findet ich die de« hnnig» dir Belgier mit 1000 Fr.

3) Graf Ku.'iii C/crnin widmete dem Präger Dnmbau- \. reiae 1000 fl. netall eutein jährlichen Heitrage von HX)0.

4) Der Berner Begierungsrath bei dir berniachen h i - storischen Gesellschaft einen Beitrag von 100 Frcs. zu- gedacht.

5 Her handschriftliche Nachlafa dea ^^ ilili^il«! l'irhhci- mer, i!»t neben vielen anderen Briefen von Zeitgenossen anch 8 von Aibr. Durer enthalt, wurde am 28. Jan. auf der v. Ballerischen vnklioa durch den Magistrat der Stadl .Aurn- berg um 4Iimii1. angekauft, woaq 32000- durch freiwillige des I'atuciats und einzelner Burger der Stadl auf- gebracht w ■int» n.

6) Her Martin - Schon - Vc r ei n zu Frankfurt am

Dieser Verein zur Verbreitong guter Bilder hat sieh um eine Stufe hoher gestclli, als der Düsseldorfer Bild erver- ein. I >i <■ Düsseldorfer lieferten um allere und neuere Mei- sterwerk* in Stahl- und Kupferstich; die frankfurter bieten un> Copieu der vorzüglichsten Heister des dentaoben Mittel- alters, die uns zugleich den Goldgiern und die leuchtende Farbenbarmonie jener Zeiten in unsere /.immer und Andachts

buebrr bringen. Die Mihi Bilder der ersten Serie, l'upiecn

nach Martin Schon, sind durch eine cigcnlhumliche Manier chromolithographischer Technik in seltener Vollendung gelun- gen und überraschen der ,\rt, dais man meint, Originalminia- turen vor /kugl n in bähen. IVoch sind die Subscriplionsbo- gen nicht in ganz Deutschland ausgegeben, und schon gehen von alleu Seiten Bestellungen ein; England hat auf lausende von Exemplaren abonniert. Der Verein wird im Laufe der Jahre die Meisterwerke aller mittelalterlichen Schulen Deutsch- lands auf dem Wege der Vervielfältigung populär machen. An der Spitze des Unternehmens stellen Stadtpfarrer und Dom- kapitolar Thissen, Professor Bd. Stefn'le, die Künstler Pe- ter Becker. Martin und M e h I e r. hrulhoffer besorgt den Druck. Der Verein liefert von 1861 ab jährlich 60 Bilder, 40 kleinere in 12. und 20 groTsere in klein 8. Der Suhscrip- tionspreis betragt dafür 2 Thlr. od. .'S fl. 30 kr.

7) Der Wiener Gcmeinderath hat in seiner Sitzung vom 8. April 1858 die Stiftung zweier Kenster in den St. Ste- phaosdom genehmig! und nun den Betrag von 10,000 fl. zu ihrer Herstellung angewiesen. Es sind bereits mehrere Pro- jeete eingelangt.

8) Die Kosten für die Bestauralion des St. Stephansthur- mes zu Wien wurden vom Dombaumeisler Krnst in einer Sitzung ^a Wiener Gewerbevereins mit 300,000 (in den Zei- tungen stand irrthümlich 3.000,000) Gulden beziffert.

Inserate und llelxiiiiiiiiiiarliiiiiuTii.

1) Aufforderung und Bitte. Die von der histori-

ichen C missiOU in Muiiclun unternommene Herausgabe

deutscher stadtechroniken soll «unachal mit den Chroniken der Heichsstadt Nürnberg beginnen. Wiewohl man nun seither eifrig bemüht gewesen ist, die allenthalben zerstreu- ten Bandscbriften Nürnberger Chroniken in Öffentlichen und Privatsammlungen aufauauchen, so ist es doch wohl möglich,

dafs deren noch manche, und darunter vielleicht gerade recht

wichtige, uns unbekannt gehlieben sind. Es liegt aber ge

Wlfs eben so sehr im Interesse der Sache, wie aller Derjenigen,

welche von dem erwähnten Unternehmen einen bleibenden 'm fur die deutsche Geschichtsforschung hoffen, dafs bei der Edition derTexte Immer die vorzugtu hn. n liimlschrifK-n zur Beontaung kommen. Nun m zwar gerade an Nürnberger Chroniken überhaupt kein Mangel: .In Bandscbriften zahlen m den öffentlichen Sammlungen und selbst in einer Privat

bibliothek ffui rg in Hunderten, in anderen greiseren lli-

bliotheken Deutschlands mindestens tu Dutzenden, und man hat. 16. und 17 Jahrhundert angeht, ilch vielmehr

ober den l eberflufi und den blofsen Ballast an bekli im o eli< n. r ind dagegen Nürnberger Chroniken aus dem t, und i - « i rdeu >"u mebi Iben nicht

blos die Originalhandschriften, sondern auch bessere Abschril

ten sehr ungern vermilsl. Dahin gehört namentlich eine Chro- nik, welche mit der Stiftung des Klosters Kherach beginnt, in der Zeit König Sigmunds ausführlich wird und mit der Erzäh- lung von einem Turnier zu Nürnberg im J. 1441 schliefst, in einigen llandschriltcn aber auch noch spatere Zusätze hat ; fer- ner ein Memorialliuch von Endres Tucher aus den Jahren 1121 1440; die deutsche Bearbeitung der von Ludewig (Ue lic|uiae Hss. T. VIII) im lateinischen Text herausgegebenen Heisterlin'scben Chronik, und Anderes.

^lan will nicht Unterlassen, nach allen anderweitigen Be- mühungen auch den Weg Öffentlicher Aufforderung und Bitte M versuchen^ welche hiermit an alle Freunde deutscher Oe siTiiehtslorsehung. insbesondere an die Herren Archivare und Bibliothek ave ergeht, dem Unterzeichneten Nachweianngen von irgendwo vorhandenen Nflrnberger Chroniken, vornehm- lich in II lechriften des 16. oder v Anfang dea 16. Jahr

hnnderta, ankommen zu lassen, damit solche noch fur die nahe

bevorstehende Edition benutzt werden können.

Erlangen, am 5. Jhnuai 1861.

I'i ofessor Dr. II e g i I

Dr Kreih. >.

Verpniwortl'che Redaciion '. ' tufsefs. Di \ r, Eye. Dr 6. K. Frommann. Dr. Freih. Both \. Schreckenstein. Verlag dei literari cb artistischen knstalt des germanischen Huseumi in Nürnberg.

Jsbsld'si hl Bai bdracktnl.

(Extra -Beilage zu Nr. 1 des Anzeigers.)

Jahres-

ht$ n/rmanudirn

Siebenter Bericht.

It c r i c li I

(Üatiimalinusrums.

Nürnberg. L861.

w

enn wir künftig um alle drei Jahre einen um- fassenden Berioht mit der Liste aller beitra- - deutschen Volkes, di< I otl iod Jetzt au: t legen sind, bringen,

ho wird uns diese, vom Verwaltungarathe unserer Anstalt beschlossene Finanzmalsregel Niemand iten, der da weifs, mit welchen noi b

jenen Mitteln unsere grofsartige Auf- ist. Damit aber die Bekanntmachung aller neu zuflletsenden Geldbeiträge nicht zu weit hinausgeschoben werde, soll ein fortlaufendes Ver- - derselben monatlich, von Januar 1861 an, in unserer Zeitschrift „Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit*' erscheinen , und Jeder Les gormanischen Museums zur Mitthei- lung an sammt liehe Botheiligte die erforderlichen i re davon erhalten. Deber die Verwendung

der Einnahme wird, wie heute« so stets der ge- wöhnliche Jahresbericht veröffentlicht werden. i»:i- Jahr 1860, das achte i ebensjahr des germanischen Nationalmuseums, hat Bich, unge- achtet -Nt ängstlich zuwartenden Btimmung des deutschen Volkes, doch wieder als ein gutes be währt und unser begonnenes vYerk wesentlich ge- fordert Geschah für die Anstalt auch nichts der Art . «it- wir in den vor- hergehenden d berichten konnten, bo wirkt-- doeh das Geschehene kräftig nach und trog reiche Früchte.

In» Ganzen Ist die Mehrung der Bei- träge keine geringere, als In den Vorjahren; sie übi rtriffl an Zahl der neuen Tbeilnenmer sogar die aller frfl hera Jahrgänge. Können wir auch von i ßuen Staats bei trägen nur wenige nennen, M mehrte Sieh doch die Zahl der beitragenden Corporatlonen and Vereine in höchsi erfreu- Weise.

Bülfsverein in Berlin veranstaltete auch in diesem Jahre wissenschaftliebe Vorlesun- gen, welche einen Eteinertrag von 150 Rthlr. ab- wari'-ii Di< 3umm< wurdi so einer Gallerte in der Kunsthalle verwendet Ein Frauenverein n Berlin kam im i 160 zn Stande. Der-

selbe will besonder« rar die Ausschmückung und Vervollständigung der Frauenhalle des Mus.' ums beitragen und hat bereits mit rUhmenswerthem Erfolge gewirkt Der HttlnYvorein in Mannheim arbeitet eifrig rar Mehrung der Beiträge.

Dl« Pflegschaften mehrten sich um einige 4<> und belaufen sich gegenwärtig auf 281, wovon wir unten eine i ebersicht mit Ihren Jahresbel- i" li, su dankbar das erfolgreiche Wir- Iten vieler der Herren Pfleger, welche sogar (wie Adam in i Im bedeutende Beiträge aufser ihrem Bezirke erzielton, anzuerkennen Ist, so wünschens- wert!] i ii I eh sa b I re le b e re

Kräfte su solch guten Werken erbieten. i>> i Pfli Zwickau, Herr Pfau, hat auch dies Jahi r. Kohlen übersendet

Der im Jahre 1860 schon über r. Pi i

omdenbe8uch gewähr! dem Museum neben dem bessern Bekanntwerden

steigende Rente. Es ward zur bes- sern Belehrung det Fremden ein „Wegweiser" mit i.i. welcher bereits d ie Presse vri la

Dei \ isbau der Karthause wurde durch

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Bammlungen eingehenden Geschenke vorweisen,

da dieselben dort regelmäßig allmonatlich dan- kend quittiert und aufgeführt werden.

Eine schöne Bereicherung erfuhr "li** Monu- menten-Sammlung durch den von Sr. MaJ de ! 0 t erreich geschenkten AbguXs des

Grabdenkmals Kaiser Rudolfs vonHabsburg, dem Bich demnächst ein Ab gute des Grabdenkn Günthcr's von Schwarzburg aus dem Dom zu Frankfurt und des Erzbischofs Peter von \spel1 aus dem Dom zu Mainz, auf Kosten der Fürsten von Schwarzbure; und der grofsh. hessischen Begie- rung an schrie fsen n ird. Die gröfsern Denkmale

der Kunsthalle sind auch durch einen \ li i

treibe rrl. von Crailsheim'schen Familie geschenk ten Uta r des 1 Jahrb. vermehrt worden.

Unter den zahlreichen Geschenken fflr die Bibliothek sind wieder manche werthvolie Band Bchrlften und alte Drucke, darunter Bin vortreff- licher Pergamentdruck der Breidenbachischen Rei- sebescnreioung von i486 von Ural' Stadion.

Die Schill) r-Jubil an m sfeier, wobei durch Ausstellung von Autographen und Porträten auch das Museum ein Scherllein von 166 ti. 36 kr. für Dresden sammelte, veranlagte die Zusendung einer reichen Schiller-Literatur, worunter das kostban- Schillerbuefa des Dr. Constant Wurzbach von Tannenberg, in einem Prachtbande; wie auch W. Kaulbach durch Qeberlassung seines grofsar tlgen KupferstJcbwerkes eine Sammlung der neue- sten classiBchen Kunstwerke anregte. Die Zahl der Verlagsbuchhandlungen, welche fortfahren , die Bibliothek des Nationalmuseums mit Ihren ein schlägigen Verlagswerken zu bereichern] Esl auf tiegen, Die Blbl iothek Ist Im Jahn- 1860 durch Geschenke um 1912 Bände vermehrt worden, wozu noch dun li Vnkiiufe loiü kommen, somit im Ganzen 8981 Bände. Der ganze Bücherbestand ist nun c. 38,000 Bände. Das Archiv erfuhr eine Mehrung von 322 Urkunden und Aktenstücken durch Geschenke, wozu durch Ankäufe 4M, Im <lanz<-n als*» su;i Stück kommen, su dafs der ge- sammte Archivsbestand c. 14,800 Stück beträgt Die Kunst- und Alterthumssammlung erhielt 2986 Nummern dureh Geschenke und til dureh

Ankauf, somit 8397 Stück Zuwachs, und besteht nun aus c. 88.000 Stücken

Ungeachtet einer temporären Verringerung der Arbeitskräfte und der vielfachen Etevisions- und Ergänzungaarbeiten , sind im Letzten Jahre die ELepertorien doch wieder um Beträchtliches gewachsen. So wurde «las Generalre'pert<

r in in um e. 2Q00 Blätter, das Archiv um 1 7 ] s

Regesten, darunter die nach eigenen Drkundi c ■• tu ausführlich ausgearbeiteten, die Bibliothek um 6000 Einträge für 'las Literaturrepertorium und

Bluter zum Bauptkatalog der Literatur,

die Kunal nud Lltert b u m s ia no m tung um

2600 BintrSge und 5 Zeichnungen für das Bll-

derrepertorium, aufserde m I !00 Nummern ftti

den Bauptkatalog der Kupferstiche, 1500 für den der Münzen und 12000 für das Wappenlexlkon ver mehrt Insgesamml zählt gegenwärtig das G rali epi rtorlum 91 ,000 Wummern . da

i . i : i en und 42, ii' pertorlonzettel . die

Bibliothek 108 I atal Reperto-

md alterthumssammlung etwa lio, ioo B nungen für d

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um von auswärts kommenden Bi sti i ungen zu ge- nügen, lie Btets im Zunehmen begriffen wird.

Die bereits Im vorigen Berichte erwähnten, auf das ganze Gebiet der medizinisch-physikali- schen Topographie und Ethnographie der ei

Landgerichte-Bezirke des Königreichs Bayern sich erstreckenden, in grofsi r Zahl eingegani Prägen, Bowie verschiedene andere erfordern noch fortwährend die Thätigkell des Museums. Auch leisten die Sammlungen des Museums, na- mentlich die unausgesetzt stark in Anspruch ge- nommene Bibliothek, so unvollständig sie Bei Ihrem Reich thum noch ist, der Wissenschaft die erspriefslicksti d und es kommen Fälle

vor, dafs Bich ihre Mittheilungen bis an die äulfeer- sten deutschen Grenzen, ja auch In Orte der - ten Bibliotheken, die, wie alles Menschliche, eben auch nicht vollkommen sind i rstreckea Nicht minder zeigte Bich die Vermittelunjj Museums ea Ischen Geh hrten and Blbllothi ken auch In diesem Jahr als fördernd, indem das Mu- seum nicht nur durch B rtorien die Quel len und Bülfsmittel nachweist, Bondern auch solche zur unmittelbaren Benützung der Gelehr- ten am sit/. ites Museums verschaffen kann, beides freilich noch in beschränktem MaJae. Doch dürfte schon darin der Keim eines höchst i liehen and grolsartigen Vennlttelungsorgans für deutsches Geschichtsstudium Liegen.

In den GelehrtenaUSSChufS wurden auf

der loteten Jahreskonferenz Lfi neu* ordentliche Mitglieds] gewählt i deren Namen im \\ .■■ 1860 Nr. i " stehen. Zum Ehrenmitgliede w urde der könlgl. preuiB. geheime Etatfa and Profi

Herr Dr. AugUSl BÖCkh in Berlin, det lieh auch

um das Museum nicht wenig verdient gemacht hat, einstimmig ernannt. Dagegen hat das Mu si'uin dureh den Tod im Jahr (860 leider '• Mit glieder seines Gelehrtenaussehussea verloren: den

k. k. \|i].i ll.ii Si kr. Frhrn. (i. v. \ n k 6 r s hüte n in Klagenfurt; den Hofrath L. Sechsteln In Mi l- ningen; den Prof. Dr. E. Apelt in Jena; den Prof. Dr. J. ü. 1.. Kosegarten in Greif&wald, den Prof and Relchsarchh sdlrektor Dr. fl i h. -. on ßudhardt in München; den Pro£ Dr. Fr. Chr. Dahlmann In Bonn; den Generalmajor von Krleg-Hochfelden In Baden-Baden,

Pur den Ve twa Itungsausschura wird die Wahl wenigstens Eines Mitgliedes, als Ergän zung der Zahl 24 nöthlg, da 2 Mitglied« r a schieden Bind, die dem LocalausaehuJui In rTÜrn berg angehörten: Reotor i>r. Seerwagen »nd Rechts rath sei [er. Die Monatskonferenzen des Localauascbusses wurden regelmäTsig abgehalten and deren Beschlüsse von der Jahresconferenz ttlgt, welche vom 19 IS 8ept< mbei 1860 Ihre arbeiten am Sitz des Museums vollzog, worüber der Inzeig r Nr. 9 ausführlich berichtete.

Den mi t di in Museum in Bchrfftentausoh stehenden historisch e n Ve ro i a e n tu weitere acht angeschlossen, bo dass das Muaoum mit ii" in Verbindung steht, Deber die vom Ge Bammt verein Im Soptembor ;-,;" zu Müm ii' n ab gehaltene grönsere Vorsammlung und die dabei ., Museum gemacht

Bei den höhern Muscumsbeamten Bind Im

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Uebersicht der Geldbeiträge am Jahresschlufs 1860

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Baden.

Bayern.

1

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Hannover.

50

Hesaen-Cassel.

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Ht-ss^n- Darm Stadt.

Lippe -Schaumbnrg

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Mecklenburg-Schwerin

17

SO

Oldonburg.

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Oebterrolch.

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Prenfaen.

tl Gem 702

Keufa.

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Sachsen.

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Sachsen- AI tenburfr.

Sachs '-n-Coburg-Gotha.

Sacheen-Moinlngon.

Sachaen-Wulmar

ii.l.ii

Bchwarzburg-Rudolstadt

Bchwarzburg-Sondcrshauaen.

7

Württemberg.

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Sambia \ i-

II Privatka»«cn.

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ll kr. uz Peter b, Brahera. Kai 1 Lud* PreuTsen, Königin Auguste Friedrich Wilhelm . Beufa- Greis, I rieh \\ .

Hein- rich i.m\ a i.

Hi u. rieh l i: . Bei letz, Erbprlm

Heinrii h \l\ . i. I. Bachs, n, Konig Johann I

I I t.nl.n rg. Her-

»70 Sa. Ilse ii M .' in i Og BU, Her

Bernhard 100

. i ,• bu i g B idol Stadt, Iher

Behwa rsbn rg -8 lers-

hansen ber 19 :

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Forst Georg \ . I 10 19

2) in. diatisierte Ii i

. nigs- tl. kr. egg Inlendorf. Bibliothek 10 Benl he Im i ec i. le o burg-

K heda, Gral Moritz 5

Ca rolath- Bi ul hen . Purst

rieh i

Casl II, Gr. Friedrich Ludwig 18 Caste n. Graf Wolfgang 12

i i.ii Lidringen, Fürst

Edmund 84 3u

Brbac b-Erbaoh, Brbgraf

All.. 1

Brbaofa Brbaoh nnd von

PI ,i.i .-i.n. i Ibei hard n -

Brbac Ii Fttrstenan , Graf

Alfred 12

B r i) >■ Ii l' ürsten an, l

l.u.lw iL' 5

bönberg . Graf

Lndwtg Aktie -l

F ii g g e i" . Graf Emil 2

Fugge i i'.a be ii li nse n .

i.aell 8 48

Fngger- G lött, Graf Fidel

an-l - 48

Fugger- Kir. hbe rg, Graf

Hai 1 D -1

Kngge r K i r. Ii !i - i in II ..

he n eck, tirat Philipp R ai l 10 Fflrstenberg, Fürst Karl

25 i Brg , Fürs) Max

25 h , Graf Karl Iktli u i ! B.) Giech, iiratin . geh. Prelln .. Bti in . | Uctle -1

i \kii.-

ii -. il. .; kr. 11 6

Hohen lo be l'.a rtenstel n,

Karl 10

ll.. I.. ii lo l. -i agstberg, i in t Albert lo

ilohe- l ngc I fingen, i'rni/ vi.ii Aktie i

bringen, Prlru I

lohe < »■ Ii r i tik'cn . Fürsl

m i I I i n kr - -

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IS Oett ingen- W all.- rste i n,

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I' a i- p e ii !ie i ''. . Graf Ubi

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Papp -ii he i in. Gral Clemens

All..,: 4

P a |. p -' n ll e i in . Graf Kar! I

4 1* a p p r n Ii •■ i in. Gral Uax i Pli ekl er-Li m p u r;r G

l'iui r ü ekle r- Li m pn rg. l

i ll adzi wall, i in -i Boguslaw 5 [will, Fürs) Wilhelm 10 1! a tiimr. Herzog Victor nnd

Fürst von C S5

Ratibor, Erbprinz Vieler 1 45

U •• c Ii I. e rg u. lt.. t Ii e n lü- w , ii . Graf Albert 12

berg, Gral Louis s

Li in purg, Graf leb Ludvi ig 5

Sa 1 in R .' i ffe r B C ll ■' i ,1 t

lly.k.Kin-t u.Altgr. Jo8eph 17 SO

s .i y u \\iii - !■ u s te in- Berleburg, Prinz August 12

s.i i i Wittgenstein- Hohenstein, Fürst Alex. 25

s .■ h ii s Ii i- rg -Tu n ii li i' i in.

Julius 5

Schlil/.. gen. v. Gürtz, Graf

Karl Heinrich 12

i Wiesenthel .1.

Graf llu^i. Iiainian Krw.in 20

B c li S ii bu rg . Graf Ernst 11 M

> o ii .. ii t. u r kr l' order- <; 1 a u o li a u W e »■ Ii sei - bürg iL Pen ig. Graf Al- lem B I..

Bohönburg-Gl a n .' h a n, Graf Heinrieh - 45

Bchönburg -Waidenburg, Prinz Karl Ernst 8 i".

a i /. .- ii ii e r g . Fürst Johann Adoli 20

s.. i ms- li ra im fels , Fürst Ferdinand 20

Bo l in s B i a ii n fe ls . Prinz Wilhelm B r.

Sr. I ms- l.a ii baeh, Gl af l leorg B

S n 1 in s - I. a ll li a oh, I

lltlii 30

s ,, I in I. a ll li a i' ll . I i al

Reinhard s 46

s .. i in - i. a u ii a c li . Graf

Rudolph B i .

s.. I in b 1.-..1 .1 he im . Graf

I ,'n.n.l 10

Si.iin - Rodel heim . erat Maximilian 80

Suliii^- W i LI." fe ls, Gral

Magnus

sta.l Ion, Grat Philipp Btadion, Gral l.u.lolf 50

Stern berg . Grat' 12

Btolber'g Stolberg, Graf

Alfred LO

Btolberg Wernigerode,

Botho B I".

i ii ii i i. ii ii .1 Taxis, l Ural

Karl Theoe i"

I h ii in ii ii .i l a xis, Fürst Uaximllian 12

i in i n ii >.l ■• r i f. Graf Joseph 30

\\ :. I.ll.il rg Woll

w .. . i i [edrlcb

w a Idburg W n i es . h, Fürst

nlil in

Walub i Traueh-

l w aldi c i. ■' i"i Pj i hl ml.

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W i - -I . l' i" -t Hermann

ii. kr

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n p. Paulus, Dr., Bi-

i

b ) t . >i-\ u >r;.t i< hu .n un.l .im.

Die Htilfhvereine sind untei iiten begriff'

H. kr. \a !•■ n . Dibcese t

A in In- rg . Gremium der Leh- rer an .l.-i- kk'l. l.an.hvirlh- schafts- iinil Gewerbschule i 18 Gymna Bllwangen, Lehrerverein .1.

Scliulli./.irks Harburg, Gesammtheil der Lehrer i a

ll.-rinanlista.lt. BV. (iyiun. li

11 i i.il. ii rgha usen. Prediger- ein Jena, das Stoy'sche Institut l 45 Langenburg, i1 des -'\ ang. Dekanatsbi

Linz, k. k. Gj asium

i - alschule

Main/. Gymnasialbibllothek i 18 a seh, Kapitel A. C. C M ii, ii-. n . Pri digen i reiz M i.ii. Istadt, i:, alschule l >; Münchberg, geistL Kapitel :i N Brd li ii kr •■ » . von Mltglii des geistlichen Kapitels t 84

i - .■ h - Rege ii. evangeL 5, bule 1 i"

Kapitel 1 i"

Salz bnrg, k. k. 0 ; l'A

Schal slui rg Cvtuii. 7 11^

Seh l.u singen . Lehrer des k. pr. Gymnasiums * 1 '*' .

Sun .1 arsnausen, geistt. Ka- pitel 1 45

Sun ne!,, rg, Predigerverein der l'i

Thema r. Predigerverein 1 SO

Wien, wlednei Kommunal- Oberrealsohule ,; '

Burghausen, Bibliothek des 11. kr.

k. ii. .'. Jägerbataillons '-' U

M 1111 .he n . k. 1. Artill.

Kegini. Prinz Lultpold 5

Bibliothek d. Lnfan

terii-l.ciliregiuient.s 3

11. kr.

1: im berg. lüst. Verein für Oberfranken

lliiv r e ll t ll . Iu*t. \'ereiu für i 'l.i tranken

lierl in. Architekten^ erein

(.. s.iis.iiatt 1. deutsche

Sprache

Verein flti niiirki-eh.

Hellte

11 in 11 11 . Centralaussohufs der k. k. mähr, schles. Gt 1:, 1 di Lekorbaues ete.

k. k. mähr, sohle

/.. l!.i. .1. Ackerbaues, bist Sectio

Cfc 11 r . geselii. hisiei seh

lies Kantens lii aiil'Uii.l. II

Ha 1 in itadt, bist. \ rein für : Grolsherzogthum Hessen

1 1 , 1 ii. 1 \ii. rtburri

I. ra 1 /.. bist \ er. t Bl

mark

'. loga ii. w Issi

\ rein

Hall. Geworben 1

II. 1 ne, 1 a.l I . 1.. B

11. Geselllgkeits!

l..,-, ' , , ilig-

keil-^ , , ,

Verein lür sichen- bürgische Landeskunde

Hohonloubcn, %..iu-i all, ,i. Verein

KUnStlon erein

K I a ■■ 1 1 I . '■' lObil

rein 1111 Ki

, 1.., 1 c. in>i Lokah er Lübeck, Vor. I Gösch n Mterthumski

.1 . histor. Verein der fünf t'it'

II 1 hei ui . Iil-I i

rg, Trank', 11

bon, Verein 1 u blldung der Gov \l linste 1 und Päd 1 1 born.

Vorol Qoschiohl

\n. ithumik H \l 11 1,

s .. 1 .1 b a 11 Ben , w li. 1,

, . . KUnstlerveroln

17 SO s Lo

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Ottweiler, Vorein für Se- fl. kr.

Schicht»' ii. Alterthiiin 3 30

K i.il li ii;.-' Q . Alt'lllillliis-

rorein Sc-li wabach, Gewerbverein St 11 1 t^'iirt . wnrtteinb. Alter-

thumsvereln 7

Timm. Conemic-us -Verein

i w :- eil cnafl Wernigerode, wissenseh.

Verein Wesi i. literarischer Verein 3 30 w i'' - bad en . Verein t. nas-

sain-eh<- Altertlniinskiinile

eschichtaforschung 2

w ii rzbu rg, hist Ver. f. Dn-

terfranken u. Aschaffenburg 10

Annwellor, t'asinogesell- li. kr.

schafl -

seh, rnrngemetnde - Cobu rg . Freimaurerloge

'Ilinr. 2

Deggendorf, Pltzlia-Ges. 2

Wanderer-Verein 3

iii, Turnverein 2

Erlangen, Bnbenrathia *20 -

Qennania 10 -

rg, Freimaurerloge 3 30

Fulda . Burgerverein 5

Gotha, Barmonie Gesell» b

II iidii ii rg in ui e ii . Loge 2

lau, Ges. Gi mäthlichk. 2

Harmoniegesellsch. i l.uii e ii sc b eid, Gesellschaft

adschule'' 5 15

be vi: . Turn- 5

Passau, Hannoniegeseliscb. 2 Prag, Lesehalle der deut-

i Btudenten 30 3V/3

Be b « bac h, l umvereto 5

lim. Gesellschaft Amicitia 3

. r . Caslnogesellsch. l 16

Z h ein 1- ii rk- a . Caainogea. 10 - Summa \. Corporationen und

Verei U

o) 1 'rivaten.

li durch I'tlegschaften.

Anhalt.

fl. kr.

KSthen, 9 Personen '-'i SO

- I'ers. 19 15 Baden.

Bruchsal, 7 Pera 7

Carlsruhe. IS Pera, 59 59

(.'onsiwu. 1 1 I'i'rs. 22 12

DonauesvliiMgi-ii. II Pers. 22 31

Heidelberg, 1 Pers. 23 21

Mannheim, i I 112 59

Offenburg, 16 Pers. 29 i-

Pforzheim, 21 Pers. -n :>'

Bayern.

Altdorf, ii r ii 15

i; 16

Pers. 91 M

ii nbnrg, t Pers.

Anh. II 3 18

Pera u is

Pen

Bayreuth, 18 Pi ra 90 51

BeUngrles, 23 Pei 51

-In im \ d. K-. 9 Pers. i 42

i Pers. 6

Cadolzbarg, M ii 12

i Pei 7

Degf Pei 1 42

Donauwfii in, I Pei 30 i Pera.

Eltmann, 12 Pei 16 IS

Brlangi I

i mm. 6 Pers. 7 6 i i mki nthal, 6 Pars.

i ; Pers. 4>i 49

Gräfi i g, i Pera. i M

Gunzenhausen, i 3 I 16 48

' li i.ii. i Pers. ,2

brück, 18 Pi

Pol li ,i

Boltfi ii 12

i im, i Pers. i 12

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12 Pers. i 6 42

Lichten! '

i Pers.

6

Mihi nbi i ; Pers. 9 6 Munehbi rg, 16 Per»

Mini, i 223 C

H. kr

NTeuhana b. Höohstadl 8 Pers. 3

- i .1 \ ii Pera Nördlingen, 54 Pei 60 86

Nürnberg, 521 Pera 1099 42

l 45 Ochsenfurt, i Pei -. Pappenheim, it Pen 11 50

i. 14 Pers. Pfarrkirchen, 15 P

i: nsburg, >i Pers. IM 21

ii. 8 Pers. -. ifeld, l Pei 3 -

Schrobenhausen, i Pera. - 30

abach, .'. Pi 8!

Schwarzenbacli a. 8., 12 Pars, n 91 Schweinfurt, ■.'<• P 12 9

Speli i , . Pera 16 12

Btadtsteinacb, 5 Pers. 12

Straubing, 25 Pera Traunstem, 51 Pers. 53 51

Waldsassen, 1 Pers. 10 -

\\ allersti in, 6 Pers. 11 6

Weiden, 7 Pera 11 24

Weiisi 1 Pers. 6 6

u 1 1 eck, 9 Pera. 12 39

Wunsledel, 1 Pi ra

Wttrzburg, 9 Pei - 34

/.. lilitzhelm b. Volkach, 1 Pera 1 30 Zusmarshausen, 1 Pers. 4 4*

Zweibrüeken, 11 Pera 92 46

Belgien. Brüssel, 9 Pi 1 26

Braunschwelg. Braunschweigi 1 Pers. 3 30

Bremen. Bremen, B Pera 11 16

Frankfurt a. M. Frankfurt 26 Pera 89

Frankreich. Havre, 9 Pers. 5 50

Paris, 3 Pers. 17 30

Kamburg. Hamburg. 6 Pera 13

Hannover. Emden, 1 Pera. 1 45

Göttingen, 18 Pera 2C 50

Hannover 32 Pers. 59 20

Osnabrück is Pers. 24 80

Osti rode, 1 Pers. 1 10

Stade, 7 Pi 1- 10 55

\ erden, 1 Pers. 1 12

Hessen - Cassel. Fulda, 81 Pers. 32 42

Hanau, 9 Pers. 13 27

Marburg, .. Pera 9 45

Schlüchtern, 29 Pers. 14 32'/*

Hessen-Darmstadt. Ai/.ei. 2 Pen 1 12

Büdingen, 25 Pera 14 B6

Dannstadt, 17 Pers. 7n 45

Giel'sen, 50 Pera »9 51

König im Odenwald, n Pers. 3 24 I. unterblieb. 7 Pers. 57 45

Mainz. 6 Pera. 8

MicheMa.lt. in Pers. 54

Nidda, B Pers. 18 SO

Offenbach, 1 Pen. 18 90

Schönberg a-d-Bergstr., 7 Pers. 9 18 Worms, jl I'ers. B6 6

Hessen-Homburg. Homburg v. d. 11.. 6 Pers. 12 42

Holstein-Lauenburg. Kiel. 4 Pi 1- 7 li

Kirchenstaat. Born, 1 Pera 12

Lübeck. Lübeck, 19 Pers. 1 II

Mecklenburg-Schwerin. Schwerin, 15 Port. 28 -

Ittecklenburg-Strelltz. in/.. :. Pers. 21

Nassau. II. kr.

Limburg a. d. Lahn, B Pers. 37

1 80

Nordamerika. Baltimore, 1 Pei Oostorreichlsohe Monarchie.

II kr.

Baden, bei Wien, 2 Per. 8 n> Blstritz, 19 P.-rs. 1 1 26

Pera 22 12

4 89 Brunn, 1 P

"IUI;, lo Per». I '

Egei

:•! is

7 Pera 18 41

Klosterneuburg b °l Pera

1 .1

Loltmi ritz, 16 P< 1

Linz, ! Pi

ri. kr.

Lissitz, .. Pers. 19

Mediasch, 1 ' IS 16 n Pera

Olmütz, ls Pers. Pesth, 1 Pi Prag. 1 9 Pi Presburg, 17 Pers.

8 i lisisell-K' gen. s. Sehlii sbllrg. Salzburg. I P< Schärsbnrg n.Säcbsisch-Ki 1 . Pera

S P. Is.

in. st. 1 I'ers. 1 10

m, i" Pi 1-. 19 is

Wien. 115 Per-. SIC 21/j

Oldenburg, Oldenburg, 11 Pers.

Freufsen.

Alt-Buppin, 9 Pen. ;, li

Arnsberg. 12 Pers. ?i

Berleburg, 5 i'ers.

Berlin. 205 Pera 525 2i/,

il 98 Pi i- 89 2iy, Bonn, 18 Pers. Braunfels, B. Wetzlar.

Bramisln ig. l P.rs, 7

Breslau, B Pera ii 45

Clei e, 9 Pera

Cohlenz. 11 Pera 21

1 ..in 1:1 Pei ;n 25

Crefeld, 16 Pers. 26 15 Düsseldorf, .1 Pera.

Elberfeld, 4 Pers. 17 30

Erfurt, 5 Pera 10 so

Gladbach, 1 Pers. 1 45

Glogau, 3 Pera 7

(lorlitz, 2 Pers. 3 30

Gransee, 1 Pera 7

Halberstadt, 2 Pers. r, 1 5

Hamm, 14 Pers. ei im

Iserlohn, 65 Pers. 125 i9'/a

Langensalza, s Pers. 39 22'/3

l.ngiiitz. 1 Pers. 1 4i

Magdeburg, li Pers.

Pens. 7

Mülheim a. d. Kuhr, 1 P. 1 1:.

Münster. 4 Pers. 11 -

Neubaldensleben, 2 Per«. 3 30

Neuwied, i Pers. i 45

Nordhausen, 7 Pers. 15 10

Posen, 20 Pers. 35 -

Potsdam, 11 Pers. 19 321/,

Bauden, (Schlol's), 23 Pera 44 20

Rolsleben, 1; Pers. 10 30

Saarbrücken, 7 Pers. 1:.' 15

St. Goar, 2 Pera. 1 30

Siegen, 11 Pers. 18 227.,

Soest, 9 Pers. i if,

Stettin, 6 Pers. is 1 .

Thoin .1 \\ ., in Pers. 27 7'/j

I- 1 111. 2 Pers. 3 30

Trier. 2 Pers. 3 30

Triglitz bei Putlitz. 6 Pers. 10 30

Warburg, I Pers. i 45 u I i nigerode, 2 Pers.

Wesel. 1 Pera. 1 45

Wetzlar ii. Hrauufels. i Pers. 8 45

Wittenberg. 1 Person l I

Worbls, i Person 1 i .

Zeitz. I' Pers. ig

Beuss.

Gera, 1 Person 2

Sachsen.

Annaberg, 2:< Pers. js

Chemnitz, 8 i'ers. 5 30

UreMlen, 20 Pera 1

l- irii.'ig. s Pen 1 1 Glauchau, 1 Pera Leipzig, is Pera

Mel en 10 Pera u 15

Pirna, i Pei - 10 Plauen, 10 Pera

Zittau. 7 I'ers. n 41'^

Zu ickao l Pi l 46

Sachsen- Altonburg.

Altenburg, 7 Pera i i Sachsen -Coburg- Got Im Cobo rg, 19 Pen Gotha, 1 1 Pera

Saohscn-Meinlngen.

Hildburghausen, 2 Pen 7

Molnlngen, i Person «.

Salzungen, t Pera i t

Bonn« I i s

Saohscn- Weimar. i

I ■• i |0 i

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\\ iiii.ii. I - II ' , Sohwarzbnrg-Sondorshauaon. l 16 Sobwolz.

ZUrloh 8 Pei

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57

58

30

Württemberg. I I

I : Biberaob, 2 I Blaubeuren, 8 Pera, Cannstadt, 8 Pers. Crailsheim, B Pers. Edelfinken, 2 Pers. Ell Wangen, 20 Per». I i i Person

I

Per« Hall. 5 i'. r-

Bkircnbi rg a. >l. Jaxt, 7 Pers, Lndwigsbnrg,

n . Pers. < )e bring« d, i Pers.

-. ii* Pers B

Rottweil, 15 I Stuttgart, 29 Pers. Tübingen, 6 P Tuttlingen, n Pers.

1 Im I .

Wurzach, I P

Summa ron Pflegschaften in«; 57

mittelbar eingi ;da Pfleg«

Baden. Freiburg im Br, . 1 Pera l'

Bayern. aibling, 1 I'ers. tu, 1 Pers. llink-lsliiihl, ;, I' . Dürkheim a. d. Bardt, 1 Pers. Ebern, 1 Pers. Germersheim, 1 Pers. Qünzburg a. Ü., 1 P. Kempten, 2 Pera. Klingenberg, 1 Pera Landau Rheinpfalz . S i'ers. Marktlii'ii. 1 I'- i<

Uemmlngen, - Pera Bferkendorf, i Pi Meunburg v. Wald, 1 Pers. Pfaffenhofen a, d. Lim, 1 Pera Pirmasens, 1 Pera Rothenburg .1. d. T., 2 Pers. Vilshofen, 1 Pers.

Zwiesel, 1 Pers.

Dänemark. Kopenhagen, 1 Pe *a

England. Birmingham, 2 Pera

Frankreich. Uülhausen, 1 i' rs Btrafßburg, 1 Pen

Griechenland. Athen, 1 Pera

Hannover. Buxtehude, 3 Pera

[ig a. d. Elbe, 1 Pera I Leim, 1 Pera

Kienburg, 1 Pers.

Hessen-Cassel. Cassel, 8 Pera Behmalkalden, 1 1

Holstein-Lauenburg Altona, i Pers

11. Sehlo b, 1 Pen

Kirchenstaat.

1 :•

Mecklenburg-Schwerin.

Güstrow .ii' 7

11. 1 Pera 1

Biostock, 1 P

BIccklenburg-Strclitz. \' Hin andenburg, 1 Pi

l .. .h 1 . 11. ! I '■ 1 7

Moldau und Walnohei.

2

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Oestorroloh. Honaroblo.

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Melk, i Pera

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Preufsen.

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,, kr H. kr fl. kr. ll'.ln n, 'II ■ln-SipiiarinKcn, Fürst

d, I Pen i 41 Hamburg, K"'!,. ,, .- ,

,,„ :,..,. ; ,, Hannorer, l » 146 8wn-WlK«Mtelii, Pbd» BniL

Klrcl lmn.T., 1 Per. I Iserlohn, l - Altenburg*entinck, Graf C. A. J. v.,

Knnzelsau, i I 16 8 i bau, l - Uiddachten.

, ;, Kp.iiMa.li -' - Die rier Besitzer der Grafschaft

■':.;.' j l',,,, 2 I 18 tohim, Grafen Dohna-Sohlobitten.

1 , , , . - . ,,.;,./ i . ii" Donhoff-Frledi Graf August

5 1.; Summa Y.elnzelnenPrivaten 178 ii ^Xi" a/L. 2 , su, In Friedrlohstein.

",0— i j- l Im i - Pappenhelm, Graf und Stand

S d)A« Mannheim, I - B Cudwig zu

. u. Künohen, i - W Lehndorff, Karl Graf v, auf Steineck.

? * „. kr. Nürnberg, I - Ledebur, Leopold u. Heinrieh, i

Uisbaeh, i 11 Oldei :g, I -

Hnfaiand ' - >" Osnabrück, I .. - 10 U «rum I Irtlngen . Frhr. v, k. w.

U I . . iv,, | - Berleburg. . - r > - ' -<"•»-'• 1" < «ta

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Brüssel, l - Bohönberg, i 6 Tborn, die Stadteemelnde.

uWhunTiPin 17 in Büdiniten ich a/8 ! Pen 2 U Christophen-Geseltaohaft in Nürnberg.

l^ " OarÄe I - telnaoh, Weld l llsehaft daeelb8t

Cburg, i 1 « innd, l , l 45 Zeltner Job., Fabrikbesitzer,

45 Orefeld, - - B '•'■ Gebrüder DiUmayer «'"' Btelgen-

Sachaen. tadt, i . 1 I " •■ berger In München.

Dahlen (Schloft" i Per. Deggendorf, 8 . I Wetzlar, I - A.ufsehj.Hngo, Frhr. v. n. »., in Ob

i 4B D ren, 2 - 2 U Zerbst, 8 . - ;i.itsens.

, , , , AuAefsDr., Hans Frhr. tu. a., Vor-

S. h-, u :;oaderahanaen. I ' - rtand des germ. Museums.

rshaasen, I Per. B 49 Erlangen, l - Baubeiträce zur Kar- b) Zur allgemeinen Bau-

Schweiz. Bkfori M. 2 , rr.an«P bzassa

"-11 '■;:■„ ! " ; . ,aa'e' ,. Pfdrringer; Dr.7^^gensburg 10 ft

vi r.,, ii'T. - l) Zu dorx Kr-enzgangfenB- Fllll, ,,:„;,.,, ,„,_ „lri.klor in

Mr'" Württemberg. QottT « - » ien. :..-. iL. .u. I ■,.,■.-<.... | .nach m. 45 kr.

B5hmenUi * Gättlngen, i - i Ihre MaJ.Könlgin Auguste T.Prenfsen.

Rechnungsausweis des germanischen Museums, vom 1. Juli 1859 bis 30. Juni 1860.

I. Einnahmen. <' Regiekosten.

ans voriger Beehnnng. Cransporl 14,710 fl. U kr. ä pf.

i US ■' ■" '' 1) SchrelbmaterlaUen . . . . 137 fl. ig kr. - pf.

lefekten und Er- Gebühren für Insertionen in

utzposten r - « öffentliche Blatter . . . . 171 55 -

orl- 8) Beheizung, Beleuchtung, Belnl-

. 3103 8 n 2 i. -""-' < 6j4 " S » " "

««r ii 1a t, .,f -l) MaterialbeddrfnWse lur die

,. , , '" "■ l8 kr ~~ '"• Buchl lerei, Sohrelnerei

11 ' nterstütinngsi , SrM, „„.,.,., ;,,.-. . äs - 2

i \., . i.i aJttlenfond HO B. M kr. pf. ,, pesgl. für .Ii.' Sammlungen

Igen »on and Ateliers 235 r

fl. 17 kr % pf. . 86 » 8 - , 5o„ 20 -

,,i..,„i..„ Jahrs . •!" - n - B - "• Öffentliche Lasten und Penerver-

i In Stiftungen - siclif rungsbeitrage.

irdentllchen Ein- a) Grund- und Haussteuer, Ar-

nahmen 10 » n . - » menbeitrage . 88 11. 81 kr. 8 pf.

1 n 88 - 2 n .' Huui.lvi'i>iihi'riMi(.^li.ilrage 163 g 8 n

i Ertrag der arbeiten nnd Samminngen. 1;"; - M » * «

i \, i -[. .. ,,,. i. ,,, I l'.irtogebUhren, Fuhr- und Botenlöhne . . 1,717 in r

der Bcbriften und für Ar- F. Miethzinse .... 252

Sri "^ "' «• B"k"te lEinrichtnng.gegen.tande.

den 1860 - •' - aj Gebäudeunterhalt . . . 248 H. 82 kr. pf.

. : . n l.i Wiederherstellung und

0 ,.*. ,- l Hin h;iliinit; >i. Gartens Ml - 37 - 0 Slnrlchtungsgi gen tandi

i> . '" mtp'T-nnai» 1.000 „,„| Reparaturen . . . 599 n 17 r

1 Vorsco ...:i B 16 » b

, , ,„ 11 Druokkost6nnndBuob.blnderlob.ne.

Izten vktivror- BuchdrnokerkosteB IncL

M 18 - 20 - - Papier 2810 H 24 kr. pf.

I17u ,., , b) Btelndruekerlühne inol.

" P ipler 266 22

iIIt Kinimhi . fl. 10 kf. 3 pf. , i;ui feriülme . 21 » 2 n - n

II. Ausgaben. 3>086 i> » «

\ r.i'.r- gor Keehnung. L Pur die Sammlungen, Lnschaffnngen etc.

,28 fl. 64 kr. pl a 1 hi\ ... 868 fl, 10 kr. - pf.

1. 1 im die Bibliothek . . 718 87 n <i

0.6-

, 1 p| thumssammlung. . . . 766 n 81 -

11 Besoldungen nnd \ 1 itnngon. .1,1

11-

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1 fl. I kl k - " " Li-

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Summa alli a kr. pl

Absohlufs.

"•" '" ' si.m kr. 8 pf.

14,1 1 . Summa all 1

Kaasabesl tnd BIO n ie k. pl

ii.,. h. im. kerol Ii Nttrn

(Extra- Beilage zu tfr. 1 des Anzeigers.)

Ritte und Aufruf an alle deutsche städtische und andere

Gemeindebehörden.

Seit das germanische Nationalmuseum es unternahm, eine Reihe deutscher Städte und Gemeinden um patrio- tische Beihülfe zum Gelingen des nationalen Werkes anzurufen, hat eine nicht geringe Zahl derselben unserer Bitte bereitwillig Gehör gegeben, indem bereits; auTser den 1 freien Städten Frankfurt a. M., Eamburg, Bremen und Lübeck, schon über Jim < iemeinden aller deutschen Staaten das germanische Museum durch jährliche Beiträge unter>tut/.eii. erfreulich dies Resultat ist, so bildet dach die Zahl der bisher nnbetheiligt gebliebenen Gemeinden noch immer äie Mehrheit Wenn wir uns nun auch an diese vertrauensvoll wenden, so geschieht es in der durch die erwähnten günstigen Vorgänge gesteigerten Hoffnung, daüE die Zeit nicht ausbleiben werde, wo das germanische Museum sich rüh- men darf, alle deutschen Städte und gemeinden einmüthig zur Förderung lies bis jetzt noch einzigen und unveräusserlichen Eigenthums der deutschen Nation beitragen zu sehen.

Zu unseren Aufgaben gehört wesentlich die Zusammenstellung des allenthalben sich vorfindenden Materials für deutsches Städte- und Gemeindewesen und die Einzel- und GeBammtgreschichte der deutschen Städte. Jeder einzelnen Stadt- und Marktgenie inde ist im germanischen Museum eine Abtheilung gewidmet. Obwohl noch weit da\on entfernt, jetzt schon etwas Vollständiges im Einzelnen hierin liefern zu können, sind wir doch » im Stande, auf manche Anfragen über städtische Ehreignisse, Zustände, Herkömmlichkeiten, Einrichtungen, Rechte und Ansprüche rermöge unserer Sammlungen Auskunft zu ertheilen, oder Abbildungen und Copieen zu liefern. Ist nun auf diese Weise ein großer Theil unserer Arbeiten der Geschichte der Städte und Gemeinden gewidmet, so glauben wir auch auf deren l'nterstützung zahlen zu dürfen, und dies noch um so mehr, als unser Bestreben bereits von den bedeutendsten der deutschen Hauptstädte laute Anerkennung gefunden. Was die Stadt Berlin als Motiv ihrer kräftigen Unterstützung des germanischen Natioiialmuseums ausgesprochen hat: „dasselbe sei für die Kommunen Deutschlands \on wesentlichem Nutzen," ist auch in Pipers Zeitschrift für deutsches Städtewesen zum üftern nachgewiesen worden.

l)as germanische Nationalmuseuni wird diese seine ehrenvolle Aufgabe in immer höherem Mafse erfüllen könuen, je kräftiger es von Seite der Städte und Gemeinden des deutschen Vaterlandes darin unterstutzt wird. Wir hegen daher die Zuversicht, es werden sich auch die übrigen Gemeinden, den schon vorangegangenen, hier verzeichneten mit einem verhältnifsmäfsigeu Jahresbeitrag sich anzuschliefsen, bereit finden lassen, und bitten, solches uns anzuzeigen.

Nürnberg, am 24. Januar 1861.

Die Vorstände des german. Museums :

Dr Freih. v. u. z. Aufscss, 1 Vorstand. Dr. Frcili. Hoth v. Selireckcnslein. II Vorstand.

Jahresbeiträge der Gemeindekassen, der Städte- und Gemeindecorporationen.

Bernburg Käthen Zerbat

Bruchsal Ettlingen

Karlsruhe Mannheim U ..irch Pfullundorf

Altdorf Amberg

(Die mit * bezeichneten Beiträge sind vorläufig nur für 1 Jahr zugesichert.)

Anhalt.

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Dinkelabühl . Donauwörth. I : akoben . Erding

Greding . Gundi langen Güuzlmrg a. D. Gl ohausen Ibisbruck Hof .

1 ' !t [pnofen . Kaufbeuren . Kempten .

Landau . Landahut

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Biberach (Amtsversammlung). 25

Biberach 5

Cannstadt 5

Ellwangen (Amtsversantmlung) *50

El'slingen . .... 5

Geislingen '5

Giengen aus d. Stadtkasse . 10

Giengen aus d. Stiftungskasse 10

Gmünd (Amtsversammlung) 11

Gmünd 5

Göppingen (Amtsversammlung) 15

Göppingen 5

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Kirchheim u. T. (Amtsverslg.) 25

Kirchheim u. T 5

Künzelsau (Ämtsversammlung) "100

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Leutkirch 3

Ludwigsburg (Amtsversamml.) 20

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Saulgau (Ami vw ammlung) . 25

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Bnchdr.

NÜRNBERG. Das Abonnement des Blattes, welches alle Ifonate erscheint.

wird ganzjährig angcnüiumen und betraft nachd.r neuesten Postconvention bei allen Postämtern and Buchhandlungen Deutoch iamis im I- i lestri Ichs .in. B6lor. Im -'i n Puls oder .' rhlr. pr<

Für Frankreich ftDOILD Le rt man in

BtraiBburg bei V. F. Schmidt, in Paris bei de« deutschen Buchhandlung von F.

Kliiirk*i*-t k, Nr. 11. nie de- Lille, odet

ANZEIGER

Füll hl NIE UEII

Neue Folge.

bei dem Postamt in Karlsruhe; für Kna- Inntl bei Williams & Norgatr. 14 Htn- rietta-8treetOorent-6arden in London ; für Nordamerika bei den Postämtern Bremen nmt Hamburg.

Inserate, trelche mit den Zwecken des \n/.i-.r- und dessen wlssenschaft- liohem Gebiete In Wrhindung stehen, werden angenommen und der Baum ei- ner Oolumnemteile mit 7 kr. oder i s<r. berechnet

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7111

Achter Jahrgang.

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ORGAN MS GERMANISCHEM MÜSSÜMS.

Februar.

Wissenschaftliche Miüheiluiigen.

T a n p .

Eine historische Skizze.

Von Conradin v. Moor in Chur.

(Forlsetzung.)

Ob der Name Tarasp mit mehr Grund von Tra-spes, oder, wie Andere vermiithen , von terra aspera herzulei- ten, mochte wol für immer unentschieden bleiben Im erstem Falle wäre allerdings eine Kesignation Ulrich's, ein Aufgeben aller Hoffnung zur KUckkehr nach Italien in dem Umstände zu erblicken, dafs er durch Erbauung des stattlichen Schlosses seinen bleibenden Wohnsitz in dieser 'Gegend nahm. Wie lafst sich aber diese Flucht Ulrichs in das Kngucliii mit der Angabe Goswin's*') in Einklang bringen, dafs das Geschlecht seinen Stammsitz zu Castellatz gehabt habe? Man mursle denn annehmen, dafs das Geschlecht schon lange unter einem andern Na- men im Vinslgau (zu Castellatz) blühte und auch im En- g.niin ImuiiI.m war, wo namentlich Eberhard, dei i.mii. der des Klosters Schills, wohnte. Ulrich (I), in der luni- bardischen Ebene sich einen weiteren Kreis seiner krie- gerischen Thatigheit suchend, mußte bald Beinen Flui- den und Neidern, die jeder Fremde m> leicht findet, wei- chen und floh in das Vlpengebirge zurück, wenn auch naht zum Stammsitz seiner Vorfahren , doch dahin, wo

11 ) Chron., 82.

sie auch Guter besaßen, nämlich in das Eugadiu, wo er, >i lange noch eine Holfuiing seiner Ruckkehr nach Ita- lien schimmerte, zu Vetlan wohnte und spater erst das Schlots Tarasp baute. Doch ist dieses eben nur eine Conjectur, um den Widerspruch zwischen der Angabe eines Stammsitzes zu Castellatz und einer Flucht aus Ita- heu in das Eugadiu zu lösen

Was die Herleitung des Namens Tarasp von „terra aspera" anlangt, so mochte noch dermalen, wo sicher- lich viel Boden der Cultur gewonnen wurde, das hügelige, mit Gestrüpp bewachsene Erdreich der rechten Inuseile in der Umgebung des St hlofshugels dafür sprechen l'e- brigens erscheint der Name des Geschlechts auch als Teperesti M i

\on Uli ich 1. ist noch zu melden, dafs seine Ge- mahlin Iiminguid in erster Ehe mit einem des Gesohlechta von Eppan und Ulten vermählt und Mutter des Grafen Arnold \ Greifenstein geworden war. Dieser. Ulmli's Stiefsohn, wie auch Egno von Matsch, seinei Schwestei (der Vorname ist unbekannt) Sohn, trugen durch reiche Vergabungen viel zum Wohlstände der neugestifteten hbtei su Hai ienbei g bei :,,i

Wann das Kloster zu Schuls eingieng, ist genau zu ermitteln kaum möglich Immerhin existierte es noch geraume Zeil muh den Uebersiedlnugen nach St. Stephaa

"1 Cainiielli Topogr., 101 - ''I Goswin Chron, 71 u 7.Y

r.

Anseiger lur Kande der deutschen Vorzeit.

w

und Marieiiberg, so dafs jedenfalls nicht alle Cönventua» It-n dahin mitgezogen sein mufsten Goswin berichtet darüber '■'') . dafs bei Gelegenheil der Fehde zwischen Woller v Vaz und den Volten \ on .Maisch Kr.-terer im Dorfe Schals Keller anlegte, da.- dann .null die Kirche

niederbrannte. Sie sei nicht mein versöhnt wurden, so dafs das Eingehen des Klosters damals stattgehabt zu ha- ben scheint Von dieser Fehde aber melden weder Eich- horn noch miIi- - >ee i is etwas; doch möchte sie aller Wahrscheinlichkeit nach in die Zeit fallen, wo Bischof Arnold (v. Matsch) auf dem bischöfliches Stuhle in Cur saf>, also zwischen 1209 und 1220, wenn anders der Ansprach der Voglci Cur. Seitens derer von Vaz, wirk- lich den Anlafs zur Fehde gab, wie der Herausfeber Goswm's in einer Note behauptet :" \ Urkundliches fin- det sich darüber nichts vor.

Das Todesjahr Ulrichs I von Tarasp ist uns ebenfalls unbekannt geblieben. Dazu herrscht bei Goswin zwi- schen den beiden Ulrich (die hier mit I und II unter- schieden werden) eine merkwürdige Verwirrung, indem er beide ..Stifter" von Marienberg nennt Nur durch die verschiedenen, von der Chronik bisweilen beigefügten Namen der Frauen ist die Dislinction möglich

Auf Ulrich II., des erstem Ulrich Sohn, treffen wir zuerst in einer Urkunde vom 25. Hin llfiO1"). in wel- cher er, mit der Welt zerfallen, dein Bischof Adelgot von l in für dessen Kirche eine Anzahl seiner vornehmeren Ministerialen, seinen Antheil an dem Schlosse Tnrasp (die andere Hallte gehörte seinem Itrudei Friedrich: denn wir Baden des letzteren Sohn, (iehhurd, als spatem Besitzer) und alle- dasjenige schenkte, was ihm unterhalb der Clus"'i eigen tbOmlfch war Er wurde für den reichsten Herrn im Engadin und VinStgau betrachtet, und in der Thal nennt obige Urkunde als Ortschaften, wo er eigene Leute, (nitei und Einkünfte besafs, eine Menge Dorfer

nicht blos im untern Inathal und VinStgSU, s lern bei- nahe im ganten Gebiet dei naebberigen drei Bünde, wie Laas, Bchleia, Tartsch, Mals, Borgeis30), alle im Ei.mIi- lande; Teil, Hont und Greifensteiu ebenfalls in Tirol; Ried und Pliefs unterhalb der VinStermanz : Schals, Vet- tan und Gnarda im untern Bngadin ; Vfcoauprano und Casarcia imBregell: Marmela nnd Scbweiningen Im Ober-

'*) t l,r..„ . - ; - '•) I hrou . B8, (foU II

1 id dlpl zur Gesch. d Rep. Grauhunden, l. .Nr 186 Sowol I il Bern kommen in Banden an fielen Orten wer und bedeuten Ujl eini rhalenge. Bei Gorwinui wird dieser Ort aueb Barghausen ge- nannt, dii enden Beseichnung 1*1 die gebräuchlichere and auch heutzutage noch abliebe,

halbstem Dann auch die Thalschaft Schaufigg. Unter der Clns ist Vinstcrmunz zu verstehen Wohlwollend sorgte Ulrich v. Tarasp dafür, dafs seine Ministerialen bei dieser Schenkung der gleichen Rechte theilhaftig wur- den, wie die übrigen Ministerialen des Bisthums Cur, und dafs ihnen namentlich Schenkungen und Vergabungen an die Abtei Marienberg unverwehrt bleiben sollten

Da bei Goswinus beinahe nicht- in chronologische/ lieiheufolge erzahlt wild, und auch, nie Btbon oben be- merkt, beide Ulriche rStifter" genannt werden, weshalb Manches Im den Zweiten gesagt scheint, was dem Er- sten gilt und wieder umgekehrt, ist nicht wenig Vor- sicht nothwendig, wenn man bei gedrängter Zusammen- stellung der Hauptfacta die Zeitfolge beobachten will

Um wenige Beispiele anzuführen, so wird die Erbau- ung des Schlosses Tarasp erst da erzählt'1), WO Ulrich II. das Ordcnsklcid anlegt. Dabei wird der Erbauer oft ohne Anführung des Taufnameus einfach ..der Graf" ge- nannt. Von den vier Hauptinomenteii im Leben des zwei- ten Ulrich, nämlich der Ursache seiner Wallfahrt, dieser selbst, der Vergabung seiner Guter und seines Eintretens in '.- Kln-ter, referiert der Verfasser der Chronik zuerst das Allerletzte *1'1) . dann seine Schenkungen33) und dann erst dasjenige, welches allem diesem vorausgieng und auch nothwendig vorausgehen mufste").

Der Verfasser dieser kleinen Arbeit hat den Inhalt des Doeiimentes vom 2i. März llo'O deshalb Allem vor- angestellt, weil in demselben die erste urkundliche Er- wähnung Ulrich"s II geschieht. Im Uebrigen möchte folgende- Zn-iimmeiireihen am ehesten geeignet sein, die Verwirrung hei Goswinus, sowie die in seiner Darstel- lung erscheinenden Widersprüche zu losen.

Die Ursache, diifs Ulrich II nach dem gelobten Lande pilgerte, war eine Blutschuld, welche er nach der in je- ner Zeit herrschenden Sitte durch eine Wallfahr! an söh- nen gedachte. Solches berichtet Goswinus ausdrücklich, und da im Verlaufe seiner Chronik noch folgende Bege- benheit erzählt wird, so mochte wohl in derselben der ScblOaael an Mlem, was die Folge mit sich brachte, zu

Ol hen sein

Man ei zahlt sieh mich . wie ein uar uberinuthiL'er,

rauher Mi auf einem Schlosse hanaete, nun Forsten- burg*) geheifsen, dei unsern 8tifter unaufhörlich neckte

'l Ihren. 36. ") Chron., 78. ") Chron., 77.

'i Nämlich den Grund, weshalb er tum h. Grabe pilgerte.

Chron. -I i Bischof Heinrieb IV ron Cur. ein (Jrnf v Kontfort, er

baute dieselbe zwischen l'Jfil und 1272. vielleicht auf die Trümmer dei alten Schlosses. Eichh. Ep. Cur.

45

Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeil

46

mit Spott und Schimpf. Lang ertrug er diesen Huhn; duch langer mochte er'« nicht mehr dulden. Als eines Tag» der Spotler ausgeritten, brach Ulrich auf diese Kunde zu CastellaU mit seinen Knappen auf und eilte ihm, vom obern Schlofsweg her, entgegen. Am Ort im Feld, wo nun das lange Kreuz, da traf und erschlug er ihn und seine Knechte. Diesen ward die Kleidung ab- nummen und listig Ulrichs Knappen angelhau. Nun gieugs mit verhängtem Zügel dem Schlosse des Erschla- genen zu Die Burgfrau sah die Kommenden in verstell- ter Flucht und, wähnend, ihr Herr mit seinen Knechten sei abermal geflohen, was früher oft geschah, vor dem „Hirten", (so nannten sie ihn spöttisch), licfs eilig dasBuigthor offnen. Jetzt ward ihr der Irrthum schreck- lich benommen, sie vertrieben, die Burg geleert und ge- brochen.'

Dafs es diese, gegenüber der erlittenen Unbill in gar keinem Verhältnifs stehende Bache war, welche Ul- rich's II. Gewissen in dem Grade beschwerte, dafs er nur am Grabe des Erlösers Verzeihung dafür finden zu können hoffte, ist so wahrscheinlich, dafs wir nach kei- nen weilereu Beweggründen zu forschen brauchen. Die Pilgerfahrt fand statt, und zwar, wie später hervorgeht, vor dem Jahre 1160M). Auf derselben mochte wol auch der Kntschlufs in ihm entstanden und zur Beife ge- diehen sein, sich durch Entaufseriing seiner irdischen Habe für ein contemplatives Leben vorzubereiten, um dann als Mönch zu Maiieiiberg Buhe und Frieden zu finden.

Es ist demnach anzunehmen , dafs Ulrich II. unmit- telbar nach seiner Bückkehr aus dem gelobten Lande obige Schenkung an das Bisthum Cur gemacht habe. Das Näm- liche ist mit seinen Vergabungen au das Kloster Marienberg der Fall. Es waren dieses Alles GegenstSnde, die er

gemeinschaftlich gefafsteii Entschlufs. in klosterliche Ab- geschiedenheit sich zurückzuziehen.

Bevor jedoch derselbe bei Ulrich II. zur Ausfuhrung kam, hatte er noch auf mancherlei Weise für die Sicher- heit seiner Schöpfung Marienberg zu sorgen. (Fortsetzung folgt.)

I iImt den Gebrauch nrabiiicher Ziffern und die VeränderuiiKen derselben.

Vom Oberrentamtmann Manch in Gaildorf.

(Mit Abbildung.)

..Ueber die Entstehung und den Fortgang des Ge- brauchs der arabischen Ziffern" hat Dr. Denzinger schon im Jahr 1847 Mitteilungen gemacht (s. Archiv des hi- storischen Vereins von Uulerfranken und Aschaffenburg; IX. Bd., II H , S. 103), von denen mir jedoch nicht be- kannt geworden, ob ihnen andere nachgefolgt sind, noch zu welchen Resultaten sie geführt haben.

Mit der Annahme Denzinger's, dafs die arabischen Zif- fern in Deutschland erst gegen das Ende des 14. Jahrh. bekannter geworden seien, stimmen die von mir bis jetzt erhobenen Notizen insofern überein, als sich die aus der ersten Hslfte des genannten Jahrhunderts aufgefundenen Beispiele zur Zeit noch auf eine verhältnil'smal'sig sehr geringe Zahl beschranken. Der weitem Annahme dage- gen, dafs sich auf öffentlichen Denkmalen in Erz und Stein, oder an Gemälden vor dem 15. Jahrh. keine der- lei Ziffern nachweisen lassen, vielleicht nicht einmal mit Sicherheit vor dem Jahr 1135. vermag ich in solch all- gemeiner Weise nicht beizutreten.

Ich th'eile zw ar die Erfahrung, dafs man bei Beurtei- lung solcher Denkmale aufseist vorsichtig seiu müsse,

Zustände. Sprache und

Schrift. Skhriftkunde.

vor seinem Eintritt in*s Kloster geordnet sehen wollte, und insbesondere nicht unbedingt jede Zahl für echt,

um daselbst, ganz abgezogen von weltlichen Angelegen- heilen, leben zu können. Die Schenkung an Marienberg füllt in das Jahl 116187), ohne Angabe des Tages, und es erscheinen als Schenker neben Ulrich II. auch seine Gemahlin Uta und sein Sohn Ulrich, den wir mit 111 be- zeichnen Die Vergabung umfafste aufser seinen gerin- geren Dienslleuten (ministeriales) auch noch eine Menge von Holen, meist im I nterengadin, zur Begehung seiner, l in'-- niid des Sohnes Jahrseiten. Dieses gemeinsame Vorgehen deutete schon auf den von allen drei Gliedern

J6) Wie die Chronik weiter erzählt, weilte Ulrich v. Ta- rasp längere Zeil im gelobten Lande>9 indem er an dem Kampfe gegi n die l »gläubigen fix il nahm.

") Cod. dipl., I .Nr I 17

d. h. als in der Thal aus der Zeil stammend ansehen dürfe, die sie nu^ilit, glaube desuiigeachtet aber, mich für aberzeugt halten zu dürfen, dafs, wie nur Siegeln, WO ja jeder Zweifel schwinden mufs, so auch an Bau- denkmalen schon mit dem Beginn des 15. Jahrh

bische Ziffern gefunden werden

\\ i im /. 1! Di Klunzinger in Beiner artistischen Be- schreibung der Abtei Bebenhausen, S. ' a. IT. erwähnt, dafs er auf den, an der östlichen fiufsernWand des Chors der Kirche daselbst stehenden Epitaphien der beiden Achte und Brüder Lupoid I Uli ich die arabischen Zah- len 1300 und 1 :'. 2<> neben lateinischen gefunden habe, und wenn sioh in der Scblofskirche zu Pforzheim die Zahl 1371, und an jener /u Hublhausen a N die Zahl i:is:t, sowie hui einem, an der nördlichen Seite des Doms

4;

Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit.

4S

I!: Coustanz stehenden Grabstein die Ziffer 139S Rodet, mi liut man, v orausgesetzt, dafs das Gegeiltheil nicht ur- kundlich dargethan werden könnte, ganz, gewifs keinen dringenden Gl und, die Echtheit der Schrift in beiweifelll, zumal dünn nicht, wenn in Betracht gezogen wird, dafs dergleichen ZilTern aufSicgeln gleichseitig vorkommen

Findet m:in ja, ganz abgesehen von dem Siegel ..Go- tefrid"s de hohenlocb" mit der Jahrszahl 1235 (deSSl ich unten muh naher erwähnen werde), schon auf den Siegeln der Städte Heidingsfeld und Uli» die arab. Ziffern 1331 und 1351, bumr von der Mitle des II Jahrh. an

Iholiehe Ziffern auch aul den Siegeln verschiedener Per- sonen; -- warum also sollte man des Gleiche nicht n ii i li au Baiidenkmalen treffen können ?

Bei uns anfänglich nur in einzelnen Fallen, zunächst nicht in Urkunden etc ., sondern ausschliefslich auf Wer- ken der plastisi In n Kunst, insbesondere auf Siegeln. !>e- merkbar, fallt eine grofseie Veihieitung der srsbiseben Ziffern in die Mitte und 2. Hälfte des 14 Jnlirh . SO ziemlich in die Zeit des Uebergangs von der Majuskel- zur Minuskelschrift, welch letztere offenbar nicht ohne Kinflufs auf die aufsere Form der Zahlzeichen geblieben ist Ganz allgemein aber wurden dieselben erst im 15 und Ki Jahrh, nachdem sie nicht allein auf Münzen, son- dern auch in Urkunden und Itechnungen , in welch letz- teren Ins dahin immer noch die römischen Zahlseichen

angewendet wurden. Aufnahme gefunden haben

Hie Form der einzelnen Zahlzeichen unterlag jedoch im Verlauf der Zeit vielen, mitunter bedeutenden Aendc- rungen, und gerade in dieser Beziehung durfte es fUr du Wissenschaft von besonderem Interesse Bein, den Ver- such anzustellen, ob sich der Gang der Entwicklung je- ner Ziffern sieht naher beschreiben und durch Aufzcich- nung entsprechender Beispiele m der Art reststellen lasse, dafs dadurch nicht nur die vorangegangenen Aenderiin- gen selbst, lindem namentlich nneh die Zeil beurkun- det werde, um welche solche erstmalt Im merkbar ge- worden sind.

Wriui auch entfernt naht angenommen werden daif. je gleichseitig mit der eingetretenen tciiderung, d. b. mit dem Erscheinen der neuen Form eines Znhl- seiebens, die bis dahin üblich gewesene dsgegen in tb- gang gerathen sei, wenn vielmehr ganz aufser Zweifel steht, dafs die der llteren Jahrhunderte lang neben der nenera in Uebung geblieben sind, io werden doch der- e Forschungen neben dem allgemeinen Interesse, das sie bieten, gans entschieden für solche Falle besonderen w. ,ih haben wo ei lieh an die Fragt bandelt, ob ge-

Wisse Ziffern ihrer form Dich IChOn '" der und der Zeit

geschriebi irordei sein können, die sie angeben

Hirsen Zweck zu erreichen, sind aber die Kräfte Ein- zelner zu gering und daher unzureichend; - nur durch Zusammenwirken Vieler kann etwas Erspriefsliches geleistet werden, und dazu wage ich es, durch gegenwfir- tige Aussrbeitung den Anlafs ZU geben

\\ iis sunichsl die von mir in dieser Beziehung ge- sammelten Notizen anlangt, so gebe ich sie, der Zahlen- reihe nach, in folgenden 1(1 Abschnitten :

1) Die Ziffer Eins scheint anfänglich mit dem ent- sprechenden romischen Zahlbuclistaben

I

oder

I

VOI einerlei Form gewesen, mit dem Aufblühen der go- thischen Minuskelschrift jedoch dem der letzern ange- hörigen

nachgebildet worden und erst zu Ende des 15. Jahrh. allmählich vom einfachen Strich in die moderne Form übergegangen zu sein. Als Beleg hiefur habe ich anzu- führen das Siegel Gottfrieds v. Hohenlohe*) von

rz3£

Dies ist bis jetzt das einzige mir bekannte Beispiel des Vorkommens arabischer Zilfern. das in das 13 Jahrb. zurückzuversetzen ist; und ich glaube, den Grund, aus welchem dieses, historisch, wie technisch sehr interes- sante Siegel allen andern, in Deutschland vorgekomme- nen bezüglich der darauf befindlichen arabischen Ziffern um beinahe ein volles Jahrhundert voraus ist. und in so- feme hier vereinzelt dasteht, nur in dem Umstände su- chen zu müssen, dafs sich Gottfried von Hohenlohe meh- rentbeils am ksiserlichen lloflnger und mit demselben

viel in Italien aufhielt. WO mit dem. in den Verkehrs- verhallnissen mehr und mehr fühlbar gewordenen Bedurf- nifs der Erweiterung der Rechenknust die arabischen Ziffern bereits mit dem 13 Jahrh (vgl. II Uli in u ii ii, Miulle- wesen des Hittelalters, IV. 339), nngeflbr um dieaelbe Zeil allgemeinere Verbreitung gefunden haben, am welche Gottfried * Hohenlohe mit der Winde eines com es ro- maniole" belieben worden ist. Auf diesen Vorgang deu- tet namentlich die Jahrszahl 1235.

I ernei dienen nls Beispiele hierher das Siegel der Stadt Heidingsfeld von 1331 und das des Landgrafen Johann von

'I Vgl die HohenlnheVhen Siegel dei> Mittelalters von

Unrecht

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49

Anzeiger l'ur Kunde der deutschen \ orzeil

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Leurhleiiberg von 1368 (Vgl. Anzeiger 1859, Nr. und 10) und die Zahl

I-3-9-*

auf dem in der Einleitung erwähnten Grabsteine am Dome zu Constanz

In all diesen Zahlen kommt noch kein anderer, als der römisch geformte Einser vor.

Als weitere Belege für meine Citate dienen sodann die, in meiner sphragistischen Sammlung befindlichen Sie- gel der Stadt Ulm von 1351 und 1383, die Siegel des llerrmann rot und des Johannes Ehinger von Ulm, mihi Jahr 1309. und das Siegel des Berchtold Schwartz von Geislingen, von 1395, in denen bereits der dem gothi- scheu Alphabet entnommene Einser zu sehen ist, der spa- ter durch das in verschiedener Weise augebrachte Schnör- kelwerk Verzierungen erhalten hat ; wie z B. aus der am Altargemaide des Lukas Moser iu Tiefenbrunn be- findlichen Zahl

TAU

oder aus der Jahrszahl

Jt**

zu ersehen ist, die Jörg Silrlin auf dem, durch die Be- richte des Kunst- und Alterthumsvereins von Ulm und Oberschwaben von 1844 bekannt gewordenen Singpult angebracht hat.

Daneben kommen, jedoch nur ausnahmweise, auch noch andere Abweichungen vor ; wie z. B. die Zahl

>l>x>W

au der Lorenzkirche in Nürnberg dartliut.

Die Einser in der Form von einfachen Strichen be- ginnen ungefähr mit dem Ablauf des ersten Drittels des 15. Juhrh Als frühestes mir bekanntes Vorkommen habe ich aufzuzahlen ; ein Siegel der Stadt Gaildiirf. \om.lahr 1134, und ein solches des Hans Kraft von Ulm, von 1445.

Ich mochte denselben das Siegel des l'rojists Ulrich Mayer zu den Wengen in Ulm, vom Jahr 1425 voran- stellen allein; der Einser auf diesem Siegel erinnert doeb noch einigermafsen hu die gothische Form

Gegen das Ende des 15. Jahrli . sowie mit Beginn

des 16., um »eiche Zeit die arabischen Ziffern »acta in Urkunden und Rechnungen tnfaahme gefunden haben,

finden sich sodann bereits Einser, die sich von den mo-

dernen nur weiiig oder gar nicht mehr unterscheiden. (Vgl. Gült -Kegister und Rechnungen des Limpurgischeu

Amts Üher-Sonlheim von lö02, 1506 u 1529

Aus dem Vornith meiner Sammlungen und gesammel- ten Notizen, wenn die letztern für sich schon mafsge- bend sein könnten, und durch weitere Forschungen oder Zusätze keiner wesentlichen Aenderung mehr unterliegen sollte!;, liefse sich also darthun. dafs die Einser unter den arabischen Ziffern, soweit sie vom 13. und 14 Jahrb. her bekannt geworden sied, anfänglich die römische Form au sich getragen, spater aber, um die Mille des 14. Jahrb., den Charakter der gothischen Schrift, sodann, nach Verlauf weilerer hundert Jahre, die ein- fache Gestall eines geraden Striches angenommen haben, und endlich erst zu Ausgang des 15. Jahrhun- derts in die gegenwärtig gebrauchliche Form übergegangen sind

(Fortsetzung folgt.)

l*i-<'f'»iiiuMital<- <!«•» KftlllM ZU \iiriilnrs. Von J. Baader, Conservator am k. Archiv in Nürnberg.

Wir haben es hier nur mit einigen auf die Tresse bezüglichen Verordnungen des Kaths der Reichsstadt Nürn- berg ans der ersten Hälfte des 16. Jahrh. zu thun. Sie bestehen im Wesentlichen aus dem den Buchdruckern von Zeit zu Zeit eingeschärften Verbote, ohne Wissen und r>rlaubnifs des Hathes Etwas zu drucken oder aus- gehen zu lassen. Die Ueberlretuug dieses Verbotes wurde mit Gefanguifs- und Geldstrafen gebufst Jeder Drucker wurde eidlich auf dasselbe verpflichtet; es fehlte jedoch nicht an Beispielen des Ungehorsams.

Hieronymus llolzl aus Traunsteiu , ein berühmter

Buchdrucker damaliger Zeit, der schon tu Ende des 15. Jahrh zu Nürnberg dunkle, im .1 1503 den Druck der Nürnberger Reformation und der Kammergerichts-Mandate besorgte, und durch den auch Hercog Wilhelm in Bay- ern auf Empfehlung des Ruths so Nürnberg Hehreres drucken liefs, - tiOlzl druckte, wie ei scheint, ohne Er- laubnis des Rathes im J 1512 ein Büchlein unter ihm Titel: Apologia Mim ine m ripiunie Der Erlbischof Brost zu Magdeburg führte darubei Beschwerde bei dem Rath. llolzl wurde von diesem im Rede gestellt und gestand, das Büchlein gedruckt zu haben; es sei ihm durch einen

Apotheker BUS dem Laude zu Böhmen. Namen! Niklas

Claudian, ..der sich der arttoe) für die krankhail der franocosen gepraueh vnd in Prag enthalt" ein Exemplar sugeatellt und angesonnen worden, 150 stn<i< davon zu drucken, „diewell >orch werck iu anffong vnd raitauag

Typogr:i|'tii>'.

.1

Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit.

52

Orietenlioher versamluug hochdiensllich seyv Er(liulzl) habe, u is ein gemeiner Buchdrucker, den Druck besorgt und darin „kainen verdacht oder argkw uii v ncristculicher ler" befunden, auch etliche Bxemplare für sich behalten. H> scheint, llolzl wurde für dies Mal nur mit einer ..stallichen strafrede ■■ abgekanzelt Soblimmer ergieng es ihm aber, als er im Juni I >ll ..aiuen Druck von dem aullaufT *u Hangern" tasgeheo liefs und feilhielt Der Kalb vcrurtheillc ihn dafür zu einer GeflngnifSStrafe ..vier

woohen aufT am thurn mit dem leib aouerpringen

Sehon bei dem Beginn der reformatorischen Bewegung, und als sich die Gegner mit hitzigen Schriften bekämpf- ten, lieft ii i'i Rilh den Bnohdruokern einschärfen, „vuan- gesagt vnd im erlaebnifs lioi erbern Rats keinerlei neu Werk, et Bei grofl oder klein, zu drucken oder ausge- hen 7u lassen. Das geschah zu Anfang des Jahres 1518 Zu gleicher Zeit gebot er allen Buchdruckern, „in Beh- mischem gezong (Sprache) um nichts mein- tu drucken. Hierooymua Hold und der junge Ascbauei sollen „der gemainsi hallt vnd verlegene det Behmisohen Drucks" gleichfalls ganz und um muf.-ig stehen, oder eine.- erbero Ralht Straft gewarten. Als abei Andreas Kaschauer nichts desto wenigei bei dem Ratb wiederholt anhielt, die Bibel und linden Umher in bohiiMM'her Sprache drucken tu dürfen, wurde ihm dieses gai ststtlicb untersagt und die Drohung beigefügt, man werde ihn von binnen 'wei- weun ei noch einmal mit solchen Ansuchen und Forst brifteu komme

Im August Ijlb dunkle ,m Ansuchen dei Augustiner i Nürnberg dei bekannte Buchdruckei Friedrich Peipus Luiliei» deutsches Traklltleio vom Ablafs, ohne vorher den Halb in Kenntnift au setzen, oder die Erlaubuifs da- zu nachzusuchen. Es fehlte nicht viel, so bitte man ihn dafui in Strafe genommen; doch I sieb ein Rath,

tili che rede sn sagen, das 4t damit wider ' i i m.i| |.I1m hl gehandelt vnd ein merckliofa straff wr- dieni hab ; die woll ein Rat bej tich behalten vnd Ine In. nni gewarnet haben. t>h er dergleichen met bandeln wurd, wollt man Ine als ein mainaidigen strafl

biet Lntber'a Schriften auch tu N berg

iekt wurd« i, lieft der Ratb in den ersten Tagen De- oemben 1520 den Druok derselben allen Buchdruckern na- gen; und I i i28 wurde ihnen von Raths wegen ai ihnen gam frei und nnverboteo, widei Dr. Lnthei und seine Lehre so drucken, falle . In - v. ibi d 'I"- I in sie gesonnen n ai de tollen den Druck der gegen Luther gerichteten Schril

ie rht \er dieselben aber su»or durch die

ichreiber, besichtigen laasen ,ob es aioem Rate an h odei lonnal in aufTi ui diene.

Im Herbste 1624 liefs ein Buchfuhrer (Buchhändler) ,,von Meilerstat genant" ein Büchlein des Thomas Mun- zer ,.on wissen vnd vnbesichtigt der Oberkail" in Druck geben. Der Balh liefs ihn sammt seinem Büchlein in Verhalt nehmen, und durch „die gelerten der »otlichen schrihTl" das Werk prüfen Als dieselben erklarten, dafs es „etlichei massen irrig vnd vncristenlicb sei vnd mer zu aulTrnr dann cristenlicher vnd brüderlicher lieb diene," nahm der Kath die Buchlein zu seineu Händen, damit dadurch Niemand verfuhrt werde Hundert Exemplare waren jedoch schon nach Augsburg verschickt worden. Der Buchfuhrer wurde freigelassen ; die Druckkoslen für 400 Exemplare wurden ihm „in Gestalt eines alniusens " ersetzt. Die vier Knechte des Buchdruckers Herrgot aber, die das Büchlein in Abwesenheit ihres Herrn und „vnbesichtigt" iu 500 Exemplaren gedruckt hatten, wui- deii auf 2 Tage und 2 Nachte auf einen Tburin gesperrt und sodann nach Bezahlung der Atzung wieder freige- lassen Dabei miifsten sie schworen, „on wissen vnd vnbesichtigt der verordeuten ains rats" nichts mehr zu drucken oder ausgehen zu lassen.

Als sich Luther im J. 1525 bei dem Halbe beschwerte, dafs seine Bücher durch die Buchdrucker zu Nürnberg nachgedruckt und geändert werden, lieft ihnen der Ratb am 7. Oktober ansagen, in einer bestimmten Zeit die Schriften Luther's nicht mehr nachzudrucken. Zu gleicher Zeil wurde den Bin liluln ei n verboten, neue Werke zu verkaufen, ehe sie besichtigt worden

Am 14 Juli 1526 liefs der Halb den Buchdruckern und Hiiclilulirern bei ernstlicher Strafe ansagen, dafs sie des Karlsiadt. iiekolampadius und Zwingli und ihrer An- hänger Buchlein und Schriften vom Sacrament, ..darin nichts dun teufeis werck vnd veiTurung erfunden werde desgleichen ,waazu Baden im Argaw disputirt werd" nicht drucken oder feil haben Milien.

Aehnlji her Mandate »ilit es aus dieser und den fol- gende., Zeiten eine grofse Menge

I iller ilii- »eileiliiii- il«-i- llniieii lim lloilii- /. II lt miMtti ii / ii ml ilee t Im i-~ i ii Ii 1 «■ "''' in il< ni-illxn.

Von i Marmor, prakt, \r/ie. In Konstanz,

Ulis. I

Hierauf entgegnete die Kanfleutezunft : Nun werde genempl derJCOmeler Baiig, Zunftmaister, Wolgmots Schweobei Maiatei Hanns Richtmaier, Sy,- d Haidei Ulis vnd Uanoa Haider Bin Sun, daadieael-

53

Anzeiger für künde der deutschen Vorzeil

M

ben oucli Bildhower vnd Tischmacher sigint gesin, wind hahiiit die wercfa zum thum vnd zu Saunt Steffan ge- macht etc. Da hellen sy wol witter nach hin ge- fragt, dann von I n e u beschechen s y , wer die selben h i I d gemacht hell, dann zu den selben zitttn, so h a b i n t sy liossen gemacht, vnd s y e d e h a i ii Bildhower B I h I e g e s i n Das sy aber d e - h .1 i ii b i I d geschnitten h a b i n t , das e n h a b e n s y n 1 1 , dann s y h a b i n t das n i t k u n n e n Aber den Herren Barn Tb um. denen in cm Ii t das zugelas- sen worden sin von b i 1 1 wegen, tun d d i e sel- ben habiut gehept Maister Niclafsen, vhd der- selb sy der gewesen, so hie gesin sye v(5 bell, vnd habe die Tafl'el gemacht, das habe ain Kaut lassen beschechen, Sy habint aber hun- dert guldin müssen gebeu vmb bild, so dar- zu gebort haben. Aber wol so schnide man bossen an sölicbe werk oucli. Was also von Sulen wären, daran mau den bossenschnid, das Hessen sy beschechen; aber was von fryen Bil- den vnd von fryer kuust geschuitten werde, das söllinl die Tisch ma eher ni t machen, Sünder gehör das in I r Zunft vnd n i t in d e r S c h in i d v n d Tischmac her Zunft"

„Aber als anzogen werd, Ma ister Symon

Haider s a I i g vund Hans sin Sun. das die o u c Ii Bildhower gesellen bestell habint etc. Da h a b i u t die selben ain werch z u Win garten *) gemacht, aber uit Bild gehowen, Sünder dem Yselin, Irem Tochlerman vnd Schwager by hundert gul- din geben. Inen bild ze schniden. Waren sy nun ain bildhower vnd Tisch macher gesin, so betten sy Im d as n i t b edu rf f en ge ben, Sund er selbs gemacht; Sy kuuint aber das nit."

Furo so wurde geredt vnd entzogen, Maister

Virich Kry, Maister Vlrich (iriffenberg **) vnd Maister Hain rieh Yselin, das sy die sigent, so grabstain, Tafflen vnd Cattel howint vnd machint Da war nit minder, dann das sy die slaiu howint, «her das sy die ruchwerch nit. das entugen bj nit. aber wnl die fryen Kunst, als einer wil howen Schill vnd Helm, Bild oder Haiigen, vnd anders deßgliohen ; das bowinl sy vnd miigeut ouch wol das tun : denn man bruche das also zu Straßburg vnd Basel, Vlm, NUremberg vund anderen Enden Was aber

i Hu ehemalige Benediktiner- Abtei Weingarten bei der

Stadi Kavensburg im Wurttembergiscben.

**( Ulrich (irilTenliurg, der jungen', verfertigte ilic hflbicbe

steinerne Bildbaoerarbi ii Qbei n Portale des ehemaligen

Kalhhnuses in Konstanz im .1. 1474, und schenkte solche »einer Vaterstadt.

den Slainhoweln zustand, das bruchint Sy uit. redint Inen ouch nichlzit dnrinn: aber das, so >j bruchint. Bye am frye kuust, vnnd mDginl das wol tun. machinl och das nit, Dann so ainer zu Inen kom. wnl werd vnblllicb ge- redt, das uit tun sollen, vnd das Inen das zustand: dann bette Maister Niclaus uit vunsern Herren Ko- misch. LuM'i k u u u e n bo wen \ 1 1 Stn i u , S o h e tte man k u in aineii slain metzel Tun den, der das- selb werck hell kunnen machen/'

Aus diesen Verhandlongen, welche nur SO Jahre nach Vollendung der HttnstertbOren geführt wurden, also ?.n einer Zeit, in welcher man den Milien und wahren Thal- bestand wissen mufste, und in welcher der Sohn llai- der's noch lebte, scheint nun mit aller Sicherheit her- vorzugehen, dafs der Tischmacher Simon Haider und der Bildhauer Nikolaus von Leyeu im Vereine die Domlliuren und ChorstUhle gemacht haben, sowie die nicht mehr vorhandene Tafel, wahrscheinlich ein Altarblalt. Wenn Haider auf den ThUreu auch die Inschrift einmeifselte : Symon {{> ) Haider Artifex Me Fecit Anno XP1. Millesimo CCCCLXX (1470)*), so ist dies nur theilweise richtig, und er scheint es allein in seiner Eigenschaft als Haupt- unternehmer dieses Kunstwerks von Seite des Domkapi- tels gethan zu haben, wie dies gegenwärtig noch haulig geschieht, indem irgend ein Tischler das Ftauhwerk (die Bossen) fertigt, wahrend ein Bildhauer die Verzierungen, seien sie welcher Art sie wollen, ausfuhrt

Das Hauptverdienst gebührt daher nach meinem Da- fürhalten dem Meister Nikolaus Lerch, welcher die mensch- lichen und thierischen Figuren so herrlich und sinnreich fertigte. Da zu Haiders Zeiten kein Bildhauer in Konstanz war, wie wir gelesen haben, so sah sich Haider gezwungen, zur Vollfuhrung des ihm gewordenen Auftrages sich nach einem tüchtigen Meister in dieser Kunst umzusehen. Nach- dem seine Wahl auf den ihm schon bekannten Meister \tk- laus gefallen war, so mochte das Konstunzer Domkapitel

keinen (ir I gefunden haben, dieselbe zu beanstanden, weil

es sich mit ihm etwas früher in gleicher Absicht über- würfen hatte. Da ich Lerch's übrige Kunstwerke nicht aus eigener Anschauung kenne, so inuf- Ich es Viidcrn überlassen, zu bestimmen, ob die Konstansei mit ihnen Übereinstimmen, oder nicht.

Die Denkmale deutscher Baukunst am Ohcrrhciiic er- wähl n n eh noch, dafs Simon Haider der Verfertiger

der erst in unserm Jahrhunderte /.erstm slcn l lior-tulilc im hiesigen Frnuenkloster St Peter gewesen Bei, «riebe die Jahrzahl I4(i" trugen. Ein gerettetes Brustbild des Künstlers an denselben, mit einem Schligel in der rcih-

*) IHa|imkeliichrifl

Anzeiger lur Kunde der deutschen Vorseil

...

teu. eiuea Zirkel in der linken Hand und einem Winkel über dieses* Ainn .»« nrde muh (vermothlicben) Verfassei de» Textes zu bi->uglfn Denkmalen, llri in llufralh Issel, für dasjenige Simon Heiden ausgegeben und der Madt Konstanz um Geachenke gemacht*). Uir acbeiot es uaoh

dem Obigen last ganz gewifs ZU sein, dafs es das Bild-

in fs Nikiaus Lerch'a ist, der wohl mit dei gröfsten Wahr- aoheinliohkeil auch als dei Künstlet besagtet < horgestohle aiigeselieu «erden daii DerSohn Hans Haider erscheint in einet städtischen Urkunde muh Jahre 1 Otts als Zunfl- meistei dei Schmiedezuuft, »as eiue weitere Bestätigung sein dQrflt als Tischmaoher in dieselbe geborte.

Eine spatere l rkinide vom Jahre 1517 fühlt ihn als Alt- burgcim. i.-l.-i der Stadt Konstanz auf.

*) Vgl. J. Marmor, gcschichll. Topographie der Sladt hon

stanz und ihrer iiaehsten Umgebung, mit besonderer Berücksichtigung dei Sitten* und Kulturgeschichte der- selben. Konstant, 1860. Liefer. 2, s. 202 u. Lief

Wissenschaft. ('Iiriiilwrlii' 0|irnit iom-ii in l'riin/.iHkuiier-

BjJaatern.

N"n Hr. F. a. Iteuis, qu. k. Professor, in Nürnberg.

Nachstehende, von den neuem Gescbichtsohreibem der Chemie noch uicbl berücksichtigte Notiz, welche (inen Beilrag zur Erklärung dei so roigereichen Entdeckung des Berlhold Schwarz und dei tu den Hisoell. acad. nat. cum- Leop Carol 1670 angefahrten Goldlioctui liefert, Badet sieh in den zu Rum 1501, Fol. im Drucke erschie- nenen Constitution. Alejcaudrio. ord fratr. mmnr s. Pran- ciaoi oonvenl p KJCXI quamyia antem otium uon litte- rerarium sed vulgare -ii lanquam fomentum omnium Bce- lerom rugiendum uon tarnen omnia exercilia sunt laude digiui. sed quaedam sunt inier dum valde reprehensibilia.

Ideireo inandalur finliilius omoibUS, Dl Ali liimi.nn. alias-

qne aut vanas aul damnalaa artes, aquarum inhonestat

diatillatioi I mal um Inoitanles, ul sunt artes, quae

anum muliei um ornalum, nl sunt «i millae, odoramei ta, uDguenta el einamodi, exeroere audeant.

Leben *rltön<- l'ruiirii s.u l.ciirn.

\..n Ui II II. im i, Universitltsprofessor, in Greifswald.

in einem mit dieaei Ueberachrifl verieheneu trtikel i tozeigi ' i K. d. d. \ 1859, Ni 1 1. den ich dm. I.

einen Zufall erst jetzt erhalle, theilt Herr l'rof. Ficklcr /.u Mannheim einen Lehensvertrag vom J. 1498 mit, in welchem ein Ahnherr des Götz von Berlichingeu mit der Bisenhand Sich verpflichtet, dem Grafen Georg von l'aslel jährlich bei einem Besuche des Lehnherrn aufser einem Hahl aebal Atzung für Pferde und Hunde auch eine BohOne Frau zu stellen. Leider ist nicht zu zweifeln, dafs diese Leistung wirklich dem droit des Seigneurs ent- spricht. An analogen Fallen dürfte es keineswegs feh- len. Auf zwei derselben hat Fidieiu (Beitrage zur Ge- schichte von Berlin, V. Ib., 8. 419) aufmerksam ge- macht. In Berlin war im Aufang des 15. Jalnh sogar gesetzlich bestimmt, was von Gläubigern, welche böse Schuldner zur Halt bringen liefsen, für Buhldirnen aus- zusetzen war; und Ehrengästen der Sladt, wie dem Rit- tet von QuitZOW (1410) wurden auf Kosten des Magi- strat.- „schOne Weibsbilder zur Kurzweil" dar- geboten. Die Stelle bei Fidicin findet sich auch iu Behreud, Zeitschrift für Sypiulodologie, I, 2(i7. Vgl. auch meine Geschichte der epidemischen Krankheiten. (Jena, 1&59), S. 195.

Im Anzeiger, Jahrg. 1859, Nr. 6, Sp. 213, hat Herr Prof Pickler nach einei Mittbeilnng des lim. Arohivdi- rektors v. kuiislei darauf uulmei ksum gcimtiht. dafs wol nichts Anderes, als ein Schreibfehler der Urkunde vor- liege und stall „fraweu" „strawen" (= Streu, Accus i zu lesen sei. Wahrend er jedoch diese Streu auf die Windbunde daselbst bezieht, beansprucht sie Hr. Hofratb Zopi] ( Alli rlhuinei des deutscheu Reichs und Hechts, I, 151) für die Pferde. Eine schone, gute Streu für die Pferde werde in den WeisthQmern regelmafsig als eine dem Gutshet rn bei seinem Erscheinen auf dem Dinghofe gebührende Leistung erwähnt Die "heu aus Fidiciu's Beitrageu angezogene Stelle ist uicht zutreffend, da es miIi darin nur um die allgemeine Luderlichkeit jener Zeit, keineswegs um ein droit des Seigneurs handelt: die ana- logen Falle wnieii also erst noch beizubringen. Ander- seits wollen wir nicht verhehlen, dals die Annahme eines Schreibfehlers in der Urkunde uns einigen Anstofs gibt, insoferne lll dieser Schreibfehler hartnackig nicht allein in dei lik von l r.ts, sondern auch m den Lehenbriefen miii 1712 und 172.) (Zeperniok, Sammlung, III, S 117 und 152) Stich halt .Man vgl. noofa Zeperniok, IV, S. 382 Dir.

i Mii einei Beilage i

\ . [.im n "i tili i" Redai lion

Hr Freib. v. u. i Inf sed. Hr \ \ Eye, I ' Q K Fi mann. Dr. Freih. Roth v. Schreckenslein

literarisch -artistischen tnslall mischen Hnieumi In Nürnberg.

U. E. Stbald'ul I -m

HEILAGE ZUM ANZEIGER FÜR KUNDE DER DEUTSCHEN VORZEIT.

1861. JS" t Februar.

(IkroniR des lirriiiiiiiiMiicn Museums.

Wahrend wir der vorigen Nummer den kurzen Jahres- bericht von 18GO beilegten, bringen wir mit dieser Nummer, unserem Versprechen gemäfs, gleichsam als Ergänzung des Jahresberichtes, den speziellen Nachweis aller im Jahr ISliO neu hinzugekommenen Jahresbeiträge und Geldgeschenke, damit man die Namen der verehrlichen Geber kennen lerne und damit zugleich eine öffentliche Conlrole geübt werden könne. Die Forlsetzung der neuen Gnbenverzeichnisse vom 1. Januar 1861 an gab bereits das letzte Blatt des Anzeigers; sie wird fortlaufend gebracht werden. Die Zusammenstel- lung der im Jahr 1860 neu hinzugetretenen Corporationen und Personen wird gewifs als ein sprechendes Zeugnils der wachsenden Theilnahme für unser deutsches Natinnalin- stitut gelten können. Wenn auch der grolsen Beitrage nicht viele sind, so ist doch gerade die von allen Seiten ausgehende Mitwirkung höchst erfreulich und ermiithigend. Man könnte wohl mit Recht daraus den Schluls ziehen, daTs ii ;i > deutsche Volk, je gründlicher es ober das Bestehen und die Bedeutung des german. Museums, des unantastbaren Ei- gen l h ii m s deutscher Nation, unterrichtet wird, desto höher dessen Werrh anzuschlagen wisse und desto bereitwilliger dafür etwas thue. Der Weg, welchen dasselbe als eine wis-

hafttiche I. in gewisser Beziehung, gemeinsame Kul- turanstalt zu gehen hat, ist ein langsamer und nach aulsen Dicht l'I nizender . wenn auch sicher zum Ziele führender. Das Museum kann daher weder durch rasche, grofs artige Lei- stungen, noch durch imponierende Sammlungen, wozu ent- sprechende .Mittel geboren, blenden und bestechen. Sein Werlh i -t ein innerlicher und tritt erst durch nähere Bekanntschaft mit seinem Wesen hervor. Und gerade darin li-nt eine si gschafl für seine Zukunft, dafs > sich stets diejeni- gen /u Freunden und Förderern gewinnt, welche naher mit

ihm bekannt werden, selbst wenn sie zuvor befangen wann

In Mannheim hat sieh der Htllfs verein für das

man. Museum zu einem Kreise \"n Vorlesungen ent- schlossen, Hill welchen ein von V. Lacliiier geleitetes Ciiuceit in Verbindung trenn wird. Einheimische und auswärtige Gi lehrte haben sich tu Vortrügen freundlich erboten.

Eine neue Pflegschaft winde in Kronacb gegründet.

N chfolgeode neu gezeichnete Jahresbeiträge werden dan- kend hiermit bekannt gemacht :

»ii- öffentlichen Kassen: diu- Städte lieblich (übet bayern) 211., Utenburg 17 0. 30 kr., Dachau JH., Fin tterwalde Preufsen) 8 II. 15 kr (.nun,. Haselunne (Han nover) s H. 15 kr. (einm . Heidingsfeld (Unter/ranken) 5 11.. Hediasch g ü 60 kr, Mengen (Württemberg) 20. Pofsneck (Sachsen Meiningen) 50., Ravensburg Worl lemberg) 5 0., Salsungen (Sachsen-Heiningen) III. 1 .> kr . Scbrobeohausen (Oberbayern) 2 0. Scbwandorl (Obei pfali i 5 il. 1 1 1 im i W 1 1 d h e i m Sai hsen | . i . Wallet

hausen (Sachsen-Coburg) 2 0., Wasserburg (Oberbayern ) 34. (einm.), Wismar 17 fl. 30kr., Würzen' (Sachsen) 3 |] 30 kr. ; ferner: das Gymnasium zu Heran 20. 17 kr. (einm.) Von Privaten: in Berlin: Bechnunesralh u. Bauinsp. Maresch 10. I0kr.; Bonn: Dr. Binsfeld 1 fl. 45kr.: Bre- men: Gymna.-Lehrer Friedr. Buperti 1 fl. -15 kr. ; Bruchsal: Hofgerichtsrath v. Stosser 1 II. 30 kr. ; Coblenz: Dr. med. .lul. Wegeier, k. pr. Medizinalrath, 1 fl. 4fi kr. : t'onstanz: Obereinnehmer Blodl 111. 12 kr., Lebramtsprakt Eisele 1 fl., Vincent 30. 30 kr. ; Doblhof (Württemberg): v. Rom 111.. Frankfurt a. M. : Dr? Biersack, üeheimrath u. Zolldireklor. 4 fl. (einm.); Heppenheim (Hessen Darinstadl) : (nilsbes. Schach, 111. 30 kr.: Karlsruhe: Ad. Krhr. v. I.eutrum-Erlin- gen, k. w Kümmerer, 20(1. (früher 10 fl.), Emma Freifrau v. Lfutrum-Erlingen, geb. Freiin Taels van Amerongen, 5 fl ; Köthen: Bofrath Dr. Allihn 1 II. 4fikr.: Kronach: Verwal- ter Dorschky 10. 12 kr., Kanfm. Karl Hämel 1 fl. 12 kr.. I.aud- gerichts- Funkt. Hauptmann 10. 12kr. , Ingenieur Henle 1 fl. 12 kr., Landrichter Ch. W. Heydenreich 1 II 4.") kr., Baubeam- ter lloflmaun 111. 12 kr.. Banassistenl l.ermann 111 12 kr.. Wundarzt (»ppelt 111. 12 kr.. Kanfm. J. M. Pfaff 1 fl. 12 kr . Landger. -Assessor Wilhelm 10. 12 kr.. Landgerichts-Regi lor Sahm lfl. 12 kr., Bezirksgerichts - liath Wolfl 10. 12 kr. ; Lindau: Kanfm. .1. f. Schnell 111 30 kr. ; Mediaseh: Bez- Phys.. Dr med. Sam. Binder 1 II. 10 kr., Stadtphys. Dr. med Job. Kabini 1 fl. 10 kr., Gymn.- Lehrer Gost. Müller lfl. 10kr., Gymo.-Lehrer Job. Kampelt I2rkr., Gvmn.-Lebrer Mich. Salier lfl. I0kr., Kanfm. Jos. fheil 10. lOkr.; Heran: Pirmin

Kulinatscha 1 0. 8' . kr. (einm.). Dr. Jos. Thcincr 1 II. 8' kr.:

Neustadt a. S.: Bez.-Ger.-Rath Job Bapt. Fasching 10 30kr. ; Nürnberg: Kassier Aug. Hitzk] 10.; Pfedders heim (Hessen - Darmst.) : Apoth. Beyer 10. I2kr., Dr. jur. B. Schröder 10. 30 kr.; Querfurtfa (Preufsen): Rechlsan wall Ueydrich 1 II. I.'ikr.: Ravensburg: robias Besch 10.; Ratibor: herz. Hauptrentm. Pinko 111. 15 kr., Landschafts Calcul. Pinko 10. 45kr. ; Salzungen: Apoth. Berm, Hofl mann 211.; Schw. Gmünd: k. Oberamtmann Schemmel lfl.;

Sefslach I Iger, Us. Ramer lfl. L2 kr. ; Steinkamp

b. üsuabrück : Dr. med. Schwertmann 30. .1' ' Kr. ; Weimar: Dr. med. Brehine 10. 10 kr., Historienmaler Conroder I II. 45kr., Dr. phil. Richter 111 10 kr., Prof Scbarfl 1 II. 15 kl Ferner wird der Empfang der nachstehend aufgeführten

Gcscht iike dankend bescheinigt :

I. Für das Archiv.

M'. v. Urbanstaclt. k. k, FinanEbex.-Kommisslr, au l : 1957. Quittung d. Stromeyi / Nürnberg I. liger, 1392 P 1958 Antwort .1. Landleute anl e. .1 ■stunden / Wien gern

Vorlage. 15. Jhdt. Pap.

Dr. Bachner. Direkt , d. höh. roohtersch, mCrefeld

1969. Beslallungsbriel i. den Buchdr. D. Scharpu*. 1660, Pap

1 Schreiben d Grafen Brnsl ■■ lanifeld. 1688. I 1961. krlais d. Bisehofs Veil v.i.nn / Freilingen 1639 Pap

Kehrer, Archivrath, zu Erbacb: 1962 1963 'Schreiben v. Ilall.crl a. Neapel. IT'.M. Pap

II. Für die Bibliothek.

M. Fürstenali. k. Kammermusik» ei. . in Dr« 10,229 Dt i Gi i li d Musik u, des i , , Hofe dei

hm t » Bat i.s, ii Johann Georg IL i * 1861

v<

Anzeiger fflr humle der deutschen Vuraeil.

r»o

Se. Majestät König Friedrich Wilhelm IV. v. Prenfien :

10,230. v. Slillfrieil. Allrrlhumrr u. hun-l.li nkui. d. erlaucht. 11,111-.- Hohrntollern lid. II. II. 1. Im',0. Imp. 2.

Redaktion der numiamat. Zeitung in \Ncilsensee: H>.2.;i. Dies., iihiiii-iii Zeitung ; 27. Jörg. Ar. 17 36. 1860. I.

Job. Maria Wagner in Wien 10,332. 5 taiserL Handati . 1809 L8. 2. a. 4.

Dr. Frommann, Bibliothek vorstand d. gcrm. Museums:

10,233. Monckcberg , Vorschlafe zur Revision i. Hr. M. Lu- thers Bibelübersetzung. I. llh. 1861. 8. C. H. Beck'schc Buchh. in Nordliogen ;

I v. Kx. . Leben p. Wirken v DOn i - 1860 - 1.0,235 Baader, Beitr. i. Kunstuc-ch. Nunihcrifs. 1860. 8. 10,236. Weber, Hermann d. Primonsiraiensei 1861. 8.

Ungenannter in Nürnberg 10,237- 10,241. Mackeldey, Lehrbuch d. heutig. rOm. Recht«. _' Bde. 7. Inj. 1827. B. nobal I weit. Schriften. Joh. Ambr. Barth. Buchh., in Leipzig: \<<.-\j Stentel, Anhing '" Stenzer« Handbuche dei Inhaltl- ichen Geschichte. 1824. 8. l"..1; ii Böhme1! -..iiiniii Werke, hrag. *. Scbiebler. 7

Bde. 1831 17 - 1< >-_' 1 1 Wacbler, Lehrb. d. Liiier«iuree,ch. •_'. Aufl. ls.'lu. S. 10,246. Hers., Handbuch d. Gesch. d. Literatur. I Thle. 3. I marb. 1838. -

10.246. Vogel, Germania. 2. Aull 1848. B

10.247. v. Iluli/i -iidnrir. d. Deportation als StrafmiHel in altei n. neuer Keil etc. 1859.

10,248 Ders., d. Gefangoibsyslero, 1859. 8.

10,249. Dera., franzos, BechlszusUnde. 1859. 8. liM'.'i". Kaim, Revision der -ach-. Rezesse v. 1740 u. 1835 mit dem Hauac Schönborg. 1860. 8. Historischer Verein für Ermland in Brannaberg:

10.251. Her.-.. Eeitaehrifl 1. Bda. B. Hft. 1860. 8.

10.252. Hers., monumenta hiator. Waroriens. .'(. Lfg. 1860. 8. C. Kehrer, grlfl. erbacb. Arcbfvralh, in Erbach :

10,263. Konr. v. Hegenberg, Buch der Nainr. Ha. Auszug nui einer Pap-Hs. d. 15. Jh.lt. I. C. F. Hartmann, Lehrer, au Salzungen : 10,254. Ders., hi-i. ital Beschreib, d. Dorfes Schwickershnu- »en. 1856. 8.

Ders., biogr. Bilder u. Skiazen. I. Uli. 1*57 - 10,256. Der.-, an- Pranken n. Thüringen. I. Hfl. 1861. 12. 10,267 Schul Archiv f. d. Hzglh. Heiningen. 2Jhrg. 1859 - O. Lomlcr. Beallehrer, in Salzungen: Primordia latini lermoni ! 9 D. I nterland ; 1860 Nr. 17 -84. B. Klefsling, Hinisterial-Calcnlator, in Dieaden:

1—10279. Zwanaig Flugschriften, Abhandlungen etc, a, d. Zeil ii. dreifaigjthr. Kriegs. I Dr. J. Marmor, prakt. W/i in Konstant 10,280 Dan., g< et ropogi d. Bt, Konatana, 8 . Lfg. 1860. B. Näher, Chirurg, m Lindau:

Bericht reraebiedener Gra vnminom , (reiche der Stall I in. i. in zugezogen worden. 1692. 2. Nebtl 1 Beibdn

Dr. Wilh. Rein, ßymnailalprofi < In Blsanacb:

l" 28 (. Dei Ci IIa nati i Pisi bberi 1860 - Bttnderabdr. Dr. F. L. Hoffmann in Hamburg :

Dei ii'.iiie relatiTC 1 nni rollert. <l - maniiscrils eli . K. K Central - Commisaion zur Erforschung und Erhaltung der Baudcnkmale in Wltn 10,284. Di< Hiitbeiluagea \ 5. Ihrg, Nor. n. Dei 1860 l. Friedr. Bartholomäus. Verlagabnchb., th Brfnrt: Erfurt unier franzos. Oberherrschaft 1814

-• \ Berief. -i ll . lleilniL'e "I ilen II. -.1 I, I i . 1 Ii. II

Landiaa n rhandlungi n d i 1810 i iBld 1817 -

lo..'>>7 Neuhof, hiator. -romant. Erzählungen aus Prcuieen's Vorseil. 2 Bde. 1837

ln.L,s^ Nagel, Gesch. d. groben Krieg» Ereignisse zur Befrei- ung das Vnlcrlmnle>. 1841. h.

10.289. Nagel, Leben u. Charakter Friedr. Wilh. III. 1844. 8.

10.290. Vollöl, deutsche Sagen; 1. liilchn. 1846. 8.

10.291. liclhel. auch ein Todti •nl.-iii/.. 3. Aull. ipi. 2. Dr. Rud. Usinger in Gottingen :

10.292. Hers., il. cliin. Annalen u. Chroniken il. Mittelalters. 1861. 8.

H. Lempertz, (Firma: J. II. Heberle), Buchh., in Köln:

10.293. Hers.. Bilder- Hefte i. Geschichte d. Bmlierhandels. Jahrg. 1861. 2

Stadtrath Püschel in Kolben :

10.294. Kischarl, de niagorvm daeinoni nia. 1586. 8.

v. Hoiningen, gen. Hnene, k. |.r. Bergmeialer, in Siegen :

10.295. Ders., zur Erinnerung an il. k. pr> ticnerallieul. a. D., W I f i . v. Hoiningen. gen. Hnene. 1858. 4.

Societe franoaise d'archeologie etc. in Paris:

10.296. Dies., Bulletin monumental ; 26. vol. Ar. 6 8.1860.8. Cesar Daly, Architekt, in Paris:

10,297 Ders., Revue generale de l'archilri Iure : 17. \ol. et 18, nr. 1 6. 1859- 60. 2. Coniite Flamand de France in Dankiroben :

10.298. Dass., Annale«; T. V, 1859 60. 1861. 8. Institut historique in Paris:

10.299. Data., l'invesligaleur, 27. annee, Juin- Dec. 1860. 8. Histor. Verein für Niedersachsen in Hannover:

in.. "HO. Der-, Zeitschrift, 1K5N 1 u 2. u. 1S59. 8.

10.801. Ders., 23 Nachricht. 1860. B.

10.802. Her-.. I'rkiiinli nluich : Hell V. 1860. 8.

10.303. Grolefend, d. Entwickelung der Stadl Hannover bis zum J. 136!i. IX6(>. 8.

K. württemb. Ministerium d. Innern in Stuttgart:

10.304. Staats-Anzeiger r. Württemberg. Jhre. 1860. -I Ungenannter :

10,806- Knapp« Österreich. li\ulanlen Heiler evangel. < hrislen

a. il. Zeil d. 30jflhr. Kriegs. 1861. v 10,306 Die grafl. Giech'schen Familien-Sammlungen in Thur- nun. 1861. s. Sonderabdr. Friedr. Regensberg, Buchh, in Munster:

10.307. h i, d, altsecha. Beichtspiegel. 1860; 8.

Petersen, Kupferstecher, in Nürnberg:

10.308. Ilcricl, il. Sammlungen d. J. Jac. Herlel. B Dr. Andresen, Conservator am german. Museum :

10,809. 10 Bluter Insichten von Regensburg. qa. 2.

Dr. Richard Schröder in Berlin : lo. .'tln Dera., de dote lecandnm lege- gentium germanic an- quissimaa. 1861. 8.

Dr. F. Geisheim in Berlin : 10,811, Leasing'l Tagebuch der italien. Heise. S.

AVagner'-i In- Buchh.. in Innsbruck : 10,312. Ficker, vom ReichtfOratenstande. I Bd, lsiM. 8.

J. C. Hinrichs.il. Buchbandl., in Leipzig i 10,818. Dies., Vierteljahrs-Catalog. Ihrg. 1860, i. H. 8.

Histor Verein für Kraln in Laibach nun ii,r-. Htttheilungen ; 16. .lahrg. Dec. 1860. I.

Schlosw -Holstein Lauenb Gesellschaft für vaterländ Geschichte in Kiel : 10,316 Dies., lahrbucher; Bd. II, 2 n. 8, BH. III. 1 a. 2.

IH59 Uli. K. Vorein zur Ausbildung der Gewerke m München:

10.816. Der- . Zeitschrift. 10. Jahrg. -1 II. [860. 3. Aargaulache Kantonsbibliothek in Aaran

10.817. hnialoc der aargauischen Rantonsbibllothek, 1. Thl. 3 Bd 1860. 8.

61

Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeil.

62

Dr. Frhr. Roth v. Schreokenatein. II. Vorstand des german. Museums :

10.318. Hugo, d. Mediatisir. d. deutsch. Reichsstädte. 1838. 8. K. b. Akademie d. Wissenschaften in München :

10.319. Dies.. Abhandlungen d. philos. - philol. Ol., Bd. IX, 1. 1860. 4.

10.320. Dies., Abhandl. d. histor. Cl., Bd. VIII, 3. 1860. 4.

10.321. Dies., Verzeichniis der Mitglieder. 1860. 4. 10,322 v Burlhart, Erinner, an Joh. Georg v. l.ori. 1859. 4.

10.323. Ders., Rede auf Sir Th. B. Macanlay. 1860. 4.

10.324. Thomas, Gedachtnilsrede aul Kr. v. Thiersch. 1860. 4.

10.325. v. Martins, Denkrede auf A. v. Humboldt, 1860. 4. Joh. L Schräg s Verlag- II. Schräg) in Nürnberg:

10.326. Bayer, Nürnberg u. seine Merkwürd. 3. Aufl. 1861. 8.

10.327. Loeliner, Lebensläufe berühmter n, verdienter Nürn- berger. 1861. 8.

Societe d'histoire de la Suisse Romande in

Lausanne :

10.328. Dies., Memoires et documenls, t. XVII. 1860. 8.

III. Für die Kunst- und Alterthums- sammlung*!.

J. A. Benedict in Nürnberg:

3564. Alter Eisenschlussel.

Dr. Andresen, Conscrvalor am gcrm. Museum :

3565. 52 Porträts in Kupferstich und Steindruck.

3566. 13 Kupferstiche und Radierungen v. 17. 0. 18. Jhdt. : Portrats. Cppieen von Gemälden u. s, w.

3567. 15 Italien, Holzschn. des 16. Jhdts.

3568. 1" Kupferstiche \. 17. Jhdt.: Allegorie und Portrats. Keller, Posthalter, in Fürth im Walde i

3569. Dukaten des Königs Matthias Corvtnus. 357(i. Grofse SjlbermuQze des Dogen Andreas Gritti.

P. C. Hofiichter, k. k. Notar, in Windisch - Gratz : 3571. Broncene tiedachtuilsmedaille der Landwirilisclialtsgc- halt in Steiermark, 1829.

Verl irnd i merken »i, hier, data der Geschenkgcber von

- \i /. \r i 1-m nicht II i . Rechrspraktlkant Primbs, ilu -- i-t,-i' K empf eh K<-' sburg ist

3572. Zinnerne Denkmünze auf die Feier des 7O0jahr. Jubi laums in Maria- Zell.

Dr. H. A. Müller in Bremen :

3573. Originatsiegel des Domstiftes Hildesheim v. 12. Jhdt. und 2 Lackabd rücke.

3574. 2 Goslarische Silbennunzen v. 16. Jhdt. u. Kupferpfen- nig v. 1763.

3575. Plan von Magdeburg, Kpfstch. v. M. Seutter.

Ungenannter in Nürnberg:

3576. 154 altere Silber- und 19 Kupfermünzen

C. Kehrer, grafl. erbach. Archivrath. in F.rbach :

3577. Neuer Abdruck der Platte Kr. 1 aus der Reihenfolge der Eremiten von J. Sadeler.

F. Müller, k. Baninspector, in Schweinfurt :

3578. Ein ausgegrabenes irdenes Gefäls mit 8 darin gefunde- nen Silbermunzen d. Stadt Goltingen u. a. v. 16. Jhdt.

G. Lomler, Reallehrer, zu Salzungen :

3579. Eine bei Saalfeld gefundene, wahrscheinlich aus dem Gefechte von 1806 stammende Kanonenkugel.

Museum schles. Alterthümer in Breslau:

3580. Gypsnbgul's der Büste der heil. Elisabeth aus d. Kirche derselben zu Breslau.

Dr. H. Weber in Halberstadt :

3581. 3 Silbermunzen v. 17. u. 18. Jhdt. Hans Märcker in Berlin :

3582. Nürnberger Kreuzer von 1694.

Ritter v. Mann, k. Oberlientenant, in Bayreuth:

3583. Photographie nach einem bei Neumarkt aufgefundenen Brnncescliw eile.

Theodor Krone in Berlin:

3584. Bildnils des Bischofs Friedrich II. von Bamberg, aus Ludwigs Script, rcr. ep. Bamb.

F. Bartholomäus, hnn-l . Bach- u. Musikalienhandlung in Erfurt :

3585. 6 Kunstblatter in Kupferstich und Steindruck : Porträts und Ansichten.

Frhr. Aug. Waitz v. Eschen in Emmerichshofen :

3586. Nürnberger Goldgulden von 1620, Prof. Dr. Burg-er in Straubing :

3587. 2 Abbildungen ron Grabsteinen d. 15. Jhdts., Stdrck

Chronik der historische.] Vereine.

Kronijk van hei Historisch Genootschap, g< yettigd i, l t recht. Veertiende Jaargang. 1858. Derde Serie Vierdt Deel. (Utrecht, Kemink en Zoon.]

Stukken betrekkelyk den inval van Graaf Hendrik van den Bergh in d VeJuwe, 1624. Victorielied van de Stadl S Uertogi nboscb en Wezel. -- Verden wallen uil den Heidenschen lijd. Stukken uil hei archiel van Wyk bij Duurstede, Brieven ran Godard van Becde, beei '■■<"

Amerongen Twee Spotdichlejt, Stukken betrekkelijk

den oorlog met Frankrijfc in 1672. De Heeren van Cnyk, geen Burggraven \.m l irechl Bxpeditie van Willem III

nanr Engeland, in 1688. Uude doopvpnten. Hand-

schrift ovel de Lcyceslf rschc twisten te I Irecht, 158? ''n 1588. Kxlracl uil bei »tadl> Auisterilaiii Oncostboek, 1161.

Prorlamalic van den \rcdc laschen heuer Kare I \ en

den Hertog > .-in Gelder, 1528, Geschillen met Don Juan

v«n t)ostenri|l, , 1577. Brieven tan Maurils en Frcili rik

Hendrik. Stukken betrekkelijk de hervormingsheroerten

t,. Utrecht, in 1566 en 1567 rwec Instruciien vdoi Hai

ten Harperlszoon Trbmp Extracl notulen van An- van

der Mieden : Cats naar Engeland.

Vers lagen en Mededeclingen der koninklijke

AI, ade van Wetenscha ppen. Afdeeting Letterkunde,

IV. Deel. 1- i9. Amsterdam.

(Sitzungsberichte.) Verslag van de Beeren Bosscha en M. de Vries, omlreni de ipelling dei Nederlandsche plaati

Manien. Rapport ^ :i ■> de Heeren I BoSSchl en R. C, Bnk

biii/eo van den Brink, omtrenl hei voorslel van den Heei m j k p, betrekkelijk de uitgave van bronnen en bouwstol

fen voor de Neili i Ihndsi In- krijgM.'e-ebiedenis - Versliig in. den Heeren J BoSSCbS en VI de \ue- Irenl bei plan tei

algemeene regeling van den vonn es di ipelling dei Nedei i.ui.Ueiie plaatsaamen p»ei Mgurichilderüen \t Kanten

ontdekl; door J L. F. Janssen Orer onde Meerwoniagea

Anzeitrer Mir Kunde der deutschen Voraeit.

64

(Pfahlbauten ; II» Intal ions lacustres) in Zwilserland. Bij- drage over den reglsgelei -nie Ddnlricua Zaaina, naar aanlei- ding tan zijn weil.. gelileU) : Da parvnlia Judaeorum bapu- zandis. Door J. de Wal.

Verslagen tu M e d e d e e I i n e e n der konin klijke Akademie van VYe tenschappen. Afdeeling Letlerkuinle Vijfde Peel. Amsterdam. 181

luhoud van het vijfde Deel. l'rocessen-verbaal d< r gl wune vergaderjnf Verhandelingen : G II. M. Delprat:

nur etil ebarter van Graf Kloris V. »an den II. Hei r_'T.;' I.. J. K. Janeaen : Ovei onde Heerwoningea [Pfahlbauten, ha- bitationj lacoatrea), ('. Lemane: Ovet eenige ia den laat- sten tijd in Nederland ontdekie ondheden J. II. Schol- len: Ovei de ooriaken van bei hedendaagache Halerialiame. J. W. C van Hencde: Ovei enkele HnweUjkaplegiighe- din bij de Kulm im n. II. C. Hilliea: Onderioek van eene veraameling Ooaterache mnnten. Veralagen: Rapporl der